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 So klingt´s in Österreich, Tirol – „Du bist das Land, dem ich die Treue halte!“

Musikalischer Kraft- und Sehnsuchtsort im Herzen der Alpen in Tirol fühlt man sich einfach wohl. Die Bergkulisse ist traumhaft, man ist mit jedem per Du und nahezu an jedem Fleck des Landes wird man mit guter Musik verwöhnt.

Namen wie „Die Schürzenjäger“, „Hansi Hinterseer“, „DJ Ötzi“ und Co haben den Namen in musikalischer Form bereits vor Jahrzehnten in die Welt hinausgetragen und so bestimmt einen Großteil zur Bekanntheit der Alpenregion beigetragen. Doch gibt es noch unzählige Musiker mehr, bei denen es sich lohnt genauer hinzuhören. Ein paar davon möchten wir heute vor den Vorhang holen.

Tirolerisch g´spielt – #traditionampuls

Ihre Stimme ist so zart wie der Klang ihrer Harfe.

Hanna Maizner aus dem Bezirk Telfs macht seit 2006 mit ihrem Bruder, ihrem Papa und einem Freund der Familie Musik. Das Erfolgsrezept: traditionelle Instrumente wie Harfe, Hackbrett, Ziehharmonika und Percussion, die nicht nur in der traditionellen Volksmusik, sondern auch im Pop Bereich nach höchster Perfektion eingesetzt werden. Einen Namen hat sich Hanna übrigens auch mit dem Duo „Harfonie“ gemacht, wo sie gemeinsam mit einer Freundin eine große Castingshow im österreichischen TV gewinnen konnte. 

Die aktuelle Single von „Tirolerisch g´spielt“ nennt sich „Frei wie der Wind“ und bringt einen neuen Groove in die Welt der Volksmusik. 

Unser Fazit: Musikalischer Ohren- und Augenschmaus mit Gänsehautgarantie.

Matty Valentino – Was ist klein, springt wild umher und wird von allen geliebt?

Tirol und Après-Ski, zwei Worte die untrennbar miteinander verbunden sind.

Einer der dieses Gefühl lebt und damit berühmt geworden ist, ist der in Innsbruck geborene Matthias Palfinger alias Matty Valentino.

1998 beschließt der gelernte Koch in das DJ Business einzusteigen.

Nach diversen Soloprojekten gelingt dem 1,70m großen Tiroler mit dem Partyhit „Hurra die Gams“ den große Durchbruch. Seither ist der Künstler, der mittlerweile im Tiroler Inzing beheimatet ist, im Winter in den größten Skigebieten Österreichs und der Schweiz am Pult, im Sommer kann man ihn unter anderem im Bierkönig auf Mallorca finden. Übrigens wenn Matty zu Hause ist, kocht er nach wie vor gern, und zwar für seine Ehefrau und… die Katze. Mahlzeit! 😉

Stina Gabriell – Frauenpower aus der Gamsstadt Kitzbühel 

Dass nicht nur die Männer in Tirol was zu sagen bzw. singen haben beweisen unter anderem Schlagersternchen Petra Frey oder Rockröhre Hannah. 

Aber auch die taffe Frisörin Stina Gabriell hat nicht nur Kamm und Schere zu bieten. Bereits seit dem 4. Lebensjahr steht das Energiebündel auf der Bühne.

Die Liebe zur Musik bringt sie zur Gitarre und in die Blasmusik, wo sie als 1. Trompete bei der Musikkapelle den Ton angibt. Schnell wird klar, dass sich auch ihre Gesangsstimme mehr als hören lassen kann und so etabliert sich Stina im Laufe der Zeit als Sängerin bei Veranstaltungen jeder Art und Größe. Sie beginnt gemeinsam mit Partnern Lieder zu schreiben und wird auch bald fixer Bestandteil in vielen Radiostationen. 

Ihre Texte sind zugleich einfühlsam als auch zum schmunzeln. So meint Stina Gabriell in einem ihrer letzten Songs zum Beispiel: “Es keat vü mehr gschmust!“ 

Keine Frage, dass ihr so mittlerweile eine große Fangemeinde an den Lippen hängt. Weiter so!

Zillertal – das musikalischste Tal der Welt – Einfach Gewaltig!

Unzählbare Gruppen liefern sich im Zillertal nahezu täglich ein Stelldichein und verzaubern Touristen mit dem typischen „Schmiss“ – unmöglich für uns eine einzelne Formation oder einen einzigen Künstler herauszupicken.

