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 Musikstunde mit der Filzmooser Tanzlmusi!

Hier gibt es eine Gratis-Unterrichtsstunde in Sachen Musikgeschichte von traditionellen Künstlern. Die drei Rettenwender-Brüder setzen sich intensiv mit echter Volksmusik und ihren Wurzeln auseinander. Das liest sich sehr interessant – und klingt noch viel besser!

Tanzlmusi – eigentlich weiß jeder, was das ist. Aber keiner kennt ihre Herkunft. Tanzlmusi ist auf alle Fälle ein Garant für echte, traditionelle Volksmusik, für Lebensfreude, für Heimat, Brauchtum, Ursprung und tiefe Wurzeln. Die Gruppe „Filzmooser Tanzlmusi“, die bereits 1984 vom Vater der drei jetzigen Musikanten Gustl, Norbert und Nikolaus „Nigg“ Rettenwender gegründet wurde, hat diese Wurzeln, dieses Selbstverständnis für das Echte! Die allerersten Erwähnungen von „Tanzlmusi“ gab es in der Renaissance im 16. Jahrhundert, als sich neben der höfischen Musik des Adels auch die Volksmusik für die einfachen Leute herauszubilden begann. Tanz war damals ein Vergnügen für alle Schichten. Und dass man dazu eine TANZLMUSI brauchte, ist nur allzu verständlich.

Mit dem unverwechselbaren Klang der „Filzmooser Tanzlmusi“, in der Originalbesetzung Klarinette, steirische Harmonika und Posaune, präsentieren uns die drei Musikanten aus dem Pongau auf ihrem neuen Album „A Musi für Di“ vierzehn Titel, die schwungvoll, unkompliziert und liebenswert sind. Nicht umsonst erkennen die zahlreichen Fans aus dem In- und Ausland „ihre“ Filzmooser Tanzlmusi bereits nach wenigen Takten. „Bleibt wie ihr seid!“, „Bitte mehr von den Melodien aus eurer wunderschönen Heimat!“ So klingen die Wünsche der Fans im Allgemeinen. Dabei ist es egal, ob es die zünftige Hochzeit der Filzmooser Skikönigin und Dancing-Stars-2020- Gewinnerin Michaela Kirchgasser ist, ein Musikantentreffen beim noblen Stanglwirt in Going oder ein Auftritt bei der Unicef-Gala für die „Kinderherzen“ (denen sie auf dem Album einen eigenen, sehr tiefgründigen Titel gewidmet haben). Nicht ohne ein wenig Stolz sind die Filzmooser Mitbürger auf ihre Tanzlmusi, wenn sie das Bundesland Salzburg immer wieder als Aushängeschild von guter, bodenständiger Volksmusik vertreten dürfen: „Mei liabste Weis“, „Klingendes Österreich“ oder „9 Plätze – 9 Schätze“ sowie Dauergäste bei Wunschsendungen in ORF Radio Salzburg und Steiermark. Das sind alles keine Zufälle, sondern vielmehr das Ergebnis von glaubwürdigem Musizieren!

Die Menschen, und nicht nur die älteren, sehnen sich gerade in unsteten Zeiten immer stärker nach Traditionen und Werten, an denen man sich orientieren kann. Das jahrhundertealte Brauchtum wird mehr und mehr wieder entdeckt und gepflegt, alte Volksweisen hergenommen und in zeitgemäßes musikalisches Gewand gesteckt. Titel wie „Filzmooser Kindl“, „Dachsteinpolka“, „Die Musi wer ma mitnehmen“ und noch weitere sechs Nummern stammen aus eigener Feder von den drei Filzmooser Brüdern. „Nigg“ – abgeleitet von Nikolaus (der Name geht auf drei Generationen Musiker zurück und lebt im Sohn weiter) – über „A Musi für Di“. Die Brüder zu ihrer neuen CD: „Dieses neue Album war uns besonders wichtig. Gerade in Zeiten, wo viele Dinge so ungewiss daherkommen, haben wir in den Familien erkannt, was eigentlich wirklich zählt! Zeit mit den Kindern, die uns mit ihren offenen Herzen und grenzenloser Ehrlichkeit begeistern. Zeit für Echtes, für Tiefe und Kraft! Wir hoffen sehr, dass ihr das in unseren Liedern auch spüren werdet.“

CD-TIPP: Auf der aktuellen CD der Filzmooser Tanzlmusi „A Musi für di“ (MCP) findet sich die ganze Bandbreite traditioneller Volksmusik. Vom „Geburtstags-Boarischer“ bis zur „Dachstein Polka“.

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