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Volksmusik & mehr: Reise in die Kulturstadt Innsbruck

„Aufg’horcht“ sendet musikalische Grüße

Im Zweijahrestakt verwandelt sich Innsbruck in die Hochburg der Volksmusik, wenn mit „Aufg’horcht“ wieder der größte Volksmusikwettbewerb im deutschsprachigen Alpenraum stattfindet. Wenn es um Kulturelles geht, hat die Tiroler Hauptstadt aber noch viel mehr zu bieten. Sie ist deshalb die perfekte Destination für eine Städtereise und dabei kommen auch, aber eben nicht nur, die Fans der Heimatmusik voll auf ihre Kosten.

Dieser Wettbewerb ist wohl der Höhepunkt der Innsbrucker Volksmusikszene und verwandelt alle zwei Jahre die Stadt in einen Treffpunkt der vielversprechendsten Nachwuchsmusiker aus ganz Österreich sowie Bayern und der Schweiz. Einige Auftritte werden sogar im Fernsehen übertragen und sie sind natürlich auch ein Spektakel für Zuhörer vor Ort. Wer also Freude an der Volksmusik findet, sollte pünktlich zum nächsten „Aufg’horcht“ nach Innsbruck reisen. Doch auch abseits dieser Veranstaltung zeigt sich Innsbruck als Kulturstadt von ihrer schönsten Seite. Was also gibt es hier noch zu erleben?

Highlights der Volksmusik und des Schlagers im Jahr 2019

Noch in diesem Jahr wird es allerhand Konzerte und weitere Veranstaltungen geben, welche die Herzen von Fans der Volksmusik und des Schlagers höher schlagen lassen. So werden am 13. September „Die Amigos“ im CONGRESS Innsbruck auf der Bühne stehen. Ihnen folgt am 3. November das Herbert Pixner Projekt mit den Berliner Symphonikern und am 1. Dezember sorgen „Die Paldauer“ mit ihrem Weihnachtskonzert für eine besinnliche Einstimmung auf die Feiertage. Ebenfalls im CONGRESS werden am 19. Dezember „Die Seer“ zu sehen sowie hören sein. Doch das echte Highlight folgt für Schlagerfans im Jahr darauf: Am 6. März 2020 wird Andrea Berg im Rahmen ihrer MOSAIK-Live Arena Tour auf der Bühne in der Olympiahalle von Innsbruck stehen.

Vielfältige Musikszene von Innsbruck

Auch weniger bekannte Namen sorgen in Innsbruck für eine rege Volksmusikszene. Viele Vereine sowie Volkshochschulen bilden Musiker und Musikerinnen in Instrumenten sowie Gesang aus oder stellen entsprechende Bands und Orchester zusammen. Diese wiederum geben das Gelernte bei verschiedenen Veranstaltungen zum Besten. Dazu gehören zum Beispiel das Gitarren-Wochenende, das Frühschoppen im Bergdiamant, die Angerberger Musiktage oder eben der nächste „Aufg’horcht“-Wettbewerb im Oktober. Beinahe wöchentlich finden in Innsbruck somit Veranstaltungen rund um die Volksmusik statt, welche allesamt einen Besuch wert sind und Innsbruck in eine Hochburg der Heimatmusik verwandeln.

Heimat der Tiroler Blas- und Volksmusik

Die Volks- und Blasmusik hat in Tirol bekanntlich eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Region weltberühmt für ihre Heimatmusik in klassischer Tracht sowie natürlich den Jodler und den Schuhplattler. Viele der Sänger und Musikanten reisten schon damals durch ganz Europa sowie über den Ozean nach Amerika, um dort die traditionelle Volksmusik zu verbreiten. Mittlerweile gibt es in Tirol mehr als 300 Blasmusikkapellen und zahlreiche weitere Volksmusikkünstler, welche das musikalische Bild prägen – auch in Innsbruck.

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Volks- und Blasmusik in Innsbruck hat lange Tradition

Volksmusik zwischen Tradition und Moderne

Das wirklich Besondere an der Tiroler Musikszene ist aber, dass die Volksmusik tief in der Kultur verankert ist und somit den Alltag vieler Familien in Innsbruck prägt. Die Kinder wachsen selbstverständlich mit der Heimatmusik auf, erlernen oftmals typische Instrumente oder am Abend wird gemeinsam mit der ganzen Familie gesungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen, wo solche Traditionen langsam verloren gehen, bleibt die Volksmusik rund um Innsbruck also bestehen. Nicht nur das: Sie entwickelt sich sogar weiter. Seit dem Jahr 1974 findet deshalb in Innsbruck der „Alpenländische Volksmusikwettbewerb“ statt, wo sich diese Veränderungen und Modernisierungen erkennen lassen. Viele mittlerweile überregional bekannte Künstler und Gruppen haben hier ihre Karriere begonnen.

Tiroler Volksmusik in ihrer ursprünglichen Form

Wer hingegen eher auf der Suche nach traditioneller Volksmusik aus Tirol ist, wird in Innsbruck ebenfalls fündig. Hier wird im Gasthaus Sandwirt nämlich regelmäßig ein Tiroler Abend mit buntem Programm abgehalten. Verschiedene Musikanten mit zahlreichen unterschiedlichen Instrumenten treten dabei ebenso auf wie Jodler oder Tänzer, welche Tiroler Tänze sowie Schuhplattler aufführen. So wird der Abend neben dem guten Essen zu einem ganz besonderen Erlebnis und einer tollen Einstimmung auf die musikalische Reise nach Innsbruck. Im Sommer finden in der Stadt zudem an vielen Ecken kostenlose Platzkonzerte im Freien statt, welche von den Musikkapellen der Stadt organisiert werden. Weitere Informationen zu den Terminen, Orten & Co kann in der Regel des Tourismusbüro herausgeben.

