Stadl+STAR Interviews

 Spielberg: Jetzt ist Schluss mit wilder Ehe!

Mit einer Scheune in Bräsen erfüllte sich ein weiterer Lebenstraum!

Es war Liebe auf den zweiten Blick, denn die beiden kannten sich schon länger. Aber erst als SIE die Initiative ergriff, wurde aus den beiden ein Paar. Privat wie musikalisch.

Stadlpost: Liebe Silke, lieber Dirk, es gibt etwas Neues von euch zu berichten: Ihr feiert in diesem Jahr Jubiläum?

Dirk Spielberg: Ja, genau! Nachdem wir im vergangenen Jahr unser 20-jähriges Bühnenjubiläum als Interpreten gefeiert haben, stehen jetzt 15 Jahre FLÄMINGER MUSIKSCHEUNE Bräsen an. Diese familiäre Event-Location am Rande des Flämings, zwischen Wiesenburg und Coswig, ist in­zwischen unser zweites Zuhause geworden.

Stadlpost: Und dazu habt ihr jetzt einen verrückten Schritt gewagt?

Silke Spielberg: Zugegeben, wir haben uns in die Idee FLÄMINGER MUSIKSCHEUNE vor 15 Jahren verliebt und seitdem gewissermaßen in „wilder Ehe gelebt“. Das heißt, nachdem wir dort seit fast 15 Jahren Veranstaltungen organisieren und als Gastgeber auf der Bühne stehen, haben wir uns jetzt entschieden, auch als Betreiber das Heft in die Hand zu nehmen. Jetzt ist es Zeit für eine Art Eheschließung. Und um bei dieser Metapher zu bleiben: Die Anmeldung des Gewerbes entspricht dabei quasi dem Ehering. Damit sind wir dort jetzt offiziell die Betreiber.

Stadlpost: Ein mutiger Schritt in einer Zeit voller Überraschungen?

Silke Spielberg: Die Idee kam uns, als die erste Corona-Welle abebbte. Damals waren wir die ersten Veranstalter, die ein Hy­gienekonzept erarbeitet hatten und somit die Genehmigung für Veranstaltungen bekamen. Andere Veranstalter haben dann nachgezogen, was ja wichtig und richtig war. Ein bisschen stolz sind wir schon darauf, dass wir in Sachsen-Anhalt eine Art Trendsetter in 2020 waren.

Stadlpost: Wie habt ihr dieses kulturelle Kleinod auf dem Land, also die Scheune, damals entdeckt?

Silke Spielberg: Das ist eine rührende Geschichte und sie ist auch so tatsächlich passiert: Das war vor fast 15 Jahren. Dirk und ich fanden ein halb verhungertes Rehkitz. Wir erfuhren, dass es in Bräsen ein sehr nettes Ehepaar gibt, das sich um solche Tiere kümmert. Und so lernten wir Günter und seine Frau kennen. Das Reh fand bei ihnen im Wildgehege ein neues Zuhause. Seitdem sind wir mit den beiden befreundet. Sie hatten auch eine große Scheune. Irgendwann beschlossen wir zu viert: Die könnte man ja für Show-Veranstaltungen her­richten! Gesagt, getan. Und los ging es.

Stadlpost: Und das Reh?

Dirk Spielberg: Unsere Lisa, so wurde das Reh getauft, hat alles miterlebt. Sie hatte bis zuletzt ein schönes, artgerechtes Leben und kam immer ans Gatter, wenn wir sie besuchten.

Live FLAEMINGER MUSIKSCHEUNE

Stadlpost: Wen hattet Ihr denn schon bei euch in der FLÄMINGER MUSIKSCHEUNE Bräsen zu Gast?

Silke Spielberg: So ziemlich alles, was in Sachen Schlager und Volksmusik Rang und Namen hat. Von Lena Valaitis bis Ireen Sheer, von Patrick Lindner bis zu „Frau Wäber“ alias Hansy Vogt. New­comer wie „Die Cappuccinos“ waren da, und Ballermann-Ikone Olaf Henning holte auch sein Lasso raus. Eine der schönsten Erinnerungen ist der Auftritt von Chris Roberts. Es war damals einer seiner letzten und er wurde frenetisch vom Publikum gefeiert.

Stadlpost: Was steht denn demnächst alles auf dem Plan?

Dirk Spielberg: Auf unserer Homepage finden sich alle anstehenden Events. Wir feiern die „Mit Abstand die beste Party“, denn genauso heißt unsere aktuelle Single, die wir bald uraufführen. Als Gäste kommen Schwedens Schlagerexport Nummer eins Julia Lindholm, Sachsen-Anhalts Lokalmatador Ulli Schwinge, die Jungs von Sunrise aus Südtirol, Stimmwunder Christian Franke, aber auch die Schlagerpiloten, um nur einige zu nennen.

Stadlpost: Wie schafft ihr es eigentlich, als Paar immer so harmonisch rüberzukommen?

Silke Spielberg: Oh, wir streiten auch mal! Dann wird’s durchaus mal laut mit einer kurzzeitigen Funkstille. Aber nie zerstritten einschlafen – das ist unser Geheimnis. Ein Kuss vor dem Einschlafen und alles ist wieder gut.

CARLOS Und HAUSTIER TIGER
Hier schmust Sohn Carlos gerade mit seinem Lieblingshaustier „Tiger“

Stadlpost: Wie seid ihr denn auf den Namen eures Sohnes gekommen?

Silke Spielberg: Carlos wird 12 und hatte sich ausgedacht, genau an meinem Geburtstag auf die Welt zu kommen. Vier Wochen vor der Geburt waren wir in der Muttertagssendung bei Carmen Nebel. Dort stellten Mütter ihre Babys vor. Ein ganz süßer Fratz darunter hieß Carlos. Damit war die Entscheidung im Herzen gefallen (lacht).

CD-TIPP: Das Album „Finde den Fehler“ (da music) provoziert, verblüfft und macht neugierig. Der inzwischen sechste Longplayer der beiden überzeugt einmal mehr durch die Harmonie der Stimmen und die Lebenslust der Interpreten.

Aktuelles Album SPIELBERG Finde Den Fehler

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