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 Neues von Die Edlseer: Die nächste Generation steht schon bereit!

30 Jahre lebten sie ihren Traum – jetzt sehnen sich die drei Steirer nach ihren Fans und der Bühne

Stadlpost:  Fritz, euer neues Album „ECHTE FREIND“ ist seit Juli auf dem Markt …

Fritz:  Der Plan, 2020 eine neue CD herauszubringen, stand schon lange fest, mit der Titelauswahl haben wir uns diesmal aber ungewöhnlich lange Zeit gelassen. Eigentlich wollten wir schon im Spätherbst 2019 mit den Studioarbeiten beginnen – aber irgendwie war letztes Jahr der Kopf nicht frei.

 Stadlpost:  Hat Corona auch die Titel-
auswahl am neuen Album beeinflusst?

 Fritz:  Eigentlich ja – denn ein paar Titel haben auf einmal eine ganz andere Bedeutung für uns bekommen. Zum Beispiel „I schau in Boch noch“– dieses Demo lag schon eine ganze Weile bei uns auf und wurde immer wieder intern diskutiert. Als wir dann alle plötzlich zu Hause gesessen sind, unverhofft Zeit hatten und uns mit Themen beschäftigt haben, die wir bis dahin vernachlässigt hatten, da hat dieser Titel auf einmal wie die Faust aufs Auge gepasst.

 Stadlpost:  Ihr seid auch privat „ECHTE FREIND“?

 Fritz:  Auf jeden Fall. Manfred, Andreas und ich kennen uns seit der Kindheit, sind im selben Dorf aufgewachsen und haben fast unser ganzes Leben miteinander verbracht. Wir sind eigentlich wie Brüder. Auch wenn’s mal etwas schroffer wird – ohne einander geht’s gar nicht. Es ist auch so, dass die Lebensgefährtin von Andreas die Firmpatin meines ältesten Sohnes Michael ist, meine Frau die Taufpatin von Andreas’ Tochter und Manfred der Firmpate von Nico, meinem 17-jährigen Sohn. Das zeigt schon ganz deutlich, dass wir auch abseits des Bühnenlebens ganz enge Bande knüpfen. 

 Stadlpost:  Wie geht es euch denn derzeit, so ganz ohne große Bühne?

 Fritz:  Wir vermissen unsere Fans und das Gefühl, auf der Bühne zu stehen unglaublich. Am Ende einer Saison, also eigentlich nach unserer Weihnachtstour, freust du dich wahnsinnig, einmal ein paar Tage ohne den ganzen Trubel. Dann kommt der Jänner und die Ideen für die neue Saison fangen an zu wachsen, du spürst, dass es Zeit ist, wieder loszulegen. Und dann kam dieses Mal eben Corona. Je länger die Krise dauert, desto mehr fehlt uns das Musikantenleben. 

 Stadlpost: Ihr habt also eine Riesensehnsucht nach den Fans?

 FRITZ:  Ja! In Zeiten wie diesen schätzt man noch mehr, dass man seit fast 30 Jahren einen Traum leben darf und merkt, dass wir den Weg richtig verfolgt haben. Ich könnte mir nicht vorstellen, einen anderen Beruf auszuüben, der mir annähernd so viel Freude bereitet.

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Fritz’ Jüngster Lorenz will immer mit dem Papa auf die Bühne

 Stadlpost:  Was tut sich eigentlich bei deinem Nachwuchs? 

 FRITZ:  Ich habe zwei Söhne im Alter von 20, 17 und einen Nachzügler mit knapp vier Jahren. Nico, meinen mittleren Sohn, hat die Bühnenleidenschaft auch schon im Volksschulalter gepackt. Einige Jahre durfte er bei besonderen Anlässen gemeinsam mit mir unseren Titel „VOTA“ im Duett singen und uns bei Konzerten begleiten. Jetzt lässt sich schon der kleine Lorenz kaum davon abhalten, bei jeder Gelegenheit mit uns auf der Bühne zu stehen. Das können wir aber nur ganz selten zulassen – denn er stiehlt uns ja sonst die Show! (lacht)

Cover EchteFreind Klein

CD-TIPP: Seit 27 Jahren gemeinsam unterwegs: Mit ihrem 30. Album „Echte Freind“ feiern die EDLSEER mit 13 brandneuen Titeln ihre Freundschaft. Bestellbar bei www.edlseer.at. Label: HERA music

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