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 Danke, Karlchen …

"Karl Dall war die Höflichkeit und Liebenswürdigkeit in Person!"

Oliver Kalkofe würdigt ihn in einem Nachruf als „Gott des kauzigen Kalauers & lässigen Trash-Humors“. „Vor allem aber: ein absolutes Unikat. So was wie ihn wird’s nie wieder geben.“

Paola (Felix) würdigt den „Spaßvogel“ mit den Worten: „Du warst der Karl Dall, sobald eine Kamera auf dich gerichtet war. So eben, wie man dich kannte. Aber außerhalb des Scheinwerferlichtes warst du ein äußerst liebenswürdiger, höflicher und zuvorkommender Mensch.“ Das kann ich nur bestätigen: Karl Dall war die Höflichkeit und Liebenswürdigkeit in Person! Ausgerechnet am 11.11., zu Beginn der Karnevalssaison, erlitt Karl Dall bei Dreharbeiten für die ARD-Serie „Rote Rosen“ einen Schlaganfall. Zwölf Tage später verstarb er, „ohne vorher noch einmal das Bewusstsein wiedererlangt zu haben“, wie seine Familie mitteilte. Seine Talkshows (Roland Kaiser verließ einst die Sendung „Dall-As“ mit den Worten: „Ich hätte eigentlich gar nicht herkommen dürfen, weil die Form von Talkshow mir nicht gefällt“) sind ebenso legendär wie seine augenzwinkernden Hits „Diese Scheibe ist ein Hit“ oder „Millionen Frauen lieben mich“. Kult hoch zehn: Seine Hauptrolle in der Verwechslungskomödie „Sunshine Reggae auf Ibiza“ (1983), in der er sich auf die Suche nach dem Schlagersternchen Linda Lu machte. „Mir ist nichts peinlich. Gar nichts!“, sagte er erst kürzlich in einem Interview. Karl Dall konnte auch einstecken: Der Schauspieler Kurt Weinzierl († 2008) sagte einst zu ihm sinngemäß: „Im Grunde genommen kann man jedes Haar nur beglückwünschen, das diesen Kopf verlassen darf.“ Karl Dall hatte sich bereits zu Lebzeiten eine Seebestattung gewünscht. Er wolle „das lustigste Fischfutter der Welt“ werden, so sein erklärter letzter Wille.

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