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Natalie Holzner im Paradies: Hochzeit, neues Album und ein eigenes Fest

Es fühlt sich gut an, verheiratet zu sein!

Natalie Holzner ist 25 Jahre alt, kommt aus Voitsberg in der Steiermark und singt für ihr Leben gern. Seit ihrem allerersten Auftritt im Rahmen der “Wunsch ans Christkind”- Aktion 2005 durch den Bürgermeister der Stadt, ist die Musik und die Showbühne aus Natalie’s Leben nicht mehr wegzudenken.

Ihre Oma ermöglichte Natalie die erste CD Aufnahme, und es folgten Auftritte beim Grand Prix der Volksmusik in den Jahren 2007-2009. Auch beim Musikantenstadl in Innsbruck und beim Silvesterstadl in Graz konnte Natalie ihrem großen Traum nachgehen und ihr Publikum begeistern. Mit der Matura im Gepäck, nahm sich Natalie einige Jahre Auszeit, um ihr Studium am Mozarteum Salzburg erfolgreich abzuschließen. Gleich darauf knüpfte Natalie aber an alte Erfolge an, und ihr gelang ein musikalisches Highlight mit dem Einzug ins Finale der Castingshow “Herz von Österreich” mit ihrer eigenen Version des Klassikers von Nicole “Ein bisschen Frieden”. Über die Jahre hat sich Natalie musikalisch und privat stets weiterentwickelt. Sie steht mit beiden Beinen fest am Boden und versteht es, egal ob in den Klassenzimmern der NMS Stallhofen oder auf großen Showbühnen ihr Bestes zugeben. Dabei sind ihre Songs erfolgreicher denn je, in sämtlichen Radiostationen vertreten und wie sie selbst sagt “Zu 100% ich”. Mit ihrem Ehemann schreibt sie nicht nur einen Großteil ihrer Lieder selbst sondern auch für namhafte Künstler im deutschsprachigen Raum. (u.a: Zillertaler Haderlumpen, Anita & Alexandra Hofmann, …) 2017 war ein besonderes Jahr für Natalie, musikalisch und privat, denn sie heiratete im Sommer ihre große Liebe und präsentierte das Album “Bilderbuch”, dessen Titelsong den Weg in die vorderen Ränge der Airplaycharts in D und Ö schaffte.

 

STADLPOST hat Natalie jetzt zum Exklusiv-Interview getroffen. Darin verrät sie uns wie sich das Eheleben anfühlt, warum sie gerne Lehrerin ist und wie sich das mit einer Karriere als Sängerin vereinbaren lässt:

STADLPOST: Liebe Natalie, wir verfolgen deine Karriere jetzt schon länger. Zuletzt haben wir dich beim „Wenn die Musi spielt“-Winter Open Air gesehen. Wie war das für dich?

Natalie: Das Musi Open Air ist eines der wichtigsten Events in der Schlager & Volksmusik-Szene. Da wollte ich schon als ich ein kleines Kind war immer dabei sein. Ich war auch wirklich überrascht, dass die so genannte „Musi-Familie“ nicht nur ein Gerücht ist, sondern die gibt es wirklich – von der Maske über die Bühnentechniker bis hin zum Publikum natürlich. Wenn du dort auf die Bühne gehst, wirst du wirklich getragen von der tollen Stimmung. Es sind alle mit großer Begeisterung dabei – so wie ich.

Du gibst auch Benefizkonzerte. Welche Projekte liegen dir da besonders am Herzen?

Besonders wichtig sind mir Projekte die mit Kindern zu tun haben weil ich finde dass es total wichtig ist, dass den Kindern in unserer Gesellschaft geholfen wird. Ich war gerade erst beim Benefizkonzert für den kleinen Niklas dabei, der einen neuen Rollstuhl gebraucht hat, den die Eltern aber nicht bezahlen konnten. Ich finde es irrsinnig schade, wenn es für solche notwendige Unterstützungen für Kinder keine finanziellen Mittel gibt. Da können Eltern oft nicht alles leisten, was notwendig ist, wenn ihrem Kind körperlich oder geistig etwas fehlt. Gerade diesen Kindern möchte ich mit meinem Engagement eine Möglichkeit geben dass sie ihr Leben so schön wie möglich leben können.

In einem Titel von dir geht es um das „Paradies“. Wie stellst du dir das Paradies vor?

