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 Stefanie Hertel, Johanna Mross, Lanny Lanner: “Wir haben keine Lust auf Schubladen”

Exklusiv! Deutschlands bekannteste Künstler-Patchworkfamilie

Mit dem Frühling beginnt auch das Musik-Familien-Projekt „MORE THAN WORDS“ zu wachsen. STADLPOST sprach mit dem kreativen Trio.

 Stadlpost:  Liebe Johanna, wie ist denn die Idee zu dem gemeinsamen Album „Home“ entstanden?

Johanna:  Lanny liebt es, abends auf der Couch die Gitarre auszupacken und Musik zu machen – und hat Mama und mich damit angesteckt. Dann war da noch die Fernsehserie „Nashville“, die wir bis zur letzten Staffel mit Leidenschaft geschaut haben. Über Jahre hinweg hat uns diese Serie begleitet und eben auch diese moderne Country-Musik. Wir haben viele Lieder aus der Serie privat nachgespielt. Besonders der dreistimmige Satzgesang hat es uns angetan. Gemeinsam auch damit auf die Bühne zu gehen, der Gedanke kam uns dann erst so nach und nach.

 Stadlpost:  Weißt du denn schon genau, wo du deine musikalische Heimat siehst? Pop, Country, Volksmusik?

Johanna:  Ich möchte auf Englisch singen, weil das einfach die Musik-Welt ist, in der ich mich wohlfühle – und um erst gar nicht in eine Schublade gesteckt zu werden, nur weil sie durch die familiäre, musikalische Tradition schon da ist. Auch wenn ich die Musik meiner Mutter sehr schätze, möchte ich meine eigenen Fußstapfen in einer anderen Richtung hinterlassen. Und diese Wegstrecke gehen wir mit MORE THAN WORDS jetzt sogar gemeinsam – das finde ich umso schöner!

 Stadlpost:  Stefanie, sicher bist du stolz darauf, dass du deine Musik-Gene an Johanna weitergegeben hast?

Stefanie:  Na klar, war und bin ich stolz! Sie hat eine musikalische Gabe und Talent in die Wiege gelegt bekommen und eine tolle Bühnenpräsenz. Johanna hat einfach Lust, vor Publikum zu spielen und gewinnt neben der Performance durch ihre positive und natürliche Ausstrahlung. Musikalisch hat sie auch schon jede Menge gelernt. Dazu ist sie für jeden Spaß zu haben. Als Band-Partnerin schätze ich sie ebenso wie als Tochter (lacht).

 Stadlpost:  Lanny, du bist der kreative Kopf hinter dem Album „Home“. Ist es eine Rückkehr zu deinen musikalischen Wurzeln?

Lanny:  Ich habe in den letzten Jahren fast ausschließlich deutsche Lieder geschrieben. Da wir als Band beschlossen haben, englisch zu singen, habe ich wieder zu meinen musikalischen Wurzeln zurückgefunden, die ja tatsächlich in Amerika liegen. Da ich privat ohnehin fast ausschließlich modernen amerikanischen Country höre, fühlt es sich für mich außerdem so an, als wäre ich musikalisch angekommen. Dass meine Familie sich mit unserer Musik genauso wohlfühlt, macht mich unendlich glücklich.

 Stadlpost:  Du trägst gern einen Cowboyhut – wo bekommt man denn die besten in Europa?

 Lanny:  Meine erste Wahl ist mein Bekleidungspartner „Stars & Stripes Western Fashion“. Im Internet zu finden unter starsandstripes.de. Aber man kann auch im Internet spezielle Hats bestellen. Die Auswahl ist groß!

 Stadlpost:  Welche Erfahrungen aus deiner Zeit in Amerika helfen dir bis heute in der Musikbranche?

 Lanny:  Ich habe in New York, in der Karibik und in Paris gelernt, was ich heute musikalisch kann. Ich habe in New Yorker Parks, U-Bahnen, an Straßenecken und auch in großen Rock-Clubs gespielt. Alleine oder mit meiner damaligen Band. In der Karibik habe ich fünf Wochen lang, sechs Tage die Woche, drei Stunden am Stück als Solo-Musiker mein Publikum unterhalten. Ich hatte noch nie vorher ein solches Quantum an Musik gespielt, das war wirklich beinhart. Aber eine gute Schule.

 

Stadlpost:  Johanna, ihr wart als „MORE THAN WORDS“ in Paris und Luxemburg die Vorgruppe von Superstar Bonnie Tyler. Für dich sicher eine unglaublich intensive Erfahrung?

Johanna:  Das waren meine ersten großen Live-Bühnenauftritte und ich war dennoch nur mäßig angespannt und habe mich gefreut, endlich mal zu zeigen, was wir mit MORE THAN WORDS für tolle Musik machen. Niemand kannte dort Johanna Mross, die Tochter von Stefanie Hertel und Stefan Mross. Das Publikum hat uns mit begeistertem Applaus beschenkt und ich war überglücklich. Im Olympia in Paris aufzutreten, da wo schon Weltstars auf der Bühne standen, das hat mächtig Eindruck auf mich gemacht und ich bin dankbar bis an mein Lebensende, dass ich das erleben durfte.

Stadlpost:  Was bewunderst du am meisten an deiner Mutter Stefanie?

Johanna:  Meine Mama zeigt sich seit 2012 so vielseitig wie nie zuvor. Angefangen hat alles mit der Teilnahme bei „Let’s Dance“ und danach folgten tolle Sendungen, zuletzt „The Masked Singer“. Sie war schon immer nicht nur eine Volksmusik- und Schlagersängerin, schon immer musikalisch facettenreich.

Stadlpost:  Stefanie, wie seid ihr bislang mit der Corona-Krise und den vielen Ausgangsbeschränkungen umgegangen?

Stefanie:  Wir nehmen die Situation, wie sie ist und versuchen, das Beste daraus zu machen. Was bleibt uns anderes übrig? Uns trifft es zum Glück nicht so hart wie andere. Wir leben auf dem Land, können mit den Hunden lange spazieren gehen oder im Garten relaxen.

Stadlpost:  Sicher habt ihr die Zeit auch kreativ genutzt?

Stefanie:  Ja, natürlich. In unserem Beruf gibt es für uns mit der Album-Produktion und den ganzen Vorbereitungen, die damit zusammenhängen, wie Videodreharbeiten auch so erst mal noch jede Menge zu tun. Dank Social Media, Radio und Fernsehen bleiben wir auch mit den Fans in Kontakt.

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CD-TIPP: Mit dem Debütalbum „Home“ (Label: Angel Road Records) empfiehlt sich Lanny Lanner auch als versierter Studio-Produzent. Eine kreative Musikreise der Hertel-Lanner-Familienformation „MORE THAN WORDS“. Wir verlosen fünf CDs. Den Gewinncoupon finden Sie auf Seite 65.

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