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 WILLI GABALIER – Bei ihm sind Hopfen & Malz nicht verloren

Bienenbotschafter und jetzt auch Bierbrauer – für Willi könnte der Tag 30 Stunden haben!

Der erfolgreicher Tänzer, Musiker und Entertainer hatte schon immer seinen ganz eigenen Stil. Seit Kurzem ist der Steirer auch unter die Bierbrauer gegangen. Wir haben ihn dabei begleitet.

Stadlpost: Lieber Willi, wer dich kennt, der weiß, du hast sprichwörtlich Ameisen im Hintern! Du bist immer voller Tatendrang, suchst die Menge und das Rampenlicht – aber heute genießen wir hier die Ruhe am See und mir kommt es vor, das stört dich gar nicht wirklich?

Willi Gabalier: Ja, das stimmt, zum einen finde ich es zwar schade, dass die gesamte Branche im Moment stillsteht. Sowohl Tanz als auch Musik haben ja aufgrund von Covid-19 einen Riegel vorgeschoben bekommen. Zum anderen habe ich die Zeit aber bestmöglich nutzen können, um mich um Dinge zu kümmern, für die vorher keine oder nur wenig Zeit war und hab auch zwischendurch mal Zeit, um abzuschalten und um ein bisschen runterzukommen. 

Stadlpost: Wir wissen, du bist ja ein äußerst vielseitig begabter Mensch! Jetzt interessierst du dich auch für das spannende Thema Bierbrauen! Wieso?

Willi Gabalier: Bier ist einfach ein wunderbares Getränk (lacht). Michael Macher, ein Freund von mir, hat hier in der Nähe sein eigenes Bier mit dem passenden Namen „GÖNN DIA“ entwickelt. Nachdem ich auch selbst Brot backe, mich als Hobbylandwirt versuche und mich alles interessiert, was man selbst herstellen kann, durfte ich heute mal beim Brauen mit dabei sein. Der gesamte Entstehungsprozess dieses Naturproduktes ist eine spannende Geschichte. Und wenn man das selbst gebraute Bier im Nachhinein dann auch noch verkosten kann, ist das ein wirklich super gutes Gefühl.

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Mit Musikproduzent Michael Macher (“USP Enterprise”) am Sudkessel: Michael braut hier sein eigenes Bier

Stadlpost: Alkohol und Profitänzer – passt das zusammen?

Willi Gabalier: Bei mir schon! (lacht) Ich mach da kein Geheimnis draus, dass ich gerne mal ein gutes Bier oder ein Glaserl Wein trink. Als Belohnung nach einem harten Training oder nach einem Studiotag – warum denn nicht? Das tut dem Magen und der Seele gut. Außerdem sind im Bier ja nur natürliche Inhaltsstoffe drinnen, was soll da ungesund sein?

Stadlpost: Wie schmeckt für dich das optimale Bier?

Willi Gabalier: Es kommt auf alle Fälle aus der Region von kleineren Brauereien und von keinem Weltkonzern. Ich habe kein Lieblingsbier. Ich teste mich gerne durch, und nehm auch gerne mal eines mit, wenn ich unterwegs bin. Das ist ja auch das Tolle am Bier: Es gibt so viele Unterschiede und Geschmacksrichtungen, da entdeckt man immer was Neues.

Stadlpost: Gerade in der Oktoberfest-Saison ist das Bier ja in aller Munde – heuer schaut es da ja nicht so gut mit den Festen aus …

Willi Gabalier: Ja, leider, ich hätte wirklich viele Auftritte in der Oktoberfestsaison gehabt. Stimmung machen, feiern, tanzen, singen, lachen, das Leben einfach genießen – das mache und mag ich einfach gerne. Wer mich kennt, der weiß, dass ich das Schöne im Leben hervorhebe, gerne mit Freunden und Familie zusammensitze. Geselligkeit ist so was Wichtiges und Schönes im Leben. Und man darf auch mal auf den Putz hauen – das ist wichtig! Die Hemmungen mal fallen zu lassen ist menschlich, einfach mal ganz normal und locker sein, entspannt an die Sachen ranzugehen und nicht immer so streng und ernst mit sich selbst sein!

