STADLPOST

© Johanna Fehr
29. Juni 2017

Ein Schlager-„Frischling“ erobert die Donauinsel

Mit ihrem ansteckenden, herzlichen Lachen begeistert Schlagerstar Gina seit einigen Jahren ihre stetig wachsende Fangemeinde. Am vergangenen Wochenede hatte die sympatische Tirolerin einen ganz besondern Auftritt absolviert: Beim größten Open-Air-Festival in Europa mit freiem Eintritt, dem Wiener Donauinselfest. Für Stadlpost hat Gina dieses unglaubliche Erlebnis in Worte gefasst:

 

Liebe Stadlpost-LeserInnen!

Ungelogen, als ich vor einigen Monaten die Nachricht bekam, dass ich beim diesjährigen Donauinselfest auf der Schlagerbühne singen darf, ist mir sprichwörtlich das Herz in die Hose gerutscht. Noch dazu, als ich die klingenden Namen gehört habe, die nach mir das Bühnenparkett betreten werden… Jazz Gitti, Hansi Hinterseer und und und… Aber der Reihe nach.

 

Anreise Samstag, 24. Juni, um 4.30 Uhr (!)

Unfassbar… Um diese Zeit habe ich an „normalen“ Tagen noch nicht mal Puls. Aber es gibt noch vieles vorzubereiten und die Euphorie, auf Europas größtem Open Air Spektakel singen zu dürfen, treibt mich aus dem Bett. Um 6 Uhr früh geht’s mit meinen Freunden los nach Wien. Schon bei der Anfahrt habe ich mir in meinem Träumen ausgemalt, was dort auf mich zukommen könnte.

 

In Wien angekommen, geht’s auch gleich zum Soundcheck auf die Donauinsel… Die Spannung steigt. Ein wenig traditionelles, aber dafür ein um so originelleres Begrüßungskomitee hat mich schon beim Hotel in Empfang genommen.

 

 

Soundcheck-Time!

Als ich beim Soundcheck meine ersten Töne mit den Worten „Hallo Männer“! rausposaunte, dauerte es nicht lange, bis sich eine Gruppe Vorarlberger Jungs in der ersten Reihe sammelte. Beeindruckt von deren festivaltauglichen Schuhen, wagte ich gleich den Selbstversuch und trat in die Fußstapfen der feierlustigen Vorarlberger… Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Jungs feierten anschließend bei meinem Auftritt, als gäbe es kein Morgen.

 

 

Nach dem Soundcheck ging‘s wieder zurück ins Hotel, wo ich mich gleich für meinen Auftritt umziehen konnte. Wochen vorher habe ich mir den Kopf zerbrochen, was auf der Donauinsel outfittechnisch gut passen würde. Deshalb habe ich mich für ein typisches Festival-Outfit mit einer knallbunten Hose entschieden. Ganz nach meinem Mode-Motto: Hauptsache laut 😊

 

 

Outfit sitzt, Frisur hält – los geht’s zum Shuttle. Dieses teilte ich mir mit Radio Niederösterreich Moderator Claudio. Was für ein Zufall – Claudia … Claudio…. GINA…. GINO… 😊 Ja klar! Liegt doch auf der Hand, oder? Angetan vom Tiroler Dialekt, startete „GINO“ sogleich ein gemeinsames Live-Interview auf Facebook. Der Tiroler Dialekt ist ihm übrigens von seiner Arbeitskollegin vertraut. Er meinte, seit sie bei Radio Niederösterreich im Radio zu hören ist, macht das Radiogerät immer komische Geräusche… es klinge ganz nach einem langen „kkkkkkkk“… Also wirklich… Der Vergleich hinkt doch… 😉 Aber auch ich habe ihn mit den Vorzügen des Tiroler Dialektes nicht verschont. Oder soll ich sagen, mit den Ekkkken und KKKanten? Hört am besten selber rein 😊. (live auf der FB-Seite von Radio Niederösterreich oder GINA – So klingt Schlager)

 

 

17:10 Uhr: Schlager an – Alltag aus! Jetzt ist Zeit für Schlager!

Trotz glühender Hitze hatte ich Gänsehaut. Die Frisur hält, dank einer gefühlten Tonne Haarspray, das Make up sitzt… Oh Himmel… das T-Shirt klebt am Rücken… Ich kann nicht genau sagen, ob es aufgrund der knapp 40 Grad Hitze oder doch wegen der Aufregung war…

 

Der Auftritt – was für ein Gefühl!

Zugegeben, die Anmoderation mit den Worten „Helene Fischer aus Österreich“ war doch ein bisserl dick aufgetragen, lieber Gino. Aber als er mit den Worten „Lieblings-Tirolerin des heutigen Abends“ einen undefinierbaren Kreischalarm auslöste, wurde ich neugierig. Bitte was geht da draußen vor sich? Als ich die Intro-Wartezeit überstanden und endlich auf die Bühne durfte – der Schock! Freunde, Familie aus meiner Heimatgemeinde Thaur stürmten die ersten Reihen und beflügelten mich bei meinem ersten Auftritt auf der Donauinsel. Augenblicke, in denen es sogar mir kurzzeitig die Sprache verschlagen hat. Da glaubt man, man fährt alleine zum größten Open Air Spektakel Europas und dann diese Überraschung. Spätestens jetzt war die Schlagerbühne fest in Tiroler Hand – der Schlagerbeat wurde zu meinem eigenen Herzschlag.

 

 

Alle Besucher auf der Schlagerinsel feierten mit mir und ließen sich vom Fox-Beat antreiben. Sprechchöre und Tanzwütige enterten den Platz vor der Bühne und machten aus dem Festival-Gelände mein zu Hause. Im Endorphine-Rausch segelte ich auf der Schlagerwelle über die Schlagerbühne des Donauinselfestes. So muss eine echte Schlagerparty sein!

 

 

Nur noch eine tolle Autogrammstunde und ein kühler Drink mit meinen Begleitern, Freunden und Künstlerkollegen konnten mein Glück noch perfekter machen. Musikerherz, was willst du mehr?

 

Donauinselfest – Zum Teufel mit „Silent Disco“

Mit meinem Auftritt auf der Donauinsel, hat sich ein persönlicher Traum erfüllt. Aufgekratzt von vielen wunderbaren Eindrücken und Erkenntnissen, streifte ich noch bis in die frühen Morgenstunden mit unzähligen Musikbegeisterten und Freunden durch die mit Musik gefluteten Wege der Donauinsel. Zu verlockend war das Angebot an Bühnen, Festival-Flair und erfrischenden Spritzgetränken, um direkt nach dem Auftritt die Reise ins Hotel anzutreten.

 

Jung und Junggebliebene feierten miteinander die laue Sommernacht und genossen dieses einzigartige Flair. Friedlich. Gemeinsam. Nach nur wenigen Augenblicken auf der Insel gehört man einfach dazu. Ich weiß jetzt, warum es viele – auch ansonsten weniger begeisterte Partytiger – jedes Jahr zum Donauinselfest verschlägt. Die Musik ist der gemeinsame Nenner des bunten Besucher-Haufens, der in mir die Entscheidung festigte: Nach dem Fest ist vor dem Fest. Das Donauinselfest lieferte an diesem Wochenende den Beweis: Musik verbindet.

Alles Liebe, eure GINA

 

TAGS: Gina