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Willi Seitz zum 60.: “Ich hätte noch Lust, 30 Jahre weiterzumachen”!

Willi Seitz vom Original Naabtal Duo feiert heute seinen 60. Geburtstag.

Im Sternzeichen des Schützen kam er am 17. Dezember 1957 als
Willibald Franz-Xaver Seitz zur Welt.  Der Schlagzeuger und Sänger, der laut eigener Aussage “Immer gut drauf” ist, für sein Leben gern Schweinebraten, Rindsrouladen, Sauerbraten und Sushi isst, am liebsten Wasser und Bier trinkt,  und bevorzugt Bryan Adams, Chris Rea und James Last hört, feiert seinen Ehrentagaber etwa nicht zuhause mit seiner Familie (Willi ist verheiratet und bereits 2-facher Opa), sondern auf den Brettern, die für ihn die Welt bedeuten: auf der Bühne. Zusammen mit seinem langjährigen Bühnenpartner Wolfgang Edenharder steht Willi Seitz heute Nachmittag in Altenburg (nahe Leipzig) auf der Bühne. Denn im Rahmen der Tournee “Advent unterm Sternenhimmel” darf – neben Géraldine Olivier, Judith & Mel, Reiner Kirsten und Robin Leon – auch das Original Naabtal Duo nicht fehlen.

Der gelernte Textilkaufmann stieß 1985 zum Original Naabtal Duo. 1988 gewann das Original Naabtal Duo mit “Patrona Bavariae” den “Grand Prix der Volksmusik” und entfachte einen regelrechten Volksmusik-Boom. 1993 trennten sich die Wege von Wolfgang Edenharder und Willi Seitz. 1994 startete Willi Seitz eine erfolgreiche Solo-Karriere. 2003 kam es dann zu einer spektakulären Wiedervereinigung des Original Naabtal Duos.

An seinem Geburtstag ist Willi Seitz “ganz alleine”, wie er im Exklusiv-Interview mit der “Stadlpost” verrät. Allerdings seien die ganzen Kollegen und die gesamte Crew da. Mit denen werde er feiern. Ich bin mit den ganzen Kollegen da und die ganze Crew. Wir werden schon feiern. ” Ob es ihm denn nichts ausmache, dass seine Familie an diesem großen Tag nicht bei ihm sei: “Ich hatte ja bereits meinen 50. Geburtstag bei Florian Silbereisen gefeiert – da war ich auch nicht bei der Familie zu Hause”, erläutert Willi Seitz. “Jetzt beim 60. ist es auch so, dass ich da unterwegs bin. Das ist nun einmal so als Musiker, da ist man meist unterwegs. Wir werden aber nach Weihnachten zu Hause nachfeiern.”

Einen Wunsch hätte sich der Jubilar zu gerne selbst erfüllt: “Ich hätte vorgehabt, mir zum 60. Geschenk zu machen: Ich bin ja Country-Fan. Es gibt viele deutsche Songs, die ich gerne aufnehmen wollte.  Aber da ich so viel unterwegs bin, hat das leider zeitlichnicht geklappt. Aber: Das werde ich noch nachholen.”

Sein größter Wunsch für die Zukunft?: “Ich sage immer auf der Bühne: Ich habe noch Lust, dreißig  Jahre weiterzumachen. So Gott es will!”.

Für 2018 ist Großes geplant, denn im kommenden Jahr jährt sich der Sieg des Original Naabtal Duos beim “Grand Prix der Volksmusik” mit “Patrona Bavariae” zum 30. Mal.  “Es gibt natürlich die alten Songs, die wir haben, die die Leute von uns kennen. Die werden wir neu aufnehmen. Natürlich werden wir auch neue Lieder aufnehmen. Im Herbst ist dann die große Tournee geplant. Wir werden noch Künstler dazu holen. Die Tournee wird wahrscheinlich heißen: ‘Wenn das kein Grund zum Feiern ist – 30 Jahre Patrona Bavariae’. Am 9. Juli 1988 war das und am  9.Juli 2018 sind es dann 30 Jahre. Wenn es uns Spaß macht und den Leuten gefällt, werden wir die Tour 2019 fortsetzen. Die Verträge sind noch nicht da, aber es ist alles schon in Besprechung.

Die musikalische Neuausrichtung der ehemaligen “Volksmusik Feste” Shows von Florian Silbereisen nimmt der 60-Jährige gelassen: “Ja, das ist ein Trend der Zeit, dass momentan nur der Schlager aktuell ist. Das war damals bei ‘Patrona Bavariae’ 1988 noch anders. Da gab es viele Volksmusiksendungen und da sind viele Schlagerkünstler in den Volksmusik-Sendungen aufgetreten. Aber wir werden uns jetzt nicht verbiegen und Schlagersänger werden – wir bleiben bei der Volksmusik! Irgendwann wird auch mal die schweigende Mehrheit gehört, denn es sind ja wahnsinnig viele Leute, die in den Konzerten sind und die natürlich die volkstümliche Musik lieben. Und das wird momentan von den ganzen Rundfunk- und TV-Sendern und wahnsinnig in den Hintergrund gestellt.

Zum nahez kompletten Einbruch des Tonträgermarkts hat Willi Seitz folgende Meinung:  “Wenn man gewusst hätte, dass die technische Entwicklung so weit kommt …Ich habe damals schon gedacht, als das Internet aufgekommen ist: Es reagiert keiner. Es hat die Plattenfirma nicht reagiert, es hat keiner reagiert auf das ‘elektrische Video’ umzusteigen und dann sind viele schwarze Schafe da gewesen. Die Jugend lädt  sich viele Sachen herunter. Der Tonträgermarkt ist oft selber schuld. Man muss schon schauen, dass man den Leuten etwas Neues bietet und etwas Interessantes macht. Aber da gehört dazu dass die Medien mitspiele., Radio ist wahnsinnig wichtig und natürlich TV.”

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