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Vielfältige Straßenmusik in Innsbruck

Dass Innsbruck auch als Musikstadt bezeichnet werden könnte, hat noch einen zweiten Grund: Die Straßenmusik ist in der Tiroler Hauptstadt fest verankert. An vielen Plätzen der innerstädtischen Fußgängerzone geben bei gutem Wetter die Künstlerinnen und Künstler aus der Region ihr Können zum Besten. Neben Volksmusikanten sind dabei natürlich auch viele weitere Genres vertreten. So kann der Stadtbummel zwischen Annasäule, Spitalskirche, Stadtturm und Franziskanerplatz zu einem musikalischen Erlebnis der besonderen Art werden. Perfekt ist für Musikliebhaber also eine Reise nach Innsbruck im Zeitraum zwischen 1. März und 1. Oktober, wenn die Straßen für die Musiker geöffnet sind.

Highlights der Kulturstadt Innsbruck

Ein anderes Genre ist zudem im Innenhof der Kaiserlichen Hofburg  im Juli zu finden. Dann werden hier nämlich die berühmten Promenadenkonzerte abgehalten, wobei die altösterreichische Blasmusik im Mittelpunkt steht. Kulturelle Sehenswürdigkeiten gibt es in der Tiroler Hauptstadt zudem im Tiroler Volkskunstmuseum sowie rund um die „Festwochen der alten Musik“.

Doch auch die Stadt an sich bietet allerhand Highlights: Da wäre das goldene Dachl, ein spätgotischer Prunkerker aus dem 15. Jahrhundert, als Kaiser Maximilian den Neuen Hof in der Herzog-Friedrich-Straße erbaute. Insgesamt 2.657 Kupferschindeln erstrahlen hier in edlem Gold. Das Bauwerk gilt als Wahrzeichen von Innsbruck.

Rundgang durch die Innsbrucker Altstadt

Das goldene Dachl ist aber längst noch nicht der einzige Grund, weshalb die Innsbrucker Altstadt für ihre Schönheit berühmt ist – und zwar weit über die österreichischen Grenzen hinaus. Stattdessen lohnt es sich, die Straßen und Gassen zu Fuß zu erkunden. Entsprechende Apps auf dem Smartphone können dabei den Weg weisen oder bei anderen Belangen auf der Reise behilflich sein. Es braucht also nicht unbedingt einen heimische Reiseführer. Ein guter Ausgangspunkt für einen solchen Stadtrundgang ist die Kaiserliche Hofburg mit der Hofkirche und dem Hofgarten. Weiter geht es quer durch die Altstadt mit ihren mittelalterlichen Gebäuden in bunten Farben und schattige Laubengassen, die zu einer kurzen Rast einladen. Einige andere Sehenswürdigkeiten liegen etwas weiter entfernt und sind daher besser mit dem Taxi beziehungsweise Uber zu erreichen oder mittels „Hop-on Hop-off Bus“. Dazu gehören zum Beispiel der Alpenzoo, die Bergiselschanze oder das Schloss Ambras.

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Das goldene Dachl in Innsbruck

Ausflug in die Berge hinter Innsbruck

Als Kulisse beim Stadtrundgang erhebt sich hinter den Toren der Stadt das Karwendelgebirge. Nirgendwo sonst sind Großstadt, Kultur, Sightseeing und Bergwelt so eng miteinander verknüpft wie hier. Wer also will, kann den Städtetrip direkt mit einem Ausflug in die Berge verbinden, dort Schluchten sowie Aussichtsplattformen bestaunen oder den höchsten botanischen Garten von Österreich besichtigen. Die Möglichkeiten sind beinahe endlos, sodass Innsbruck für jeden Besucher die richtige Wahl bietet. Hier kommen Musikliebhaber, Aktivurlauber, Kulturreisende sowie Abenteuerlustige voll auf ihre Kosten. Die Stadt an der Grenze zu Bayern zwischen imposanten Bergketten und musikalischen Traditionen gehört zu den wohl schönsten Reisezielen des Landes und ist deshalb ein perfektes Reisetipp für einen kurzen oder auch längeren Städtetrip.

Innsbruck hat sich zur „Bike City“ ernannt

Innsbruck ist zudem ein optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen oder Touren mit dem Fahrrad. Die Stadt ist nämlich auch ein wahres Paradies für Biker und bietet in der Umgebung eine große Auswahl an Bikeparks, Singletrails sowie Mountainbike-Events an. Dazu gehört auch der Nordkette Singletrail, welcher als einer der schwierigsten sowie steilsten Singletrails von Europa gilt und zahlreiche wagemutige Biker aus aller Welt anlockt. Innsbruck ist also eine extrem vielseitige und absolut sehenswerte Stadt!

 

Autor: Sara Weissmuller
Sara Weissmüller studiert Fashion Management und reist, sofern es die Zeit hergibt, viel um Globus. Die auf ihren Reisen gewonnenen Eindrücke diverser Kulturen inspirieren sie bei der Arbeit.

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