MusikantenstadlTOP AKTUELL

Ein Blick zurück – Vor 40 Jahren fand der erste Musikantenstadl statt

Mit dem Musikantenstadl wurde eine neue Ära der volkstümlichen Unterhaltung, die alle Quotenrekorde brechen sollte, eingeleitet und gleichzeitig wurde er zum Sprungbrett für viele Künstler.

Als am 5. März 1981 in der Stadthalle Enns/OÖ Slavko Avseniks „Trompetenecho“ zu Beginn des „Musikantenstadls“ erklang, war noch keineswegs abzusehen, dass dies die Geburtsstunde eines einzigartigen Fernseh – Erfolgs war.

„Musikantenstadl“ – der Name wurde abgeleitet von „Stadl“, einem bairisch – österreichischen Wort für Scheune und erzeugte diesen Eindruck mit der Kulisse, die ähnlich wie Scheunenwände aussah und zusätzlich mit Gegenständen aus dem ländlichen Alltag dekoriert war. 

Fester Bestandteil des Stadls war auch das Maskottchen, der Plüschhund „Wastl“ – den jeder Künstler als Gastgeschenk für seinen Auftritt erhielt.

Moderiert wurde die Sendung ab Sendestart bis zur Silvestersendung am 31. Dezember 2005 von Karl Moik. 1981 bis 1991 trat gemeinsam mit ihm „Hias“ Mathias Mayer auf, der immer für humoristische Einlagen sorgte. Zum Abschied von Moik 2005 beim Stadl kam Hias noch einmal in die Sendung. Für die musikalische Umrahmung sorgte immer die Wolfgang – Lindner – Band. Zuerst leitete der Vater die Band und danach Wolfgang Lindner Junior.

Es gab einige Besonderheiten im Ablauf der Sendung, die einfach bezeichnend für den Stadl waren. Zu Beginn jeder Sendung stellte Karl Moik immer die betreffende Stadt in einem Einspielfilm kurz vor. Während der Sendung gab es immer Gespräche mit Gästen, allen voran mit dem Bürgermeister der jeweiligen Stadt. Als musikalisches Intro erklang, solange Karl Moik die Sendung moderierte immer das Trompetenecho von Slavko Avsenik und seinen Original Oberkrainern.

Und – die Stadl Sendungen waren nicht auf einen bestimmten Standort beschränkt, sondern fanden in verschiedenen Orten in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol statt. Später übertrug man auch aus nicht deutschsprachigen Ländern, wie z. B. 1985 als Open Air Veranstaltung vom Hafen in Portoroz. Durch eine Zusammenarbeit mit dem sowjetischen Rundfunk fand im September 1988 eine Übertragung der Sendung aus Moskau statt. Weitere Übertragungen aus dem Ausland kamen aus Toronto (Kanada), aus Melbourne, Kapstadt, Disneyworld (Orlando) sowie auf dem Platz vor der verbotenen Stadt in Peking, New York, New Orleans, der Karibik und 2001 durfte der Stadl mit Karl Moik auf Einladung des Scheichs in den Vereinigten Emiraten aufgezeichnet werden.

Mit leicht adaptiertem Konzept feierte Andy Borg am 23.9. 2006 Premiere beim Stadl in Wiener Neustadt. Andy Borg eröffnete jede Sendung mit der eigenkomponierten “Stadlzeit“. Bereits seine 2. Sendung aus Graz wurde von über 7,5, Millionen Zuschauern in Österreich Deutschland und der Schweiz gesehen. Für humoristische Einlagen sorgten neben ihm selber auch Martin Rassau und Volker Heißmann als „Waltraud und Mariechen. 2011 moderierte Andy Borg nach einer Pause von 10 Jahren seinen ersten Auslands – Musikantenstadl aus Porec. Am 27. Juni 2015 moderierte Andy Borg den Stadl zum letzten Mal.

Das Konzept künftig ein jüngeres Publikum ansprechen zu wollen, ging trotz grundlegender Überarbeitung des Showkonzeptes leider nicht auf. Mit Andy Borgs Nachfolger Alexander Mazza, sowie der Schweizer Sängerin Francine Jordi kam es nur zu einer Regulären und einer Silvesterausgabe 2015. Seit 2016 moderiert die Silvestersendungen Jörg Pilava gemeinsam mit Francine Jordi.

35 Jahre lang haben Karl Moik und sein beliebter Nachfolger Andy Borg in ihrem beliebten Musikantenstadl mit viel Musik, Spaß und guter Laune für unzählige Stunden bester Fernsehunterhaltung gesorgt. Und für viele Musiker,  wie Hansi Hinterseer, Stefan Mross, Andreas Gabalier oder Florian Silbereisen war es der allererste Fernsehauftritt bei der Eurovisionssendung und ein wichtiges Sprungbrett für ihre Karriere.

Ähnliche Beiträge