Stadl+STAR Interviews

 Daniela Alfinito: Wer sich zu viel wünscht, wird nie glücklich

Mit ihrem aktuellen Album „Splitter aus Glück“ hilft uns Daniela Alfinito durch Zeiten der Unsicherheit, Angst und Unzufriedenheit.

Exklusiv-Interview zu ihrem neuen Album „Splitter aus Glück“!

Stadlpost: Liebe Daniela, der Titel deines neuen Albums „Splitter aus Glück“ deutet es an: Glück gibt’s nur in kleinen Dosen. Halten wir zu viel davon einfach nicht aus?

Daniela Alfinito: Ich genieße jeden auch noch so kleinen Glücksmoment! Durch meine Arbeit erlebe ich jeden Tag, wie hart das Schicksal einen treffen und wie vergänglich Glück sein kann. Deshalb arbeite ich auch mit Leidenschaft seit über 28 Jahren in der Altenpflege und versuche, dort Freude zu schenken. Dasselbe gelingt mir hoffentlich auch mit meiner Musik und den neuen Songs von „Splitter aus Glück“. Ich bin rundum glücklich und zufrieden, so wie ich gerade leben darf.

Stadlpost: Was können wir tun, um das Glück besser zu erkennen?

Daniela Alfinito: Mit offenen Augen durchs Leben gehen und mit dem zufrieden sein, was man hat. Natürlich gibt es Wünsche, Träume, Sehnsüchte. Das gehört dazu. Aber deswegen ist doch alles andere nicht schlecht. Wenn man sich immer mehr und mehr wünscht, ist man nie glücklich. Meiner Oma habe ich schon als kleines Mädchen gerne zugehört, wenn sie von früher erzählt hat. Sie waren mit kleinen Dingen absolut glücklich. Gespielt haben sie mit Stöcken, Steinen und gebasteltem Spielzeug. Auch heute gibt es noch viel zu viele, die an der Armutsgrenze leben oder mit einer Krankheit kämpfen. Das sollte man sich zwischendurch auch immer wieder bewusst machen, wenn man zu viele Wünsche hat und deshalb den Kopf hängen lässt.

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Daniela mit einem der sechs geretteten Althoff-Hengste. Die Tiere waren zutraulich und lieb! Ein Moment purer Freude

Stadlpost: Was das betrifft, hast du ja viele Glückssplitter, oder?

Daniela Alfinito: Ja. Ich habe einen wunderbaren Sohn und meinen Papa würde ich für nichts in der Welt eintauschen. Auch, dass ich noch meine Mutter habe, und wir sogar im selben Haus wohnen und viel Zeit miteinander verbringen können, macht mich glücklich. Meine beste Freundin begleitet mich oft zu Auftritten. In diesem Jahr sind wir leider nicht so oft zusammen unterwegs, aber unternehmen privat umso mehr.

Stadlpost: Wo Licht ist, ist auch Schatten: Meist geht es mit Liebeskummer in der Jugend los. Erinnerst du dich noch an deine erste unglückliche Liebe?

Daniela Alfinito: Als Teenager war ich schwer verliebt und dann natürlich kreuzunglücklich, als es aus war. Damals habe ich mir total viele Gedanken gemacht, warum dieses schöne Gefühl auf einmal nicht mehr da sein sollte. Heute weiß ich, dass es manchmal einfach nicht passt und sich Wege auch wieder trennen. Wenn mein Maurizio heute verliebt ist, freue ich mich mit ihm und auch wenn’s nicht mehr passt, bin ich immer für ihn da.

Stadlpost: Für wen hast du damals in der Schule geschwärmt?

Daniela Alfinito: Wir waren so eine richtig eingefleischte Mädelsgruppe, da hatten Jungs nicht wirklich eine Chance. Gegen unser Mädelsgeschwader kam einfach keiner an (lacht).

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Daniela zu Gast auf der Aiderbichl-BALLERMANN-Ranch in Scholen bei Gastgeber André Engelhardt (l.)und seinem Team. Sascha Heyna (r.) moderierte die Sendung „Das Fest der Tiere“ (DMF)

Stadlpost: Von welchem Star hing ein BRAVO-Poster an deiner Wand?

Daniela Alfinito: Die BRAVO war Pflicht, die habe ich jede Woche gekauft. Denn Anfang der 80er gab es einen Starschnitt von der norwegischen Popgruppe A-ha und der hing in meinem Zimmer!

Stadlpost: Gab es auch eine unglückliche Liebe, bei der du im Nachhinein froh warst, dass sie nicht geklappt hat?

Daniela Alfinito: Nein, zum Glück nicht. Mein Bauchgefühl hat mich bisher nicht im Stich gelassen.

Stadlpost: Wie sammelst du deine Glückssplitter im Alltag?.

Daniela Alfinito: Wenn ich zu den Bewohnern morgens in die Zimmer komme und sie mir ein fröhliches Lächeln schenken, ist das ein Splitter aus Glück. Auch wenn mir Fans nach Auftritten sagen, dass ich sie mit meinen Liedern glücklich gemacht habe. Dass mein Papa mir wieder zwei Lieder fürs Album geschrieben hat und das Duett sogar mit mir zusammen singt, ist für mich weit mehr als nur ein Splitter!

Stadlpost: Du engagierst dich unter anderem für die Gut-Aiderbichl-BALLER­MANN-RANCH in Scholen. Welches Tier­schicksal dort hat dich besonders berührt?

Daniela Alfinito: Jedes Tierschicksal, das ich dort gesehen habe. Besonders beeindruckt hat mich, wie zutraulich und dankbar diese Tiere sind, die dort Schutz und Pflege finden. Die Besitzer Annette und André sind von früh morgens bis zum Feierabend nur für ihre Schutzbefohlenen da. Ihr Herz schlägt für die Ranch. Dieses direkte Feedback der Tiere zu erleben, ist pures Glück. Das hat mich bei meinem Besuch dort auch sehr berührt.

Stadlpost: Der Aiderbichl-Gedanke von Projekt-Gründer Michael Aufhauser ist also auch ein „Splitter vom Glück“ für dich?

Daniela Alfinito: Ja! Dass diese aus großer Not geretteten Tiere auf den Aiderbichl-Höfen ihren Lebensabend verbringen dürfen, ist ein großer Splitter vom Glück. Viele erleben dort zum ersten Mal Zuwendung und Fürsorge. Viele standen schon auf der Schwelle zum Tod. Der Gedanke, dass es solche Friedens-Oasen für Tiere und Menschen wie Annette, André und ihre engagierten Mitarbeiter gibt, macht mich glücklich. Für die Dreharbeiten war ich das erste Mal auf der Ballermann-Ranch und werde nach diesen berührenden Begegnungen ganz sicher noch mal zu Besuch kommen.

Die Sängerin ruht in sich, denn sie weiß, was sie zu einem erfüllten Leben braucht. Mit Geld hat es jedenfalls nicht viel zu tun. Dafür umso mehr mit Respekt, Liebe, Verzeihen und Bescheidenheit

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CD-TIPP: Songs wie Lichtstrahlen, Texte wie eine zarte Umarmung. Eine CD, die wieder Wärme und Gefühl in unser Leben bringt.

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