STADLPOST

© Uwe Schwarz
10. Februar 2017

Achim Mentzel (†): Das Geheimnis um seinen „Zwillingsbruder“?

Ein Jahr nach Achims Tod sorgt jetzt ein Mann für Wirbel, der genauso aussieht wie der verstorbene Entertainer. Ist Martin tatsächlich sein verschollener Zwillingsbruder?

 

„Das kann nicht sein!“, schreit die junge Frau als sie den Mann sieht, der gerade um die Hecke biegt. Lockenmähne und Schnauzbart, braune Augen, Wohlfühlfigur und – von weitem sogar die gleiche Mimik. Anita S. kann ihren Augen nicht trauen. Sie schlägt die Hände zusammen und sagt: „Ich kann es nicht glauben, er sieht genauso aus wie Achim!“ Anita ist die Nachbarin des am 4. Januar vor einem Jahr plötzlich verstorbenen Entertainers Achim Mentzel (†69). Ist Frank Martin, so heißt der Mann, der ihr gegenübersteht, tatsächlich der verschollene Zwillingsbruder von Achim Mentzel? Nahm er das Geheimnis um seine Existenz mit in sein Grab?

 

Dass die Leute so reagieren, wenn sie ihn sehen, darüber kann Frank Martin inzwischen nur noch schmunzeln. „Das passiert ständig, manchmal nervt es sogar etwas“, meint er. „Früher haben mich die Leute gefragt, ob ich Achim Mentzel bin. Jetzt fragen sie, ob ich mit Achim Mentzel verwandt bin.“

 

Der Moderator Achim Mentzel verstarb im Januar 2016.

 

Lange hat Frank nach einer Gelegenheit gesucht, den TV-Star persönlich kennenzulernen. Kurz vor Achims Tod kam es dann doch noch zu einer ersten – und leider letzten – Begegnung mit dem Volksmusikstar. Achim sang beim Deutsch-Französischen Volksfest in Berlin. Frank Martin ging hin. Kurz vor Achims Auftritt nahm er all seinen Mut zusammen und klopfte ihm auf die Schulter. Beide staunten, als sie sich gegenseitig betrachteten. Achim konnte es kaum fassen: „Du siehst genau so dusselig aus wie icke.“

 

Frank Martins Ehefrau knipste ein Erinnerungsfoto, mehr Zeit blieb für diesen Moment leider nicht. „Wir quatschen hinterher“, hat Achim ihm noch zugerufen, bevor er auf die Bühne ging. Dann rockte Achim Mentzel so wie immer, eine Zugabe folgte der nächsten. „Der Mann war der Hammer! Und der Abend wurde immer länger…“, erinnert sich Frank Martin. Schließlich sogar zu lang für den Altenpfleger, der am nächsten Morgen wieder frühzeitig zum Dienst musste. Frank ging nach Hause in der festen Hoffnung, dass sich nun bald eine passende Gelegenheit zum langen Gespräch mit Achim Mentzel finden würde. Aber dazu kam es nicht mehr…

 

Seit dem plötzlichen Tod von Achim plagte Frank Martin von Tag zu Tag mehr das schlechte Gewissen, weil er damals einfach so abgehauen war. Zu gerne hätte er gewusst, was Achim Mentzel mit im „bequatschen“ wollte. Womöglich hätte er ihm sogar ein großes Familiengeheimnis verraten. Ein Geheimes, das Mentzels Witwe Brigitte (74) schon kennt?

 

Wie Charmant: Achims Doppelgänger bringt seiner Witwe zum Besuch Blumen mit.

 

Der Berliner hat sich auf den Weg gemacht, dieses Geheimnis zu lüften. Zitternd, mit weichen Knien, fürchterlichem Herzklopfen und einem süßen Blumenstrauß steht er vor dem Haus von Achim Mentzel. Brigitte Mentzel kommt ihm entgegen, bleibt zunächst einen Augenblick stehen: „Die Ähnlichkeit mit meinem Achim ist schon sehr verblüffend.“ Sie bittet ihn ins Haus, lässt ihn in Achims „afrikanischer Ecke“ setzen. „Aber bitte nicht auf dem Platz, wo Achim immer gesessen hat.“

Wie die Geschichte weiter geht lesen Sie exklusiv in unserer aktuellen Printausgabe der Stadlpost.

 

TAGS: Achim Mentzel