Stadl+STAR G'schichtenTOP AKTUELL

 Hubsi Trenkwalder: Tausendsassa unter den Erfolgsmusikern

Stadlpost-Redakteurin Anja Sorger hat sich mit dem künstlerischen Allrounder getroffen.

Man kennt ihn nicht nur als Sänger, Musiker und Entertainer. Er ist auch Moderator, Redakteur, mit einem Kabarett Programm unterwegs und und und – woher kommt´s? Im Stadlpost-Interview erzählt uns Hubsi Trenkwalder mehr über sich!

Hubsi Trenkwalder erzählt der Stadlpost-Reporterin Anja Sorger: “Ehrlich gesagt hab ich mir nie darüber Gedanken gemacht, in welche Richtung ich künstlerisch gehen will. Viele Dinge und Projekte sind mir sozusagen zugeflogen. Manche haben mir Spaß und einige Erfolg gebracht. Ich habe früher oft damit gehadert, mich nicht auf eine Geschichte konzentriert zu haben. Heute bin ich angesichts der Corona-Krise echt froh, mehrere Standbeine zu haben.”

Stadlpost: Was machst du derzeit alles, welche Projekte sind am Laufen?

Hubsi Trenkwalder: Mit meiner Band Trenkwalder sind wir ja nun über 30 Jahre unterwegs, spielen noch so um die 80mal pro Jahr, außerdem arbeiite ich als Journalist bei der Tiroler Tageszeitung, moderiere ein paar ganz interessante Formate im TV und Radio, und seit zwei Jahren engagiere ich mich bei Alpevents, einer der führenden Eventagenturen in Westösterreich, vor allem im Bereich der Entwicklung neuer Event-Konzepte.

Stadlpost: Zurückgeblickt in deine Jugend, wie und wo hat deinen berufliche Laufbahn gestartet? Hast du mal etwas anderes gemacht, gelernt, gearbeitet bevor du im künstlerischen Bereich Fuß gefasst hast?

Hubsi Trenkwalder: Der Beginn in der Musikbranche war eigentlich spielerisch. Als 16jähriger habe ich ein Trio gegründet, einfach zur Gaudi, und innerhalb eines Jahres hatten wir einen Plattenvertrag und jede Menge Gigs. Damit hatten wir in den kühnsten Träumen nicht gerechnet. Auch meine ersten selbstgeschriebenen Songs waren eher aus der Not heraus entstanden, dass wir zuwenig Repertoire hatten. Dass dann die Plattenfirma sagte: Wir brauchen jetzt noch 14 solche Kompositionen, hat mich eher überrascht.

Stadlpost: 2019 hast du mit deinen „Trenkwaldern“ 30 jähriges Bühnenjubiläum gefeiert – eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Ihr wart bei nahezu jeder TV- und Radiosendung dabei, habt eigene Touren veranstaltet – was waren die absoluten Highlights?

Hubsi Trenkwalder: Die großen Touren mit Carmen Nebel, Marianne & Michael Ende der 90er, unsere Reisen in die USA oder zum Oktoberfest in Saigon, das waren schon echte Highlights.

2020 ist leider alles anders – nachdem sich deine Arbeitsbereiche hauptsächlich in der Öffentlichkeit abspielen warst du natürlich auch stark von der Krise betroffen.

Stadlpost: Wie hast du diese Zeit durchlebt, was hast du gemacht, wie hast du gearbeitet?

Hubsi Trenkwalder: So eine Ausnahmesituation trifft dich völlig unvorbereitet. Das ist für viele in unserer Branche de facto ein Berufsverbot. Ich wünsche mir nur schnellstmöglich die Normalität zurück. Für meine Familie – da muss ich ehrlich sein – war es unser intensivstes und ein wunderschönes Jahr. Ich war noch nie soviele Wochenenden zuhause. Und das Home-Schooling mit Hubsi als Lehrer werden meine Kinder auch nie vergessen – ich hoffe, im positiven Sinne.

Stadlpost: Stichwort „Streaming alive – Summer Series“ – da habt ihr euch für eure Fans ja was richtig Schönes einfallen lassen. Erklär mal kurz um was es da gegangen ist..

Hubsi Trenkwalder: Eigentlich ist der Sinn dieser halbstündigen Livestream-Konzerte, dass wir unseren Fans ein Lebenszeichen senden und vielleicht ein Lächeln im Gesicht zurückbleibt. Das Zuhause rumsitzen und lamentieren war noch nie das Meine.

