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Vom Schürzenjäger zum Feuerwehrmann – Peter Steinlechner ist 65!

Zähigkeit, Ausdauer und der Wille zu harter Arbeit zeichnen den Steinbock aus. Peter Steinlechner bringt alle diese Eigenschaften mit und ergänzte sie mit der Freiheit eines Tiroler Adlers! Heute begeht der Ur-Schürzenjäger seinen 65. Geburtstag!

Damals, in den frühen 70er Jahren fand der harte Rock’n’Roll nur zaghaft seinen Weg bis ins hinterste Winkel des Tiroler Zillertals. Da galten andere Gesetze und laute Gitarren, Hardrock oder gar lange Haare gehörten da eher nicht zur landesüblichen Ausstattung. Die „Zillertaler Schürzenjäger“ gingen trotzdem ihren Weg. Konsequent. Und der Weg führte sie in die lichtesten Höhen des Showgeschäftes. Später flog das Zillertal aus dem Bandnamen und die Tracht wurde gegen schwarze Klamotten getauscht. Wirbel gab es dabei immer, aber dem Peter und die Band ficht das nicht an. Steinbock bleibt Steinbock. Schürzenjäger zu sein bedeutet bis heute, Konsequenzen zu leben.

1992 legten die Jungs dann einen anderen Gang ein. „Wir wollten Konzerte spielen, die Menschen zum Zuhören bringen“, erinnert sich Steinlechner, der damit genau das am Punkt bringt, was die Schürzenjäger von vielen anderen Bands bis heute unterscheidet: man ließ sich nie den Mund verbieten. Gesellschaftspolitische, kirchenkritische Statements waren keine Seltenheit. Gegen den Strom schwimmen, aus tiefer innerer Überzeugung.

Peter hat auch viele Freunde in der Showbranche – hier mit Schauspieler Wolfgang Fierek

Nach den großen Erfolgen in den 80ern, 90ern und den frühen Nuller-Jahren, folgte Mitte der 2000er Jahre der persönliche Karrieren-Herbst. Für Peter Steinlechner hieß das „alles hat seine Zeit“ und er wechselte die Berge und Wälder. Raus aus der Tretmühle. Der Schürzenjäger hob ab nach Kanada. „Es ist schön, dass das Leben langsamer wird“, erklärte er damals in einem Interview. Dort, weit weg von Tirol, steht ein Holzhaus direkt am See. Das aus verschiedenen Fotos bestehende und mit Tesafilm zum Panorama zusammengeklebte Bild zeigt auf rund 30 Zentimetern das Refugium des Schürzenjägers. Steinlechner trägt es immer bei sich. Es ist bis heute die Insel wo die Seele Ausgang hat und mit der Natur im Gleichklang schwingt. Gleich ums Eck siedelt Ex-Bandkollege Alfred Eberharter. Fernsehen, Radio… das braucht der Schürzenjäger in Kanada nicht. Da zählen andere Werte. Wie das Käppi am Kopf des Peter Steinlechner, auf dem das Wappen der Feuerwehr von Bridgewater prangt. „Die haben mich da zum Ehrenfeuerwehrmann gemacht“, erzählte er und man merkt, wie diese Auszeichnung den Mann mit mehr als 50 Gold- und Platinplatten berührte. Ehrenfeuerwehrmann in Bridgewater! Peter der Steinbock aus dem Zillertal, den sein Weg nach Mega-Erfolgen und ebensolchen privaten Schicksalsschlägen um die halbe Welt geführt hat. Ihm hat das Leben als sanften Landeplatz das Holzhaus, die Bäume und den See gebracht.

In diesem Sinne. Alles Gute zum 65er, lieber Steinbock!

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