Neue VolksmusikStadl+

 Wildecker Herzbube Wolfgang outet sich als Blechfan

Relaxen mit Blasmusik: Wolfgang Schwalm ist ausgebildeter Trompeter und Dirigent. Er spielt unter anderem in der Formation der Wieldiebe aus Kathus bei Bad Hersfeld oder bei der Eisenbahnkapelle Bebra mit

Ein genial gespieltes Trompetensolo leitete 1990 die Karriere von zwei äußerst sympathischen Zeitgenossen aus Wildeck in Nordhessen ein. Diese inzwischen einzigartige Trompetenmelodie von „Herzilein“ ist inzwischen so in unseren Köpfen verankert, dass man schon nach dem ersten Takt erkennt, wer dahintersteckt: die Wildecker Herzbuben!

Ich muss gestehen, dass ich die Einzigartigkeit des brillanten Trompetensolos nicht gleich erkannt habe. Wahrscheinlich ging es dabei nicht nur mir so.Als ich 2012 mit „Die Innsbrucker Böhmische – das Original“ in Stefanie Hertels „Großer Show der Weihnachtslieder“ im MDR eingeladen wurde, lernte ich die Wildecker Herzbuben Wolfgang Schwalm und Wilfried Gliem zum ersten Mal persönlich kennen. Mir wurde sofort klar, dass in den beiden Herzbuben viel mehr Musik steckt als nur ihr Hit „Herzilein“. Eine Jazz-Improvisation von Wolfgang auf dem Klavier hinter den Kulissen der TV-Show ließ uns aufhorchen. Einfach genial an Musikalität und Können, spielte er drauf los – virtuos und kreativ. Für mich ein unvergesslicher Moment.

Seit diesem Tag weiß ich nun auch, dass beide Herzbuben hochbegabte Profi-Musiker sind, die mit „Herzilein“ einen Hit gelandet hatten, der ihnen zu Ruhm und Ehre verhalf. Und mir wurde auch klar, wer dieses strahlende, unverwechselbare Trompetensolo eingespielt hatte: Wolfgang! Wie das Leben so spielt, wurden wir ein paar Jahre später gemeinsam Künstler in der exklusiven Künstleragentur von Hofbauer music. Auch aus diesem Grund habe ich mittlerweile seit Jahren einen guten freundschaftlichen Kontakt zu den beiden Volksmusikstars.

Wolfgang Schwalm Nimmt Ab

Was ich natürlich wunderbar finde, ist, dass Wolfgang ein absoluter Fan von guter Blasmusik ist. So outete er sich als begeisterter Zuhörer der Innsbrucker Böhmischen, der die Entwicklung unseres Musikstiles interessiert verfolgte und unsere Arrangements und Spielweise genau beobachtet. Ein stiller Fan, der weiß was es bedeutet, qualitativ hochwertige Musik zu produzieren, um immer einen Schritt voraus zu sein. Wir haben uns während der Corona-Pandemie leider nie treffen können. Aber es gab so manches Telefonat zwischen uns beiden.

Doch jetzt können wir uns wieder bei einem guten Tropferl Wein und einer schmackhaften Brettljause in unserer Gaststube im Alpengasthof Eppensteiner treffen – für ein paar gemeinsame Stunden mit Musik und Freunden.

Was gibt es Schöneres, wenn sich Künstler aus verschiedenen Musikrichtungen gut verstehen und respektieren? Musik ist in unserer heutigen Welt die einzige Sprache, die jeder versteht. Man muss nur zuhören können und wertschätzen was andere machen.

Ich gebe zu, dass ich als junger Profimusiker auch zu denen gehörte, die nicht immer genau bei den anderen zugehört haben. Deswegen habe ich zu meinem großen Bedauern bei diesem legendären Trompetensolo von „Herzlilein“ anfangs zu wenig hingehört. Ich hätte damals schon erkennen müssen, welche Genialität hinter diesen beiden Musikern steckt. Deshalb schätze ich es umso mehr und bin unendlich dankbar,dass sich daraus eine wunderbare Freundschaft entwickelt hat, die hoffentlich noch lange anhält. In diesem Sinne, hört einfach zu und bleibt am Puls der Zeit! ■ Euer Mathias Rauch

Kurz-Interview: Mathias fragt Wolfgang

Mathias Rauch: Lieber Wolfgang, du kennst uns, die Innsbrucker Böhmische, ja schon lange. Hand aufs Herz: Wie findest du unsere Musik?

Wolfgang: Ich weiß ja, dass ihr alle sehr gute Musiker seid. Eure Arrangements und Kompositionen sind für mich immer ein Hörgenuss. In der „Kleinen Besetzung“ seid ihr derzeit sicher das Beste, was die Blasmusik zu bieten hat.

Mathias Rauch: Gefällt dir auch das neue Album TRAUM UND LIEBE?

Wolfgang: Da muss man nichts mehr hinzufügen! Sehr interessant, was Erfolgskomponist Norbert Gälle und du, Mr. Böhmische Liebe, hier gezaubert habt. Das Thema „Blasmusik für Herz und Seele“ interessiert mich außerordentlich. Wenn ich in Tirol wohnen würde, wäre ich sofort mit Trompete oder Flügelhorn dabei!

Credit Hofbauer

Ähnliche Beiträge