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 Melissa und die Macht der Fans

Melissa Naschenweng ist die Schöpferin des „LederhosenRock“

Es gehört Schneid dazu, so was zu wagen: Die Fans von Melissa Naschenweng haben im Vorfeld der Sendung „Schlagerchampions 2021 – Das große Fest der Besten“ eine Revolution / einen Aufstand angezettelt.

Da Melissa – als zweiterfolgreichste österreichische Künstlerin direkt hinter Andreas Gabalier – nicht berücksichtigt wurde, riefen die Melissa-Fans zu einem Sendungsboykott auf („Wir Fans sollten ein Zeichen setzen“). Anstatt, wie es viele andere Künstler*innen getan hätten, ihre Fans zurückzupfeifen, stärkte Melissa diesen sogar den Rücken: „Meine pinke Lederhose zieh ich für niemanden aus!“, stellte sie unmissverständlich klar. „Sie ist und bleibt mein Markenzeichen!“

Ihr Credo: „Am Ende entscheidet das Publikum, wer sich gefeiert fühlen darf, und Österreichs erfolgreichste Künstlerin zu sein, reicht mir vollkommen aus! Ich hab’s bisher auch ohne dieses Format geschafft!“, bekräftigt sie. „Auf jedem Kirchtag muss man net tanzen, und dass man sich für nichts und niemanden verbiegen lassen soll, hab ich von meinen Großeltern gelernt! Sie sind meine wahren ‚Champions‘“, so Melissa weiter. Nun kann natürlich niemand einen Anspruch ableiten, um bei den „Schlagerchampions“ dabei zu sein. Aber: Im Falle einer Melissa Naschenweng sprechen alle Fakten für sich. Und warum sollte in den Silbereisen-Shows, in denen „Regenbogenfahnen“ geschwenkt werden, ausgerechnet eine pinke Lederhose die Zuschauer*innen verschrecken. Viel Lärm um nichts, meinen Sie? Die 4,91 Millionen Zuschauer*innen markieren einen neuen Tiefstand in der „Schlagerchampions“-Geschichte. Man unterschätze nie die Macht der Fans.

Herzlichst, Andy Tichler Smago!

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