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 Martin Locher: Songs aus dem Schlafzimmer

Ein Mann und seine Gitarre. Der Tiroler Martin Locher singt Lieder in Mundart – das ist sein Markenzeichen.

Martin Locher ist ein ruhiger Typ, bis zu dem Moment, wenn er die Bühne betritt. Ungekünstelt ist seine Musik, ehrliche Lieder aus seiner Feder berühren die Zuhörer*innen.

Die Leidenschaft für die Musik entdeckte Martin schon früh. Zuerst trommelte er auf Kochtöpfen, dann versuchte er sich als Orgel-, später als Klavierspieler und schließlich – „weil man das Klavier so schlecht zu Grillfesten mitnehmen kann“ – als Gitarrist und Leadsänger. Vor Jahren tippte ihm jemand nach einem Konzert in einer Kleinstadtbar auf die Schulter und sagte: „Ich bin Produzent und würde gerne mit dir arbeiten.“ Vor ihm stand Jürgen Koppers, der bereits Musikgrößen wie Eros Ramazzotti, Joe Cocker oder Laura Branigan produzierte. 2006 unterschrieb Martin dann seinen ersten Plattenvertrag unter der Voraussetzung, dass er „Lieder im österreichischen Dialekt“ schreiben und singen darf. Und so entstand sein erstes Album „s’lebm“.

Daheim Im Zimmer 3 4c
In Kolsass entstand das dritte Album – das war der Quarantäne geschuldet

Martin Lochers Musik ist kein Pop, kein Schlager und auch kein klassischer Rock. Er selbst bezeichnet seinen Stil als „österreichische Musik“. Das trifft es ganz gut, denn sein Lied „Zeit um zu wenden“ wurde auf der CD „I am from Austria“ gemeinsam mit Hits von Ambros, Fendrich, Danzer, Cornelius und Co. veröffentlicht. 2010 schrieb er sein zweites Album „es is wie’s is …“, das im Juli 2011 veröffentlicht wurde. Liveauftritte sind ihm wichtig: „Zwei durchgeschwitzte Hemden am Abend und ein Muskelkater am nächsten Tag – DAS ist Rock’n’Roll“! Diese Begeisterung spürt das Publikum.

Martin Locher freut sich auf die nächsten Jahre und alles, was noch kommt. Wie die Musik für einen Film zu komponieren, ein Hörspiel auf die Bühne zu bringen oder ein Kurzgeschichtenbuch zu schreiben.

Am 5. Februar 2021 erschien nun das dritte Album mit dem Titel „Hamweh“. Die Quarantäne machte es möglich. Entstanden ist es im Schlafzimmer. „Hamweh“ bedeutet für Martin Locher nicht unbedingt das Gefühl nach einem Ort, sondern vielmehr die Sehnsucht und Erinnerungen an eine Zeit, an Menschen und Begegnungen. 

CD-TIPPs: Seit dem 5. Februar ist das dritte Album von Martin Locher erhältlich. Der Titel: „Hamweh“ (Artists & Acts / Universal Music). Songs voller Kraft und Emotion – natürlich im Dialekt. Mit Kollegin Sara de Blue gibt’s die Single-
Auskopplung „Lass di treibm“. Ein starkes Duett mit Gänsehaut-Feeling!

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