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Marianne & Michael: Gemeinsam durch dick und dünn!

Marianne & Michael sind heute Abend (25.05.2018) in der von Michael Steinbrecher moderierten Talk-Show “NACHTCAFé” zum Thema “Gemeinsam durch dick und dünn” zu Gast (SWR Fernsehen, 22:00 Uhr – 23:30 Uhr).

Ein Leben lang durch dick und dünn – nicht nur Frischverliebte haben die Sehnsucht, eine Person zu finden, die verlässlich ist – einen Anker in allen Lebenslagen, einen Seelenverwandten, einen Vertrauten.

Zusammen durch die Höhen und Tiefen des Lebens schreiten – das kann die gemeinsam aufgebaute Firma sein oder ein riskantes Hobby unter Freunden, bei dem beide bis an ihre Grenzen gehen. Wenn es um den Einsatz für eine gute Sache geht, kann auch ein ganzes Dorf zusammenhalten wie Pech und Schwefel.

Gute, verlässliche Beziehungen steigern das Wohlbefinden und verlängern die Lebenserwartung, sagt die Forschung. Doch ein eingespieltes Team wird auch immer wieder auf die Probe gestellt. Schnell können Situationen entstehen, wo es gilt, seinen eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen – wenn es sein muss, auf Kosten des Anderen.

Wie gesund sind symbiotische Beziehungen? Wie mit Enttäuschungen umgehen? Was ist das Geheimnis einer lebenslangen Verbindung?

So unverwüstlich wie ihr Erfolg ist auch ihre Liebe: Marianne & Michael – die beiden gelten als das Traumpaar der Volksmusik. Und das seit über 40 Jahren: „Ich sehe es als Vorteil, dass wir keine Chance hatten, auseinanderzugehen. Wir waren so in unseren Verträgen verbandelt und mit Auftritten verpflichtet, eine Trennung wäre gar nicht gegangen“, so Marianne rückblickend. Und Michael ergänzt: „Unsere Liebe hat sich im Laufe der Jahre verändert. Aber vom Zwischenmenschlichen ist es heute wesentlich wertvoller als am Anfang.“

Ihre Blicke trafen sich im Fitnessstudio und die Liebe nahm ihren Lauf: Bianca und Henning Olesen heirateten und bekamen ihr Wunschkind. Doch schnell hing der Haussegen schief. Henning begann aus Frust eine Affäre. „Ich habe ihm oft mit Trennung gedroht“, so Bianca. Das Paar raufte sich wieder zusammen, das Misstrauen blieb. Dann aber ging Bianca fremd und Henning kämpfte um seine Frau: „Nach so vielen Jahren alles wegschmeißen? Nein!“. Trotz aller Schwierigkeiten ist das Paar heute glücklicher denn je.

Gemeinsam durch dick und dünn? Davon kann Eduard Lüning nur träumen. Nach der Trennung von seiner Partnerin schlitterte der Sozialarbeiter in eine Depression, verlor Job und Wohnung und landete schließlich auf der Straße. Es war ein mühevoller Weg, sich ohne jegliche Unterstützung von Freunden aus der Obdachlosigkeit zu kämpfen. Die Sehnsucht nach einer verlässlichen Person ist geblieben: „Ich bin für dieses einsame Leben eigentlich nicht geschaffen.“

24 Jahre lang unzertrennlich waren Benedikt Böhm und sein Freund Sebastian Haag. Auf der Schulbank lernten sich die zwei kennen: „Schnell haben wir gemerkt, dass wir aus einem Holz geschnitzt sind. Wir hatten immer Spaß und Action und haben gemeinsam das Leben ausgekostet.“ Beide liebten es, an ihr sportliches Limit zu gehen, vor allem beim Speedbergsteigen. Doch von einem gemeinsamen Weltrekordversuch im Himalaya kehrte im September 2014 nur Benedikt Böhm wieder zurück.

Marius Böhm war zwölf Jahre alt, als seine Eltern bei einem gemeinsamen Familienurlaub in Thailand ums Leben kamen. Mit seinem jüngeren Bruder kehrte er wieder in sein schwäbisches Heimatdorf zurück. Den größten Halt bekamen die Vollwaisen von ihrer Oma, aber auch von der Dorfgemeinschaft erfuhren die Brüder viel Unterstützung: „Freunde, Lehrer, Nachbarn, der Sportverein – es ist ein Gemeinschaftsgefühl entstanden, um sich um uns zu kümmern. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar“, so der Student.

Psychologin Angelika Kallwass weiß, wie wichtig es ist, gerade in Ausnahmesituationen verlässliche Menschen um sich zu haben. Welche Bedeutung soziale Beziehungen beim Verarbeiten von traumatischen Erlebnissen haben, erfährt die Psychoanalytikerin täglich in ihrer Praxis: „Ich halte Gemeinsamkeit schlichtweg für ein Überlebensprinzip. Ohne ein Miteinander hätte evolutionsbiologisch die ganze Menschheit nicht überlebt.“

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