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Marshall & Alexander: „Zwölf Punkte – Twelve Points – Douze Points – Dodici Punti!“

Ein Lied von und für Papa Tony!

Marshall & Alexander, das Gesangs-Duo aus Baden, sind prädestiniert, die großen Hits der größten Musikshow der Welt zu präsentieren! Und das haben sie auch! – Am Dienstag, 27. August 2019, Mittwoch, 28. August 2019 und Donnerstag, 29. August 2019, hieß es auf der Freilichtbühne der Volksschauspiele in Ötigheim bei Rastatt ( Baden), wieder: „Zwölf Punkte – Twelve Points – Douze Points – Dodici Punti für Marshall & Alexander – und für Ötigheim!“

Beim Konzert der beiden großartigen Sänger Marshall & Alexander, als sie das Beste vom Grand-Prix & ESC („Eurovison Song Contest“) aus der Vergangenheit, an den drei Konzertabenden, ihren vielen, vielen Fans präsentierten!

Mit ihrer stimmlichen Vielseitigkeit konnten sie tatsächlich die ganze Historie dieses weltweiten Ereignisses abdecken.

Ob „Ein Bisschen Frieden“ von Nicole (1982), „Apres Toi“, Vicky Leandros (1972), „Nur die Liebe lässt uns leben“, Mary Roos (1972), das Repertoire von Marshall & Alexander war riesig! Sogar Katja Ebstein mit „Theater“ (1980) wurde interpretiert oder auch die „Monnemer Röhre“, Joy Fleming mit „Ein Lied Kann Eine Brücke Sein“ und sogar Gildo Horn fand seinen Platz im Konzert! – Es folgten „Tausend Fenster“ von Karel Gott (Austria ESC 1968) und „WATERLOO“ von ABBA im Jahre 1978.

In über sechs Jahrzehnten wurden unzählige Grand Prix Geschichten geschrieben. Karrieren wurden geboren und Karrieren wurden beendet, bevor sie überhaupt begonnen hatten. Und über allem stehen und standen die großen Hits, denen sich niemand entziehen konnte und kann.

Ergänzt wurde das Gesangs-Duo Marshall & Alexander von dem irischen Sänger und Komponisten Johnny Logan, eigentlich Seán Patrick Michael Sherrard O’Hagan,  geboren am 13. Mai 1954 in Frankston bei Melbourne.

 

Seine größten Erfolge feierte Johnny Logan beim „Eurovision Song Contest“. 1980 gewann er in Den Haag den Wettbewerb mit dem von Shay Healy komponierten Titel „What’s Another Year“. Auch bei seiner zweiten Teilnahme 1987 in Brüssel gewann er. Der Siegertitel „Hold Me Now“ stammte aus seiner Feder. Logan trat mit der Ballade an, obwohl seine Ehe wenige Tage zuvor zerbrochen war. Das Lied hatte er für seine Frau geschrieben.

Im Jahr 1992 komponierte er den irischen Beitrag „Why Me?“, mit dem die Sängerin Linda Martin den „Eurovision Song Contest“ für sich entscheiden konnte. Bereits 1984 war Linda Martin im Wettbewerb, mit dem ebenfalls von Logan komponierten „Terminal 3“, Zweite geworden.

Johnny Logan begeisterte seine Fans in Ötigheim mit „What´s Another Year (1980) und “Hold me now” (1987). Zusammen mit Marc Marshall & Jay Alexander folgte dann ein gemeinsames Medley von Liedern.

Der „Eurovision Song Contest“ (ESC; deutsch „Eurovision-Liederwettbewerb“; bis 2001 in Deutschland unter dem französischen Namen „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ geführt, ist ein internationaler Musikwettbewerb von Komponisten und Textdichtern, vorgetragen von Gesangsinterpreten, der seit 1956 jährlich von der Europäischen Rundfunkunion (EBU), im Rahmen der Eurovision, veranstaltet wird. Die Anregung dazu war vom „San Remo-Festival“ beeinflusst, das bereits 1951 ins Leben gerufen wurde. Beim ESC sind die Rundfunkanstalten aller Staaten der EBU teilnahmeberechtigt. Dieser Rundfunkunion gehören mehrheitlich europäische und einige Radio- und Fernsehstationen benachbarter westasiatischer und nordafrikanischer Staaten an.