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Im Antrank spritzig, predig, mit feiner Opalenz und im Nachtrunk feinbitter: Michael und Willi genießen das eigens gebraute Bier namens “Gönn Dia”

Stadlpost: Und nach dem Feiern regenerierst du dich dann in der Natur und bist viel im Wald unterwegs. Seit Neuestem ja auch als Botschafter der Bienen?

Willi Gabalier: Ja, das ist wieder ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Im gemeinnützigen Projekt „Vivi – Eine zauberhafte Biene“ wird den Kindern die Natur, das Leben der Bienen und das Thema Nachhaltigkeit nähergebracht. Für mich sind das die wichtigen Dinge des Lebens. Gerade die Corona-Krise hat uns wieder gezeigt, wie wichtig es ist, auf unsere Natur zu schauen, und wie wichtig es ist, wenn man sich zu Hause selbst versorgen kann, man unabhängig ist und nicht alles aus der ganzen Welt importieren muss. Unsere Vorfahren haben uns gezeigt, dass man auch gut von dem leben kann, was das eigene Land zu bieten hat, vielleicht besinnt man sich ja wieder mehr darauf. Mein Ziel ist es, auf alle Fälle in diese Richtung zu gehen.

Stadlpost: Neben all diesen Aktivitäten steckst du ja auch in Vorbereitungen für neue Sendungen. Dass du ein Tausendsassa bist, ist bekannt. Jetzt gehst du unter die TV-Moderatoren. Erzähl mal von deinen Projekten. Starten wir mal bei der österreichischen Version der Trödelsendung „Bares für Rares“.

Willi Gabalier: Ja, das ist eigentlich durch einen Zufall entstanden. Der Sender Servus TV hat mich angerufen und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die bekannte TV-Sendung „Bares für Rares“ zu moderieren, ich hab natürlich gleich zugesagt. Als studierter Kunsthistoriker kenn ich mich da aus, und es interessiert mich nach wie vor sehr. Jetzt kann ich mein Wissen, das ich beruflich bis dato noch nie hab brauchen können, wenigstens mal einsetzten – Studium war nicht umsonst (lacht)! Ich fungiere da als Vermittler zwischen Anbieter und Händler von begehrten Sammlerstücken bis zum Trödel. Es ist immer spannend, wenn Leute mit Dingen in die Sendung kommen, die es heute gar nicht mehr gibt. Ich lerne dann von den Leuten und natürlich von den Experten, die die Gegenstände bewerten. In Deutschland ist die Sendung ja ein wahres Erfolgsformat. Ich hoffe wirklich, wir können bei Servus TV nachziehen. Die Sendung läuft immer sonntags um 20.15 Uhr.

Stadlpost: Heuer setzt du wirklich alle deine Talente in Szene. Bei deinem zweiten Kooperationsprojekt mit Servus TV wirst du zum Talentscout …

Willi Gabalier: Für die neue Sendung „Heimatsterne“ bin ich in den unterschiedlichsten Regionen und Gemeinden auf der Suche nach den unterschiedlichsten Talenten. Ganz egal, ob Dichter, Sänger, Tänzer, Akrobaten oder ähnliches, wir haben so viele Talente im Land, die man unbedingt herzeigen muss. Dabei interessiert mich nicht nur die Fähigkeit an sich, sondern auch die Geschichte dahinter. Wie sind die Menschen zu dieser Passion gekommen, was hat sie dazu veranlasst, was ist die persönliche Lebensgeschichte?

Stadlpost: Zu Beginn des Jahres warst du ja bei Florian Silbereisen. Das Jahr hatte also in musikalischer Sicht schon richtig gut begonnen …

Willi Gabalier: Das stimmt. Leider hat Corona dann eben den Terminkalender lahmgelegt. Nichts desto trotz hab ich die musikalische Laufbahn nicht aus den Augen verloren und im Spätsommer meine neue Single herausgebracht. Langweilig wird es mir also trotz Corona nicht!

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