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Andy Borg: “Die Oma war mein erster großer Fan”

Unglaublich! Er steht bereits seit 40 Jahren auf der Bühne – und feiert das Jubiläum dieses Jahr vor allem mit ganz viel Musik.

Wir dürfen uns auch wieder auf eine neue Ausgabe von „Andy Borg bei Freunden“ freuen. Diesmal geht es nach Kärnten.

Stadlpost: Lieber Andy, am 19. September entdeckst du auf Melodie TV die Region Villach, Faaker See und Ossiacher See. Was macht die Region so besonders?

Andy Borg: Dass ich als Kind schon dort war und mit der Familie Bade- und Wanderurlaub gemacht habe. Zitronenbäumchen und Affen in den österreichischen Bergen – das gibt’s nur hier! Und kein Platzerl ohne Musik, da muss man lange suchen. Die Lebensfreude haben Land und Leute im Blut.

Stadlpost: Seit 40 Jahren stehst du auf der Bühne. Erinnerst du dich noch an deinen ersten Auftritt?

Andy Borg: Meinen allerersten Auftritt hatte ich vor meiner Oma. Gespielt habe ich Akkordeon und dazu gesungen. Und weil sie sich so sehr darüber gefreut hat, habe ich das am nächsten Tag gleich noch mal gemacht. Dann hab ich selbst so viel Spaß daran gefunden, dass ich bei Familienfesten Musik gemacht habe und bald bei so ziemlich jeder Feier bei uns in der Nachbarschaft – und es wurde wirklich viel gefeiert bei uns in Floridsdorf. Da kannte noch jeder jeden (lacht).

Immer Wieder Sonntags
Als Co-Moderator bei „Immer wieder sonntags“ präsentiert er uns die Rubrik „Legenden“

Stadlpost: Und irgendwann hast du dann nicht nur auf Hochzeiten und Geburtstagen gesungen …

Andy Borg: Nachdem ich dann bei „Die große Chance“ gewonnen hatte und mein erstes Lied „Adios Amor“ als Tonbandaufnahme aus dem Studio nach Hause geschickt bekam, habe ich mich einfach nur gefreut und das Packerl den ganzen Abend angeschaut und ganz festgehalten. Denn abspielen und anhören konnte ich das Band nicht, dafür hatte ich daheim kein Gerät. Aber das war mir völlig egal. Denn das Lied hab ich damals schon auswendig gekonnt. Live gesungen hab ich mein Lied dann das erste Mal in Diskotheken, in denen es oft an einem Tag in der Woche sogenannte Stargast-Auftritte gab. Ich fragte mich damals, was ich an einem solchen Stargast-Abend dort überhaupt sollte. Während ich dann vor den vielen Leuten sang, dachte ich: „So viele fremde Leut – die kommen doch nicht wegen mir …“

Stadlpost: Vier Jahrzehnte sind seit deinem ersten Auftritt inzwischen vergangen: Macht es dir nicht manchmal Angst, wie schnell die Zeit vergeht?

Andy Borg: Als Wiener hab ich die Gemütlichkeit erfunden und lass mich nicht stressen. Wenn die Zeit zu schnell läuft und ich nicht mehr hinterherkomme, dann mach ich Pause. Und wenn ich mich dann daran erinnere, was ich schon alle erleben durfte, dann fühlt sich das so an, als wenn das gerade in dem Moment passiert. Und dann ist die Zeit von früher wieder da. Das macht mir keine Angst, sondern viel Spaß.

Dreharbeiten " Andy Borg Bei Freunden, Ein Sommertraum In K‰rnten"
Andy als Obstlieferant: Der Affenberg Landskron ist ein Zoo in Villach und zugleich Österreichs größtes Affenfreigehege mit etwa 160 Japanmakaken

Stadlpost: Wovon hast du als kleiner Bub geträumt?

Andy Borg: Als Bub habe ich davon geträumt, in aller Ruhe die Schallplattensammlung von meinem Bruder allein bei mir im Zimmer anhören zu können. Ich hab mir immer nur heimlich eine Platte holen können, wenn er nicht aufgepasst hat. Später hätte er dann gerne bei mir in der Band mitgespielt, aber das haben dann wir nicht wollen!

Stadlpost: Welche Popstar-Poster klebten an der Tapete in deinem Jugendzimmer?

Andy Borg: Poster?! Hatte ich damals noch nicht. Die Bravo gab’s bei uns daheim nicht. Aber dafür hab ich mir vom Taschengeld jede neue Ausgabe vom Lustigen Taschenbuch mit Mickey und Donald am Kiosk geholt.Im Fernsehen habe ich keine Sendung von Peter Alexander versäumt. Und das Radio war mein bester Freund. Die Hits von Roy Black, Bata Illic oder Elvis hab ich dann bei den Auftritten gespielt, zu denen mich mein Papa gefahren hat, weil ich damals noch keinen Führerschein hatte.

Dreharbeiten " Andy Borg Bei Freunden, Ein Sommertraum In K‰rnten"
Gemeinsam mit seiner Frau Birgit bereiste der Sänger und Moderator für die Sendung „Andy Borg bei Freunden“ die Region Villach – Faaker See – Ossiacher See. Zu sehen am 19. September um 20:15 Uhr auf Melodie TV

Stadlpost: Du bist ja gelernter Kfz-Mechaniker. Machst du heute noch den Auto-Check selbst?

Andy Borg: Ölwechsel und Wasser nachfüllen, ja. Gelernt hab ich ja damals an Schneepflügen und Straßenkehrmaschinen. Im Studio und am Klavier kenn ich mich inzwischen viel besser aus.

Stadlpost: Wo ist dein Lieblings-Platzerl?

Andy Borg: Daheim in unserer Küche. Nirgendwo wird mit mehr Liebe gekocht als da! 

Dreharbeiten " Andy Borg Bei Freunden, Ein Sommertraum In K‰rnten"
Abenteuer Wildnis in der Adler-Arena Burg Landskron oberhalb von Villach. Auch als Falkner macht der Sänger eine gute Figur

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