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 Frau Wäber packt aus: Mein Leben im “Heimat-Büro”

Die Nerven liegen blank: Statt Applaus gibt es nur das Röcheln der Kaffeemaschine, statt Glamour Alltags-Langeweile in Jogginghosen. Frau Wäber traf das Kontaktverbot ganz besonders hart

Hallöleeee, ihr lieben STADLPÖSCHDLER!

Jetzt hoffe ich zunächst einmal, dass ihr alle gesund und munter seid und euch dieses Corona in Ruhe gelassen hat? Nicht mal ein richtiges Lebewesen und richtet soviel Chaos an! Habt Ihr gewusst, dass diese fiesen Viren anscheinend nicht im Alkohol überleben können? Also ich probier das jetzt schon seit über
14 Tagen, weil mein Hausarzt mir irgendwann mal angeraten hat, ein Schnaps am Tag wäre gesund. Ich hab mir gedacht, gegen dieses Virus trinke ich sicherheitshalber lieber drei Schnaps am Tag. Mein Hausarzt hat mich aber gewarnt, auf keinen Fall mehr zu trinken. Weil sich sonst die Organe verschieben könnten, denn da sei ganz schnell die Leber am A …   Corona ist ja ein Virus. Aber heißt es „der Virus“ oder „das Virus“? Ich hab mal bei Duden.de nachgeschaut und etwas Interessantes entdeckt: Der Begriff „Virus“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet da soviel wie „Gift“. Vergiftet hat es uns des Leben allemal, dieses laut Duden „kleinste krankheitserregende Partikel, das nur auf lebendem Gewebe gedeiht“. Man kann übrigens beides sagen: „der“ oder „das“ Virus. Das haben wir jetzt immerhin gelernt.

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Home sweet home? Na ja, die Schwarzwald-Kirsche Frau Wäber ist mäßig begeistert vom Home-office. Wie es 2020 weitergeht? Infos unter www.hansy-vogt.de

Derzeit sitzen ja ganz viele im Heimat-Büro oder wie es auf Neudeutsch heißt, im „Homeoffice“. Ich liebe ja meine Heimat sehr. Aber wenn man bereits das Konfetti aus dem Locher zählt, dann kann man schon von einem „Heimat“-Koller sprechen. Ich hab mir sagen lassen, die Männer finden dieses Homeoffice gar nicht so schlecht. Viele halten es offenbar für praktisch, weil die sich bei diesen Video-Konferenzen nur bis zur Tischplatte anziehen müssen. Das bedeutet, für eine Woche fünf verschiedene Hemden, aber nur eine Unterhose anziehen!
Statt Bühnenshow heißt es jetzt bei mir Fenster putzen (das war nötig, aber es ist wie verhext – ich rubble und wische und die Streifen gehen einfach nicht weg!), statt Applaus gibt’s abgestandenen Kaffee und statt dem gemütlichen Hotelzimmer Extrem-Couching. Da freu ich mich bei meiner Teil-Quarantäne, Ausgangs-Einschränkung, Kontaktverbot, oder wie immer man es nennen mag, auf meine gute alte Witze-Sammlung, die, wenn es etwas dunklere Wolken am Himmel gibt, mein ohnehin sonniges Gemüt wieder aufheitern. So wie die drei hier:

Ein Ehepaar kommt in den Himmel. Petrus sagt zur Ehefrau: „Für jedes Fremdgehen gibt es einen Nadelstich. Dich muss ich deshalb zweimal stechen. Danach fragt sie: „Ja, und wo ist mein Mann?“ Da antwortet Petrus: „Der liegt noch unter der Nähmaschine.“

Sagt der Trainer zum Spieler: „Du musst lernen, mehr mit dem Kopf zu spielen!“ Sagt der Spieler: „Aber Trainer, was kann ich denn dafür, wenn die Bälle immer so tief kommen und auf den Rasen rollen?“ 

Mein Nachbar hat mir gestern einen Stein in mein Fenster geschmissen, weil ich mit meiner Blockflöte geübt hatte. Wie bescheuert! Jetzt ist die Scheibe kaputt und er kann mich noch viel besser hören …

Tja, ihr lieben Leute, Frau Wäber – das bedeutet nun mal gute Laune, Glanz & Gloria und großes Kino. Bleibt gesund und passt weiter gut auf euch auf. Wir sehen uns bestimmt bald wieder. Und dann lachen wir das Virus einfach weg! Tschüssle, eure Frau Wäber.

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