Auf der einen Seite gibt es für mich natürlich das kitschige Paradies mit Palmen, Strand und Meer. Auf der anderen Seite kann das Paradies überall sein, je nachdem wo man sich gerade wohlfühlt. Für mich ist das oft die Bühne eine Art Paradies, wenn ich dann hinunter schaue auf die Leute die begeistert sind von dem, was ich mache. Bei dem Song „Gestrandet im Paradies“, den ich mit meinem Mann gemeinsam geschrieben habe, war es in dem Moment gerade unser Wohnzimmer. Wo ich mich gerade glücklich und aufgehoben fühle, ist das Paradies für mich – ob das im Wohnzimmer ist oder auf einer Hütte oder am Strand ist egal. Da hat wohl jeder sein eigenes Paradies.

Wenn du gerade deinen Mann erwähnst: Du hast ja gerade geheiratet. Wie ist es denn so in der Ehe?

(lacht) Gott sei Dank nicht anders als vorher! Es war uns beiden auch wichtig, dass wir nicht die große Nummer daraus machen dass wir heiraten, weil es ändert sich ja dadurch nichts. Man sagt für immer „ja“ zueinander und hofft dass man das Miteinander möglichst lange gemeinsam erleben kann. Ich genieße es einfach, dass ich jemanden an meiner Seite habe, mit dem ich die Liebe zur Musik teilen kann und der einfach voll und ganz vor mir, hinter mir und neben mir steht, egal wann und wo man sich gegenseitig braucht. Ich glaube wir ergänzen uns ganz gut!

Beruflich bist du ja Lehrerin. Was unterrichtest du?

Ich bin AHS-Lehrerin (Allgemeinbildende Höhere Schule, Anm.) für Deutsch und Musik. Derzeit habe ich 10 bis 14-jährige Schüler. Jede Altersgruppe hat natürlich auch so ihre Herausforderungen, aber ich bin wahnsinnig gerne Lehrerin. Ich sehe das ähnlich, wie wenn ich auf der Bühne stehe: Man muss einfach überall ein bisschen Entertainer sein. In der Schule möchte ich die Kinder motivieren. Natürlich kann ich zum Beispiel die Grammatik und Satzlehre nicht ändern, so dass das wirklich Spaß macht, aber ich kann das auf eine Art und Weise vermitteln, dass die Kinder mitmachen können. Vor allem auch im Musikunterricht ist es toll wenn wir gemeinsam was singen und ich sehe, dass die Kinder zu strahlen beginnen, wenn sie selbst etwas singen dürfen. Das ist das Schönste für mich und deshalb ist der Beruf auch die perfekte Ergänzung zu meinem Nebenberuf als Sängerin. Ich hoffe, dass sich das auch weiterhin so gut vereinbaren lässt.

Mal ehrlich: wie bekommst du die Schüler wirklich in den Griff? 10 bis 14-Jährige sind ja manchmal nicht so einfach zu „bändigen“…

Das stimmt zum Teil. Aber meine Schülerinnen und Schüler merken schon wenn ich in die Klasse komme, dass sie sich bei mir nicht spielen können. Ich bin für einen Spaß immer zu haben, aber sie wissen auch wo bei mir die Grenzen sind die sie nicht überschreiten dürfen. Da gibt es dann auch klare Konsequenzen, weil ich es auch wichtig finde dass Kinder klare Regeln lernen, denn im späteren Leben können sie sich ja auch nicht alles erlauben. Ich merke bei meinen Schülern, dass sie am besten zurechtkommen, wenn sie genau wissen woran sie sind. Und so funktioniert die Zusammenarbeit auch sehr gut.

Was sind deine nächsten Projekte? Was planst du in Zukunft?

Momentan bin ich dabei meine zweite eigene Veranstaltung zu organisieren. Ich habe im Dezember ein „Weihnachten dahoam“ in meinem Heimatort veranstaltet und jetzt am 14. April wird es „Frühling dahoam“ in der Steinhalle in Lannach in der Steiermark geben, wo ich herkomme. Mir macht es einfach Spaß, dass ich meine eigene Veranstaltung auf die Beine stellen kann. Ich habe mir tolle Künstler dazu eingeladen wie zum Beispiel Udo Wenders. Wichtig ist mir, dass ich dort auch mit Künstlerkollegen gemeinsam auftreten und musizieren kann. Das ist derzeit mein Hauptprojekt neben vielen anderen Dingen und vor allem Auftritten wie zum Beispiel beim „Thermen Open Air“ in Bad Füssing im Juli oder beim „Musi-Fest“ in Umag im September wo ich ja letztes Jahr den Wettbewerb gewonnen habe. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn ich die Songs von meinem neuen Album dem Publikum präsentieren kann.

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