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Schlagerstar Christian Anders feiert Geburtstag

Wir wünschen Christian Anders alle Gute zu seinem 73. Geburtstag.

Viele seiner Weggefährten sind nicht mehr. Grund genug für den Sänger, auch über seine eigene musikalische Zukunft nachzudenken …

 

Anlässlich seines Geburtstags veröffentlichen wir das Stadlpost-Exklusiv-Interview:

STADLPOST: Lieber Herr Anders, es läuft ja musikalisch nach wie vor richtig gut für Sie, oder …?
CHRISTIAN ANDERS: Das kann man so sagen. Es läuft sogar bestens. Mit dem Lied „Das schwarze Hemd“ stehe ich derzeit auf Nummer eins der österreichischen Diskotheken-Charts. Im Sommer hab ich beim Hamburger Schlagermove vor über 400.000 Menschen gesungen und erst kürzlich an der radio B2 SchlagerParty XXL teilgenommen. Ein Riesenspaß!

STADLPOST: 400.000 Leute! Schlager ist wirklich ein Massenphänomen!
CHRISTIAN ANDERS: Das war kurz nach diesen Krawallen zum G20-Gipfel. Der Move hat gezeigt, dass es durchaus möglich ist, dass so viele Menschen auf einmal ganz harmonisch miteinander feiern können. Ich würde sagen: Jeder Schlager ist wie eine Botschaft des Friedens. Bei Rockkonzerten geht es da bestimmt eher mal rustikaler zu.

 

STADLPOST: Und das alles, obwohl Sie von den Medien ja nicht gerade wahnsinnig unterstützt werden?
CHRISTIAN ANDERS: Damit musst du eben rechnen, wenn du deine Meinung offen sagen willst und auch mal kritische Worte riskierst. Egal, ob sich das auf Politiker wie Frau Merkel oder Kollegen bezieht. Ich nenne dieses Phänomen der künstlerischen Ausgrenzung auch gerne „das vernebelte Schmiergeld-Fernsehen“ (lacht).

STADLPOST: Die Fans lassen sich aber davon nicht beirren?
CHRISTIAN ANDERS: Es gibt einfach eine riesige Schlager-Fangemeinde, die sich nicht von irgendwelchen Entscheidern an oberer Stelle veräppeln lässt. Ich sage immer: „Du kannst dem Publikum nichts aufzwingen.“ Und ich habe das Glück, dass ich immer Nummer-eins-Hits abliefere.

STADLPOST: Und wie war das in den goldenen Schlagerzeiten der 70er?
CHRISTIAN ANDERS: Da hatte ich ein Lied, das niemand haben wollte. 1969 wurde es dann doch veröffentlicht. Es war „Geh nicht vorbei“ und hat mich damals über Nacht zum Millionär gemacht!

STADLPOST: Über Ihren Umgang mit Geld gibt es ja legendäre Geschichten.
CHRISTIAN ANDERS: Einmal habe ich einen Koffer mit einer Million in einem Taxi vergessen. Dieter Thomas Heck saß mit im Wagen und fiel aus allen Wolken, weil ich mich darüber nicht aufregte. Wir sind dann zurückgehfahren, um den Koffer zu suchen. Er war noch da!

STADLPOST: Sie basteln gerade wieder an einem neuen Album?
CHRISTIAN ANDERS: Ja, das kommt etwa in einem Monat. Ich bin 72 und will ja nicht ewig singen. Deshalb habe ich mir überlegt, irgendwann auch eine Abschieds-CD-Box für die Fans zu machen.

 

 

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