Stadlpost: Zum Thema Corona hat es auch ein schönes Gemeinschaftsprojekt unter den Tiroler Musikern gegeben…

Hubsi Trenkwalder: Da gab es einige tolle Projekte in ganz Österreich. Bei uns in Tirol haben zwei Freunde einen Song namens „Tirol haltet zsamm“ geschrieben und daraus ein „Cross Over-Projekt“ gemacht, an dem ich mich gern beteiligt habe. Zwischen Harry Prünster und Franz Posch, oder Nadine Beiler und Bluatschink zu stehen, und gemeinsam zu singen, hatte schon was.

Stadlpost: Apropos Gemeinschaft und Zusammenhalt – Privat bist du angekommen – du hast vor noch nicht all zu langer Zeit geheiratet – wie gehts dir persönlich? Hat dich diese Corona Zeit persönlich geprägt?

Hubsi Trenkwalder: Ich bin tatsächlich angekommen. Glücklich verheiratet, zwei tolle Kinder und einen Hund namens Joesy, Haus gebaut, Apfelbaum gepflanzt. Mit einem Satz: Die wilden Jahre sind lange vorbei, und die schönsten Jahre erlebe ich gerade!

Stadlpost: Wie schauen deinen persönlichen Pläne für 2021 aus?

Hubsi Trenkwalder: Ich hoffe realistisch auf einen Saisonstart im Mai 2021. Das betrifft die Trenkwalder und mein Cabarett-Duo „Linder & Trenkwalder“, und die Projekte, an denen ich auch momentan arbeite, reichen eigentlich auch für eine Arbeitswoche jenseits der 40 Stunden.

Stadlpost: Was tut sich momentan bei den Trenkwaldern? Ist etwas Neues gepant? CD? Tour? Weihnachtstermine?

Hubsi Trenkwalder: Weihnachtskonzerte, Schihütten-Open Airs im Winter, das muss man jetzt echt noch abwarten, wer weiss, was die nächsten Wochen virustechnisch bringen. Wenn alles glatt läuft, sind wir im Mai 2021 mit einem neuen Trenki-Album am Start.

Stadlpost: Das Motto der Trenkwalder „So samma, so bleib ma“ – ein Versprechen an eure Fans – das heißt auch Corona kann euch die Freude am gemeinsamen Musizieren nicht nehmen?

Hubsi Trenkwalder: Niemals, und da geht es nicht unbedingt ums Geld verdienen. Die Musik ist soviel mehr. Kreativ zu sein, gemeinsame Bühenerlebnisse, ohne das könnte ich mir ein Leben nicht vorstellen.

Stadlpost: Wie wirst du Weihnachten heuer verbringen? Wird es anders sein als sonst?

Hubsi Trenkwalder: Wenn es nach mir geht nicht! Weihnachten steht bei uns seit jeher im Zeichen des engsten Familienkreises. Und ich habe so ein Glück, dass wir uns alle so nahe sind, und uns gegenseitig wertschätzen. Das würde ich wirklich vielen wünschen, denen alljährlich vor den Feiertagen graut.

10 PERSÖNLICHE FRAGEN

  1. Am liebsten höre ich…  Singer/Songwriterinnen zu wie Joni Mitchell, oder Kacey Musgraves
  2. Mein größter Erfolg…  ist, dass ich nicht zwingend nach Erfolg strebe.
  3. Meine Kraftquellen sind… meine Family, meine Berge und mein Strand in der Toskana
  4. Typisch tirolerisch an mir ist… mein übersteigerter Patriotismus
  5. Meine größte Stärke… dass ich mich selbst nicht so ernst nehme.
  6. Meine größte Schwäche… ist, dass ich zu leichtfertig mit meiner Zeit umgehe.
  7. Ein unerfüllter Traum von mir… ist tatsächlich eine Europareise im Luxus-Wohnmobil
  8. Ich esse am liebsten… italienisch in allen Formen und Farben
  9. Das liebe ich an Musik… es gibt nicht viel, das mich mehr berühren kann als ein toller Song zur richtigen Zeit
  10. Die wichtigste Begegnung im meinem Leben war … schon die mit den Leuten, die mich geprägt haben. Meine Familie bedeutet mir alles! Und wenn ich den Papst treffe, sehn wir weiter!