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KÜRBISKERNÖL – steirischer Botschafter aller Sinne

Intensiv, vielseitig und wertvoll - nicht umsonst wird das Kürbiskernöl als das schwarze Gold der Steiermark bezeichnet.

Kürbiskernöl ist ein Produkt höchste Güte. Die besonderen Inhaltsstoffe der Herbstfrucht schätzt man längst nicht mehr nur in der Küche – das besondere Öl hat mittlerweile auch in anderen Bereichen große Popularität erlangt. Passen zur aktuellen Kürbiserntezeit haben wir diese Spezialität genau unter die Lupe genommen.

GEWINNUNG und HERSTELLUNG

Vorausgeschickt, nicht jeder Kürbis eignet sich als Ausgangsprodukt unseres bekannten Kürbiskernöls.

Das, was Kenner als echtes Kürbiskernöl bezeichnen, wird aus dem Ölkürbis gewonnen. Im Lateinischen trägt das Gewächs den klangvollen Namen Cucurbita pepo var. styriaca. Dieser Kürbis zeichnet sich durch seinen schalenlosen Wuchs aus und gilt als die Sorte, die das Pressen von Kürbiskernöl am effektivsten macht. 

Geerntet werden die Kerne im Herbst, wobei das Fruchtfleisch der Kürbisse meist direkt auf dem Feld entfernt, und somit als Dünger für die folgenden Saisonen eingesetzt wird. 

Bevor es ans Pressen geht werden die Kerne zuerst sanft getrocknet und geröstet. Die Ausprägung des Röstvorgangs ist auch ausschlaggebend für den Geschmack des Öles. Wasser und Salz dürfen als Presshilfe hinzugegeben werden. Beim Vorgang selbst verdampft dann das Wasser, der Restbestand aus Salz und Kernen, der sogenannte Presskuchen wird als Viehfutter verwendet. Das gewonnen Öl wird nach ein paar Tagen Ruhe abgefüllt und ist gut verschlossen und an dunklen Orten gelagert, etwa 12 Monate lang haltbar. Die Farbpalette reicht von grün bis schwarz über rote Pigmentierungen ist abhängig vom Pressvorgang.

Das Kernöl wird auch gerne besungen

GESUNDHEIT

Kürbiskernöl schmeckt übrigens nicht nur gut, es soll auch viele gesunde und für den menschlichen Körper wichtige Vitamine, Spurenelemente und Mineralien enthalten. Diese Inhaltsstoffe sind wichtig für Knochen, Haut, Zähne, Herz, das Blut und für die Gefäße. Damit Kürbiskernöl auch entsprechend positive Wirkungen erzielen kann, ist auf die Qualität von Kürbiskernöl zu achten.

QUALITÄT

Für besonders gute Qualität steht Kürbiskernöl mit der Bezeichnung „Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. was soviel bedeutet wie „geschützte geografische Angabe“. 

Aber auch durch andere Aspekte kann man Unterschiede schnell und klar herausfiltern.

Riecht das Öl nussig, zeigt das für eine gute Qualität, Begleitgerüche nach Fett sollten nicht vorkommen. Auch ein bitterer Nachgeschmack zeugt von schlechter Qualität.

Gutes Öl ist dickflüssig. Auf einen Teller gegossen soll es also nicht zu schnell zerfließen, alles andere deutet auf verdünnende Substanzen hin.

Die Pagger Baum erklären auf lustige und musikalische Weise wie das Kernöl im steirischen Dialekt richtig ausgesprochen wird

ANWENDUNG

Kürbiskernöl schmeichelt nicht nur unserem Gaumen, sondern auch unserer Haut. Sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt hat sich das Spezialöl auch in der Beautybranche längst einen festen Platz als natürliches Schönheitselixier gesichert.  

Anwendungsgebiete sind zum Beispiel hoher Blutdruck, hohes Cholesterin sowie Nierenerkrankungen oder Muskelkrämpfe. Auch bei Entzündungen speziell bei Blase, Prostata und auch bei Schleimhäuten sollen die Inhaltsstoffe des Kürbiskernöles besonders wohltuend wirken. Als Hautöl wirkt das Öl gegen strapazierte, spröde und rissige Hautstellen und beseitigt Kopfschuppen.

KULINARIK

Kürbiskernöl ist längst nicht mehr einfach nur ein ÖL – es ist vielmehr Spezialität der österreichischen Küche geworden. 

Galten Kürbisgerichte früher als ein Arme-Leute-Essen werden sie heute sogar von Sternenköchen gerne für exquisite Rezepte eingesetzt.

Wir haben ein besonderes steirisches Schmankerl zum Nachkochen vorbereitet

Kürbiskernschmarrn mit Kernöl

Zutaten: 

  • 100g Schlagobers
  • 1/4 l Milch
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Staubzucker
  • 80 g Margarine
  • 2 EL Kürbiskernöl
  • 10 Eier
  • 120 g glattes Mehl
  • Gehackte Kürbiskerne

Zubereitung:

Für den Teig die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz und dem Staubzucker steif schlagen. Eidotter und Obers vermischen und schaumig rühren. Die Milch dazugeben, Eischnee und die Dottermilch in eine Schüssel füllen, beides vermengen und das gesiebte Mehl vorsichtig unterziehen.

In einer Pfanne die Margarine erwärmen und den Schmarrnteig einfüllen. Die gehackten Kürbiskerne und das Kürbiskernöl dazugeben. Dann die Pfanne zudecken. Bei mittlerer Temperatur den Teig auf der Unterseite leicht bräunen. Die Pfanne in ein vorgeheiztes Backrohr schieben (ca. 180°C) bis der Schmarrn schön aufgeht und stockt.

Die Teigmasse wenden und die Unterseite ebenfalls bräunen. Die gebackene Teigplatte in Stücke zerreißen. Kurz durchschwenken, auf Tellern anrichten und mit Staubzucker bestreuen.

Hierzu passt gut: Steirisches Apfelmus

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