STADLPOST

© Domik Beckmann
29. August 2017

Das Leben schreibt meine Lieder

Seit 20 Jahren steht Nik P. erfolgreich auf der Bühne. Im Stadlpost-Interview verratet er, dass er weiß, dass er auf seinem Weg zum Erfolg auch Beistand von oben hatte. Am kommenden Samstag, den 2. September, feiert er auf Gut Aiderbichl sein Bühnen-Jubiläum mit neuem Album.

 

Stadlpost: Lieber Nik, mit 19 hast du mit deinem Cousin deine erste Band gegründet. Seit 20 Jahren bist du Bühnen-Profi. Dein Lied „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ ist einer der erfolgreichsten Schlager-Songs aller Zeiten. Gibt es trotzdem irgendetwas, was du heute anders machen würdest?

Nik P.: Das ist eine gute Frage. Wenn ich so zurückschaue, nichts eigentlich. Wenn man anfängt oder mittendrin ist, dann will man schnell Dinge erreichen. Und wenn man dann, so wie ich jetzt, einige Jahre hinter sich hat, dann merkt man eigentlich, dass alles seine Zeit gehabt hat. Und dass die Zeit für alles irgendwie gekommen ist. Man muss im Leben auch warten können, man muss professionell dabeibleiben und darf den Glauben an sich nie verlieren. Nur dann sind solche Sachen möglich. Ich freue mich wahnsinnig, dass es funktioniert hat.

 

Glück im dritten Anlauf: Mit Ehefrau Gaby und Sohn ­Janik lebt der Künstler, der mit bürgerlichem Namen Nikolaus Presnik heißt, in Salzburg.

 

 

Stadlpost: Vor 40 Jahren, als du 14 Jahre alt warst, hast du deine ersten Songtexte geschrieben – wie gelingt es dir, bis heute noch immer so emotionale und berührende Lieder zu schreiben?

Nik P.: Ich lebe mit allen Sinnen und das Leben hat ja so viele Facetten. Man erlebt – täglich kann man fast sagen – schöne und traurige Momente. Deshalb schreibt auch eigentlich das Leben meine Texte. Dabei merke ich auch immer wieder, dass ich damit Menschen berühren kann. Dass sie merken: Das ist ja einer, der fühlt gleich, der denkt gleich, der macht in gewissen Situationen das Gleiche wie ich. Und ich glaube, das ist irgendwie ein bisschen mein Erfolgsgeheimnis. Ich versuche authentisch zu sein. Und das gelingt mir, glaube ich, ganz gut.

 

Stadlpost: Deine Mutter Maria starb, als du noch ein Kind warst. Glaubst du, dein musikalischer Weg wäre auch in diese Richtung verlaufen, wenn du es in deiner Kindheit und Jugend leichter gehabt hättest?

Nik P.: Mein Lebensweg hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich weiß nicht, wie es ausgegangen wäre, wäre meine Mutter nicht gestorben. Ich kann es nicht sagen, ich weiß es nicht. Es war für mich schon ein großes Des­aster, als sie damals starb. Plötzlich bist du alleine. Wir waren fünf Kinder, unser Vater war völlig überfordert, und das hat schon vieles bewirkt in mir.

 

Stadlpost: Dadurch bist du ja ­eigentlich erst zur Musik gekommen …

Nik P.: Ja, das ist das Traurige und gleichzeitig Gute an der Sache. Als meine Mutter gestorben ist, war niemand da, mit dem man reden konnte. Als kleines Kind, ich war damals neun Jahre alt, hast du viele Fragen. Ich aber hatte keinen, der mir Antwort gab. Und irgendwann mit zehn, zwölf Jahren habe ich da angefangen, erste Texte zu schreiben.

 

… Das ganze Interview mit Nik P. lesen sie in der aktuellen Ausgabe der Stadlpost.

 

Stadlpost: Du arbeitest gerade an deinem neuen Album, das du auf Gut Aiderbichl präsentieren wirst. Kannst du uns darüber schon etwas verraten?

Nik P.: Es ist ein brandneues Album mit nur neuen Titeln darauf, die ich jetzt erst kürzlich fertig geschrieben habe. Veröffentlicht wird es Anfang September. Und wie du schon gesagt hast: Vorgestellt wird es live zum ersten Mal auf Gut Aiderbichl beim großen Jubiläumsfest am 2. September. Dann gehen wir auf Tour mit dem Album. Es wird ein sehr starkes und sehr emotionales Album; gleichzeitig aber auch sehr fröhlich. Weil wir uns ja auch freuen, dass wir 20 Jahre unsere Musik machen und 20 Jahre damit die Menschen begeistern können.

 Stadlpost: Herzlichen Dank für
das Gespräch.

 

TAGS: Nik P.