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Er ‘sprengte alle Ketten’ – Ricky Shayne wird 74!

Der Schlagersänger arbeitete gemeinsam mit Udo Jürgens und Dieter Bohlen.

Ricky Shayne – geboren in Kairo und aufgewachsen im Libanon – kam 1966 durch Udo Jürgens nach Deutschland. Dort schaffte er nicht nur den musikalischen Durchbruch in der Schlagerwelt, sondern war auch im TV zu sehen. Heute feiert der südländische Mann mit der gewaltigen Haarpracht seinen 74. Geburtstag.

Er wuchs in Libanon auf und kam mit 15 Jahren nach Paris, wo er zwei Jahre Gesang studierte. Erste Erfolge hatte Shayne in Italien. Mit seinem Song „Uno dei Mods” schaffte er es 1965 in die Top-Ten und für den Hit „Stanotte” erhielt er eine goldene Schallplatte.

1966 verschlug es den Sänger in den Norden: Durch seine Mitwirkung in dem Spielfilm „Siebzehn Jahr, blondes Haar” im Jahr 1966 mit Udo Jürgens kam er nach Deutschland. Im Jahr darauf nahm er seine erste Schallplatte in deutscher Sprache auf: Mit „Ich sprenge alle Ketten” schaffte er es sofort in die Charts. Durch sein südländisches Aussehen wurde Ricky Shayne zum Liebling der Teenies.

Bereits 1969 konnte er sich mit weiteren Hits in den Charts platzieren: „Das hat die Welt noch nicht gesehn”, „Es wird ein Bettler zum König” und „Ich mache keine Komplimente”. Der größte Erfolg kam jedoch 1971 mit dem Hit „Mamy Blue”. Diesen nahm er in deutsch und englisch auf und schaffte es, mehrere Hitparaden zu stürmen. Er war zum Beispiel bei der ZDF-Hitparade auf Platz 1. Eigentlich wollte er Rock-Star werden: „Ich habe schon immer Blues, Rhythm and Blues und Rock‘n‘Roll geliebt.” Doch er schaffte es sich mit seinen Hits einen Namen in der Schlagerwelt zu machen. Im selben Jahr in dem „Mamy Blue” erschienen ist war er auch erstmals auf der Leinwand zu sehen: Im selben Jahr verkörperte er in der Filmkomödie „Hurra, wir sind mal wieder Junggesellen!” den Hippie Ricci Sporetti.

Danach wurde es ruhig um Ricky Shayne: Jahrelang war er nicht mehr auf der Schlagerbühne zu sehen. Er spielte 1975 noch in der Folge „Kalkutta” der Fernseh-Krimiserie „Derrick” mit. Dann wanderte er in die USA aus, um dort eine neue Karriere zu beginnen. In Deutschland war Shayne gelegentlich noch in verschiedenen Oldie-Sendungen im deutschen Fernsehen zu sehen und zu hören.

Comeback mit Dieter Bohlen

Ein kleines Comeback hatte er im Jahr 1989, als er mit Dieter Bohlen den Song „Once I’m Gonna Stay Forever” für die ZDF-Serie Rivalen der Rennbahn aufnahm. Es wurde als Single und auf dem Soundtrack-Album veröffentlicht. Der Soundtrack wurde zum erfolgreichsten Album zu einer deutschen Fernsehserie. Außerdem nahm Shayne eine alternative Version zu Nin de Angelos Hit „Samuaj” auf.

Ricky Shayne verkaufte selbst entworfene Mode – und ist heute Maler

Gemeinsam mit seiner Frau – mit der er auch zwei Kinder hat – eröffnete er 1984 ein Geschäft in Düsseldorf, in dem er selbst entworfene Mode vertrieb. Er besaß auch kurzfristig einen Getränkekiosk im Düsseldorfer Stadtteil Flingern, den er nach eineinhalb Jahren aber wieder aufgab. “Ich bin ein Rock’n’Roller, kein Cola-Verkäufer”, erklärte er die Gründe für die Schließung gegenüber der Zeitschrift Spiegel. Der Kiosk sei nur ein Hobby gewesen. Shayne malt und zeichnet auch seit mehreren Jahren. 2010 hatte er auch eine Ausstellung in Düsseldorf, die seine Grafiken zeigte. Die Ausstellung hieß Ricky Shayne. „The Outsider”.

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