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 So klingt´s in Österreich, Vorarlberg – klein, aber oho!

Wo der Bodensee, die Berge, beeindruckende Naturlandschaften, kreative Kulturmomente und die Architektur inspirieren, man weltoffen und gleichzeitig traditionell und „g´hörig“ ist…

“Heile!“ So wird man standesgemäß und traditionell im flächen- sowie bevölkerungsmäßig kleinsten Bundesland Österreichs begrüßt.

Wer in Versuchung steht, sich den Vorarlberger Dialekt anzueignen, dem sollte klar sein dass es sich hierbei um eine wahre Sisyphusarbeit handelt. Jedes Tal, ja bisweilen jede Gemeinde, hat ihre sprachlichen Eigenheiten und Färbungen und so unterschiedlich der Dialekt und die Bevölkerung, so unterschiedlich gestaltet sich auch die Musiklandschaft.

Auf einer Fläche von 2601,12 km2 gibt es nämlich weit mehr als die Bregenzer Festspiele.

Reinhold Bilgeri – „Rockprofessor“ aus Hohenems.

Hätte Corona ihm nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht, wäre der Musiker, Autor und Regisseur heuer im März zu seinem 70sten Geburtstag nach wie vor auf der Bühne gestanden.

Das Mundartlied „Oho Vorarlberg“ wurde anno dazumal zum Hitparaden-Erfolg und zur heimlichen Landeshymne. Hits wie „Video Life“ oder „Some girls are Ladies“ aus den 1980er und 1990er Jahren werden heute noch gerne im Radio gespielt.

KLOSTERTALER – 30 Jahre „OH LA LA“

Spätestens mit ihrem Sieg beim Grand Prix der Volksmusik 1993 gelingt der Alpenrock-band mit „An a Wunder hob i glaubt“ damals der große Durchbruch. Konzerte quer durch Europa machen sie zu den gefragtesten Künstlern der Volksmusikszene. 2008 gelingt dann das nächste „Wunder“. Mit dem Titel „Heimat ist dort, wo die Berge sind“ gewinnt die Band zum zweiten Mal den „Grand Prix der Volksmusik“.

Trotz des Erfolges entscheidet man sich 2010 getrennte Wege zu gehen.

Zu Früh, um die Instrumente endgültig an den Nagel zu hängen – denken sich Frontman Markus Wohlfahrt und Multiinstrumentalist Geri Tschann. Die beiden schaffen es unabhängig voneinander in eigenen Projekten im Musikbusiness erfolgreich zu bleiben.

Markus Wolfahrt – zum Nichtstun noch viel zu jung

2011 veröffentlicht der Bregenzer Markus Wolfahrt sein erstes Soloalbum im modernen Pop-schlager Bereich. Auftritte als Solokünstler bescheren ihm weiterhin einen vollen Tourplan und 2013 folgt auch ein weiteres Soloalbum.

2019 dann die große Überraschung. Mit der Band „ALPIN KG“ erfüllt sich Markus einen langgehegten Traum. Flügelhorn und Trompete werden wieder ausgepackt und gemeinsam mit jungen, wilden und hochtalentierten Musikern wird ein Album aufgenommen. Das KG steht übrigens für Klostertaler Generation.

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Foto: Dominik Beckmann/Alpin KG

Geri – der Klostertaler – Lebensinhalt ist die Musik

Auch Gerhard Tschann aus Nüziders hat sich seinen Platz in der volkstümlichen Musikszene weiterhin behalten. 2019 veröffentlicht er sein siebtes Soloalbum.

Mit seinem unverwechselbare Stil aus volkstümlichem Partysound mit modernen Rock/Pop-Elementen heizt er jede Party an. Höhepunkte seiner Shows sind Geri´s einzigartigen Solos auf Saxophon, Panflöte, Dudelsack, Steirische, Alphorn, Xylophon und Didgeridoo. 

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Foto: Geri der Klostertaler Website

Die Monroes – 4 Krawatten1 Schlagzeug1 Kontrabass1 Gitarre und 4 Stimmen aus Vorarlberg

Hanno, Alex, Andreas und David haben es sich zum Auftrag gemacht der musikalischen Ära der 50er und 60er Jahre und den altehrwürdigen Ikonen des Rock´n´Roll mit maximaler Spielfreude, mehrstimmigen Gesang und einer in Schweiß getränkten Bühnenshow ein Denkmal zu setzen.

Seit 1997 touren sie über den Erdball und haben sich bereits zur fixen Größe im Musikbusiness etabliert.

Sowohl bei der Fachpresse, als auch bei ihren Fans zählen die Vorarlberger seit Jahren zu den „Live-Kings des Rock´n´Roll“. Das weiß auch Volks rock´n´roller Andreas Gabalier, der die Männer nicht nur auf seinen Konzerten auftreten lässt, sondern sich auch gerne mal als fünftes Mitglied in die Band einbaut.

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Foto: Die Monroes Website

rüabig si“ (ruhig sein) ist, in musikalischer Sicht, auch in Vorarlberg ein Fremdwort

Genauer „hinlosa“ (hinhören) sollte man auch bei „Riedberg“ „Wirbelwind“ oder dem „Alpenstarkstrom“.

Wo diese Partybands auf der Bühne stehen gibt es vom Piz Buin – dem höchsten Punkt, bis tief in den Bodensee, dem tiefsten Punkt vom Ländle, kein Halten mehr.

Die Formationen bringen von Volksmusik über Schlagermusik, Rock/Pop bis hin zu aktuellen Hits jedes Zelt zum glühen und laden durch ihre direkte, moderate und gesellige Art zum „zäm hocka“ – zusammensitzen und feiern ein.

Am Besten den Terminkalender der Bands durchforsten, und sobald als möglich mitfeiern.

Fazit, so divers die Landschaft, die Bevölkerung und die Sprache, so unterschiedlich auch die Musik. 

Vorarlberg ist ein weltoffener Platz und Schatz im Westen von Österreich bei dem es sich auf alle Fälle lohnt genauer hinzusehen, bzw. hinzuhören.

In diesem Sinne, 

Uf Wiederluaga!