Egal ob Schürzenjäger, JUZI, Marc Pircher, Zellberg Buam, Mayrhofner, Haderlumpen, Ursprung Buam ect. – wenn die „Mander“ auf der Bühne stehen, ist gute Laune und Temperament angesagt. Von Musikfesten, über Konzerte, vom Apré-ski zur Stubenmusik, von Almabtrieben bis hin zum traditionellen „Anklöpfeln“ im Advent, die Musik ist im Zillertal ständiger Begleiter.

Unmittelbar mit der Musik im Zillertal verbunden, ist die Geige.

Die Tradition geht bis ins 17 Jahrhundert zurück, wo Bergbauern aus reinem Zufall einen eigenen Stil kreierten. Sie bespielten das Instrument nicht nach Noten, sondern rein nach eigenem Gehör was wiederum eine ganz besondere Spielform erzeugte.

Das Spiel war von eckigen Rhythmen dominiert, den es in dieser Form sonst noch nie gab. 

Die Geige und die einzigartige Spielweise wurde in weiterer Form in die Hausmusik übernommen und hat sich später als Markenzeichen des Tales etabliert. 

Tradition mit Beständigkeit – Gut so, denn so kann man sicher gehen, dass im Zillertal auch in Zukunft weiterhin gehörig „aufgegeigt“ wird.

Nicht nur das Zillertal ist bekannt für seine Musikanten, auch in den anderen Tälern geht es musikalisch ganz schön zur Sache.

Läts Fetz – Senkrechtstarter aus dem Ötztal

2016 haben sich Emanuel, Patrick und Simon der jungen flotten Volksmusik verschrieben. Ihre offene Art, ihr Können und ihr Fleiß haben sie in Kurzer Zeit bereits einer breiten Masse bekannt gemacht. Lustige, außergewöhnliche Liedtexte heben sie zudem von anderen Mitstreitern ab. So meinen die Drei zum Beispiel „Höllawind mei alte Spinnt“ und geben zu, dass sie „Bei Locken, locker werden“ oder sind sich sicher: „Machos sein out – Tiroler sein in“.

Mit soviel Überzeugung und Spaß an der Sache steht dem großen Erfolg bestimmt nichts mehr im Wege. So let´s go – läts fetz!

Bluatschink – Heiter-kritisch-Schnulziges im Lechtaler Dialekt

Sprachlich schwer verständlich, aber zum zuhören dennoch eine Wohltat.

Die Musik vom Liedermacher Duo Toni und Margit Knittel begeistert seit Jahren Zuhörer jeder Altersklasse. Ihre Lieder sind ein Mix aus Pop und alpenländischer Weltmusik. Neben dem klassischen Programm gibt es auch Kinderkonzerte sowie Weihnachtsveranstaltungen und auch von Projekten mit anderen Musikern und Musikstilen ist man nicht abgeneigt.

Da Bluatschink – benannt nach dem Fabelwesen Bluatschink das im Lech hausen soll – ist immer mit hundert Prozent Herz bei der Arbeit und wer ihn schon mal gehört hat der weiß, der Funke springt vom ersten Ton an über. 

30 Jahre Bühne und kein bisschen leise – was da noch kommt? Man darf gespannt sein.

Seitenweise könnte man die Liste an guten Musikern und Bands aus dem Tirolerland noch fortsetzten. In diesem Beitrag blicken wir noch in den Bereich Austropop, denn auch der findet nicht nur in Wien statt.

Martin Locher – Liedermacher aus dem Tiroler Inntal

Er ist kein typischer Musiker. Er ist nicht laut, überdreht oder rampenlichtsüchtig – im Gegenteil: 

Er ruht in sich selbst und genau so klingen auch seine Lieder. Die Texte sind ehrliche Geschichten die das Leben so schreibt, seine Gitarrenklänge berühren Herzen. Kein Wunder, dass sich Martin Locher schon Jahrzehnte einen Fixplatz in der österreichischen Musiklandschaft gesichert hat.

Unzählige Liveauftritte und Radioeinsätze sind für den sympathischen Musiker aber noch lange kein Grund sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Auf seiner To-Do Liste stehen zum Beispiel noch Vorhaben wie eine Filmmusik zu komponieren, ein Hörspiel auf die Bühne zu bringen oder ein Kurzgeschichten-Buch zu schreiben. Mit seiner Lebenseinstellung und seinem Können – bestimmt kein Problem.

Die Tiroler und ihre Musik – traditionsbewusst, zukunftsorientiert, stark eigenwillig, aber auch charmant. Eine Harmonie der Gegensätze der man in lauter, und leiser Minute immer gerne lauscht.