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 Ute Freudenberg: Die lachende Diva

Andy Tichler ist ausgewiesener Musikexperte und Gründer der Schlagerplatt­form SMAGO!

„Ich hab noch lange nicht genug“, sang Ute Freudenberg bereits 2002. Und zum Glück gilt diese Devise noch immer.

Die wohl berühmteste Weimarerin, die am 12. Januar 65 Jahre jung wurde, steuert schnurstracks auf ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum zu, das sie im Herbst 2022 mit einer ausgedehnten Live-Tournee gebührend feiern wird. Für mich ist sie „Die lachende Diva“. Ihre Aura, ihre Präsenz ist geradezu furcht-, in jedem Fall aber respekteinflößend. Und wehe dem, der Ute Freudenberg nicht so gegenübertritt, wie es einer Ute Freudenberg eben gebührt … Andererseits gilt bei ihr im Besonderen „Nomen est Omen“: Ute ist in der Tat ein wahrer Freudenberg; sie hat viel, viel mehr Humor, als man sich gemeinhin vorstellen kann und sie nimmt sich selbst auch nicht immer so ganz bierernst. Seit nunmehr 25 Jahren arbeitet sie mit ihrer Managerin Adele Walther zusammen.

Freudenberg Genie T
Ute Freudenberg weiß, wie Leben geht und wie man stilvoll genießt …

Sie sind wie ungleiche Schwestern und die Reinkarnation der „Gold(ig)en Girls“. Seit jeher bin ich ein großer (nicht nur auf ihre „Jugendliebe“ fixierter!) Fan der Sängerin. Seit ich sie persönlich kennen-, schätzen und „lieben“ lernen durfte, bezieht sich das auch auf den Menschen Ute Freudenberg. Ihr 2014 erschienenes Buch „Jugendliebe: Die Biografie“ legt Zeugnis davon ab, was diese Frau durchgemacht hat. Doch eines konnte ihr niemand zu keinem Zeitpunkt nehmen: ihre Würde. Zwischenzeitlich hat sich die Künstlerin den Status erarbeitet, Halbplayback-Auftritte kategorisch ablehnen zu können. Ute Freudenberg gibt es nur noch live mit Band. Auch das verdient ein Höchstmaß an Respekt!

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