STAR Biographien

Ricky King

Als erster Instrumentalist in der Geschichte der Europa-Verleihung des Saarländischen Rundfunks wurde Ricky King 1977 mit der GOLDENEN EUROPA ausgezeichnet

Geboren am 12. März 1946 in Rastatt, brachte sich Ricky King als Kind die Gitarre spielen selbst bei, quasi autodidaktisch. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er eine Lehre zum Radio- und Fernseh-Techniker und begann parallel dazu ein Musikstudium an der Musikhochschule Karlsruhe. Eigentlich wollte Ricky King Gitarrenlehrer werden – doch das Schicksal hatte einen anderen Lebensweg für ihn parat. Sein Examen zum staatlich geprüften Musikpädagogen legte er im Jahr 1971 ab.

Drei Jahre nach seinem klassischen Studium mit Staatsexamen, konnte man ihn 1973 in den Gruppen Joy Unlimited und Hitkids hören. Drei Jahre später legte er seine erste eigene LP vor. Zusätzlich arbeitete Ricky King als Studiomusiker für deutsche Schlagerkünstler wie Paola, Roberto Blanco und Costa Cordalis.

Die 1976 veröffentlichte Single „Verde“ machte Ricky King als Solokünstler schnell zum Star. „Verde“, eine Coverversion eines Titels der Oliver Onions, das ursprünglich die Eingangsmelodie einer italienischen Fernsehdokumentation mit dem Titel  „Quaranta giorni di libertà“, erreichte die deutschen Top 10, sowie in Österreich Platz 4 und in der Schweiz Platz 1.  Auch die folgende Single „Le Reve“, eine spanische Gitarrenmelodie aus dem 19. Jahrhundert, die unter anderem als Romanza oder Romance Anónimo bekannt wurde, erreichte in allen drei Ländern die Top 10.  Weitere Singles in den deutschen Top 50 waren „Mare“ und „Maria Elena“.

Natürlich sind Ricky Kings persönliche Erinnerungen stets in den Songs mit eingeflochten. „Wenn man persönlichen Erinnerungen und Atmosphären von Situationen einspielt“, so Ricky, „dann zeigt sich etwas, das einen Musiker von anderen Musikern unterscheidet: Es ist nämlich entscheidend, ob man das, was man fühlt, das, was man im Herzen hat, auch mit Verstand und Seele übertragen kann – und dass der Hörer das auch spüren kann. Einspielen kann das jeder, aber oftmals fehlt der Funke.“ Eben das ist es, was Ricky Kings Musik so besonders macht: der besondere Funke, der überspringt.

Ricky King war im Laufe seiner Karriere bisher mit zehn Langspieltonträgern hochplatziert in den Charts. Die bisher erfolgreichste LP war mit über 800.000 Einheiten die Produktion „20 Welthits im Gitarrensound“.

Er dürfte wohl der einzige Instrumentalist sein, dem es gelungen ist, insgesamt sieben Single-Hits in die Charts zu bringen, drei davon Top-Ten (Verde, Le Reve, Haley, Hey Louise).

Die bisherigen Verkaufserfolge von Ricky King, über 6.5 Mio verkaufte Tonträger, sprechen eine eigene Sprache. Kein anderer deutscher Instrumentalist hat auch nur annähernd solche Verkaufszahlen erreicht.

Auch die Alben Ende der 70er erreichten die Charts – so erhielt „20 Welthits im Gitarrensound“ in Deutschland den Platinstatus. Mit „Haley, hey Louise“, dem ersten großen Hit aus der Feder von Dieter Bohlen und ebenfalls produziert von selbigem, schaffte es Ricky King 1982 auf Position 14 der Charts. Weiter erhielt er die „Goldene Stimmgabel“, das „Goldene Label“, die „Goldenen Europa“ und eine Umfrage durch die Zeitschrift „Der Musikmarkt“ platzierte den Gitarristen zum „erfolgreichsten Instrumentalisten“

Kings Gitarreninstrumentals lehnen sich an den Stil der 1950er und 1960er Jahre an. Seine Vorbilder dafür sind Hank Marvin (Gitarrist der Band The Shadows), Ventures und The Spotnicks. King setzt auf der Bühne meist eine Fender Stratocaster ein.

Wenn er seine besonderen Melodien entwickelt, hat Ricky immer bestimmte Bilder vor sich, die er in sein Songmaterial einbettet. Sein besonderes Gespür für die Substanz und Seele der Musik wird aber in gleichem Maße durch grandiose, instrumentale Neuinterpretationen älterer Klassiker demonstriert.

Ricky King hat in seiner Karriere so viele Strömungen und Stile mitbekommen und ist im Laufe der Jahre immer quer durch all diese hindurch geschwommen. Wie jeder weiß, ist Musik in den besten Fällen einfach zeitlos, erschöpft sich nicht und wird auch nie veralten – so auch Rickys Gitarrenkunst. Kunst deshalb, weil sie gezielt nicht an Modetrends gebunden ist, sondern wie ein Fels in der Brandung der Musikwelt steht und sich immer wieder durchsetzt. Sie ist schlicht und einfach zeitlos.

Es ist unglaublich, wie lange dieser Mann schon die Bühnen dieser Welt rockt, wobei rocken es musikalisch nicht ganz trifft, denn es sind meist die leiseren, träumerischen Melodien, für die ein Millionen-Publikum ihn seit Jahrzehnten liebt. Immer wieder gelingt es dem gebürtigen Baden-Württemberger, die schönsten Melodien aus der Feder anderer Komponisten für Gitarre überraschend neu zu arrangieren und auch selbst zahlreiche eigene Kompositionen zu schaffen.

Ricky Kings Musik ist ebenso schön wie zeitlos – das beweist er auch mit seinem aktuellen Album „Blue Diamonds“

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