Stadl+STAR G'schichten

 ELOY DE JONG: “Nicole brachte Licht in meine dunkle Kindheit”

Eloy de Jong ist angekommen: Er hat eine wunderbare Familie und ist als Sänger und Buchautor erfolgreich.

Er war so ein süßer Fratz und ein fröhliches Kind. Aber die ersten Lebensjahre des Sängers waren überschattet vom Unverständnis des Vaters und großer Unsicherheit. Dann änderte ein Lied alles!

Stadlpost: Gratulation, Eloy! Deine Autobiografie, die du gemeinsam mit Co-Autor Roland Rödermund verfasst hast, ist ein großer Erfolg!

Eloy de Jong: Es sollte kein Fanbuch mit dem Inhalt, wie schön mein Leben immer war, werden. Das ist ein Blick auf mein echtes Leben – wie es zum Erfolg kam, also mein Weg zum Schlager. Das Buch endet nach dem Auftritt bei Florian Silbereisen mit dem Titel „Egal was andere sagen“. Das war für mich ein ganz intimer Moment in meinem Lebens. Die ganzen 45 Jahre vorher kann man gewissermaßen in wenigen Minuten zusammenfassen. 

19820101 PD4149 HR 2
Mit dem Titel „Ein bisschen Frieden“ gewann Nicole 1982 den Grand Prix – und rettete einen kleinen Jungen in Holland: Es war Eloys Erweckungserlebnis

Stadlpost: Das Buch ist in Teilen auch wirklich sehr berührend …

Eloy de Jong: Ich hatte einen Papa, der mich seine Ablehnung deutlich spüren ließ. Er sagte sorgenvoll zu mir: „Du bist doch nicht so? Das wäre ja schrecklich.“ Er ahnte es, weil ich nicht wie viele andere Jungs Fußball gespielt habe, sondern eher kreativ tätig war, indem ich zum Beispiel sang und tanzte. Ich bin nicht böse auf meinen Vater. Er war einfach so. Ich habe ihm schon längst verziehen. Aber verstehen tue ich ihn bis heute nicht. Ich finde, man muss jedem Kind Bestätigung und Vertrauen mit auf den Weg geben, damit es zu einer starken Persönlichkeit werden kann.

Stadlpost: Sängerin Nicole spielt auch eine wichtige Rolle in deinem Leben. Erzähle uns doch bitte, warum.

Eloy de Jong: Ich hatte als Kind nicht wirklich viele tolle Erlebnisse. Aber ich erinnere mich, als ich ein kleiner Junge war und auf der Treppe saß, dass im Fernsehen der Grand Prix lief. Als Nicole die Bühne wie ein Engel betrat, hat das auf mich einen großen Eindruck gemacht. Das ist wirklich eine tolle Erinnerung! Als ich das sah, wusste ich, dass das meine Rettung ist. Dass das mein Weg aus einer dunklen Jugend ist.

Stadlpost: Hast du Nicole darauf jemals angesprochen?

Eloy de Jong: Das war auch so ein toller Moment. Als die „Heimlich!“-Show produziert wurde, war sie auch in der Sendung zu Gast. Am Tag vor der Show haben Nicole, ihr Mann und mein Produzent Christian Geller und ich ein paar Gläschen Wein getrunken. Und da habe ich es ihr erzählt, mir war es wichtig, ihr das zu erzählen.

1(C) Privat
Auch wenn er lächelt: Klein Eloy hatte keine besonders schöne Kindheit

Stadlpost: Bei „Lebe bunt!“ ist es dir gelungen, deinen Lebensgefährten Ibo und auch deine Tochter für den Chor mit ins Studio zu bringen. Wie war das?

Eloy de Jong: Meine Tochter Indy war unglaublich aufgeregt. Sie war das erste Mal in ihrem Leben in einem Tonstudio. Und sie hat sich wirklich Mühe gegeben. Ich war noch nervöser als sie bei der Aufnahme (lacht). Es war schön, das zu erleben. Man hört auch sehr gut ihre Kinderstimme heraus.

Stadlpost: Vor einigen Jahren hast du bei „Das perfekte Promidinner“ gewonnen. Kannst du dir vorstellen, auch ein eigenes Kochbuch zu veröffentlichen? 

Eloy de Jong: Ja, das ist durchaus vorstellbar. Ich koche gern. Und man muss sehr kreativ sein, wenn man daheim ein Schleckermäulchen hat, das nicht alles isst, was man ihm liebevoll zubereitet (lacht).

Buch-Tipp

Eloy De Jong Egal Was Andere Sagen Edel Books


Bewegend, ehrlich und unglaublich kurzweilig: Die packende Autobiografie „Egal was andere sagen“ von Eloy de Jong wurde auf Anhieb zum Bestseller. Wir verlosen drei Exemplare (Verlag Edel Books). Gewinn-Coupon S. 49.

Ähnliche Beiträge