Aufgrund der Beliebtheit der Show in Australien darf das Land seit 2015 am ESC teilnehmen und ist damit der einzige Teilnehmerstaat, der nicht in der Europäischen Rundfunkunion vertreten ist. Insgesamt werden die Übertragungen des ESC von mehr als 200 Millionen Zuschauern gesehen. Im Jahr 2016 erhielt der ESC die „Karlsmedaille für europäische Medien“.

 

Nach der Pause auf der Freilichtbühne der Volksschauspiele in Ötigheim gab es „Mercie, Cherie“, Udo Jürgens (1966), „Insieme 1992“ von Toto Cutugno, „Swiss Lady“, Pepe Lienhard Band (1977), „Fly on the Wings of Love – Olson Brothers, „Calm After The Storm“,  The Common Linnets (2014), „Why me“, Linda Martin (1992) oder auch „Rise like a Phoenix“,

Conchita Wurst (2014) wurde interpretiert!

1976 trat auch schon Tony Marshall, der Vater von Marc Marshall, zum deutschen Vorentscheid zum „Eurovision Song Contest“ an.

Damals durften allein die Zuschauer entscheiden, wer zum „ESC“ nach Den Haag fahren sollte. Per Postkarte stimmten sie über die zwölf Titel beim deutschen Vorentscheid ab, der – anders als in den Vorjahren – keine Livesendung war. Stattdessen wurden Videos der Kandidaten gespielt! Max Schautzer kommentierte! Der Sieger des Vorentscheids hieß Tony Marshall mit “Der Star”, einem nachdenklichen Lied über das Dasein als Star.

Trotzdem sollte er nicht beim Grand Prix in den Niederlanden antreten, denn nach der Auszählung der Stimmen kam es zu einem handfesten Skandal! – Niza Thobi, eine eher unbekannte Sängerin aus München, konnte beweisen, dass sie das Lied bereits vier Jahre vorher vor Publikum gesungen hatte. Tony Marshall wurde disqualifiziert, die zweitplatzierten Les Humphries Singers – eine multikulturelle Hippie-Gruppe, in der auch Jürgen Drews sang – rückten mit dem von Ralph Siegel komponierten “Sing Sang Song” nach. Behauptungen, dieser Song sei aus dem Musical “Hair” geklaut, konnten nicht belegt werden.

 

Les Humphries Singers hatten in den Jahren vor ihrer Grand-Prix-Teilnahme 1976 in allen Hitparaden abgeräumt. Mit dem Auftritt beim deutschen Vorentscheid wollten sie ihrer schwächelnden Karriere wieder auf die Sprünge helfen. Doch der Auftritt in Den Haag misslang, vielleicht auch weil auf der Bühne nur sechs Gruppenmitglieder erlaubt waren. So reichte es nur zu einem 15. Platz. Die Formation verschwand daraufhin in der Versenkung.

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Auf der überdachten Freilichtbühne der Volksschauspiele in Ötigheim, beim Konzert von Marshall & Alexander, lebte Vieles wieder auf; wurden Erinnerungen wach!

Am zweiten Konzertabend durfte Tony Marshall „sein“ Lied, „Der Star“, mit dem er 1976 disqualifiziert wurde, als Ehrengast in der ersten Zuschauerreihe, nochmals hören. Sein Sohn, Marc Marshall, gab, gerührt und überwältigt ob der Geschichte dieses Liedes, den „Star“ noch einmal zum Besten und riss, mit seiner Darbietung, die vielen Besucher, im Rund der Freilichtbühne der Volksschauspiele in Ötigheim, zu Beifallsstürmen hin.

Es waren tolle, fröhliche und auch emotionale Konzertabende in Ötigheim und Frank Lauber, der Musikalische Leiter der Show, mit seinen tollen Musikern, trug ein Vielfaches zum Gelingen dieser drei großartigen Konzertabende bei.

Text und Fotografie: Volker Weßbecher

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