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28. Dezember 2016

Jörg Pilawa: Rettet er den Stadl?

Er ist Deutschlands Quiz-Liebling, doch nimmt er nun in einem ganz anderen Bereich Fahrt auf: Alle Hoffnung, der viele Jahre so beliebten Eurovisionssendung „Silvesterstadl“ wieder zu ihrer Beliebtheit zurückzuverhelfen, liegt auf seinen Schultern.

 

An der Seite von Francine Jordi (39) wird Jörg Pilawa (51) erstmals mit vielen Stars und Sternchen und hoffentlich mit noch viel mehr Fans der Schlager- und Volksmusik beim Silvesterstadl ins Jahr 2017 feiern. Was ihn dazu qualifiziert, dieses Erbe anzutreten, wie er zur „Verjüngungskur“ des Musikantenstadls und zu seiner Kollegin Francine Jordi steht, verrät er uns in einem exklusiven STADLPOST-Interview.

STADLPOST: Lieber Herr Pilawa, vielen herzlichen Dank, dass Sie sich für unsere Leserinnen und Leser Zeit nehmen. Sie sind als Quizonkel im ganzen deutschsprachigen Raum für Spaß und Spiel bekannt. Was quali ziert Sie nun zum „Stadl“-Moderator?

JÖRG PILAWA: Der „Quizonkel“ – den „Titel“ habe
ich mir übrigens selbst gegeben – hat ja in seiner Vita mehr gemacht, als „nur“ Fragen zu stellen. Ich komme vom Radio, habe bei RSH den Morgen und Vormittag moderiert und bin dann über die Nachrichten und den Sport zur Unterhaltung gekommen. Auch der Jahreswechsel ist mir als Moderator nicht fremd. Die Jahrtausendwende durfte ich für Sat.1 vom Brandenburger Tor präsentieren. Am meisten qualifiziert mich für den Silvester-Stadl jedoch, dass ich einfach Bock auf die Party in Graz habe.

 

Nach Karl Moik übernahm Andy Borg die Moderation.
Nach Karl Moik übernahm Andy Borg die Moderation.

 

STADLPOST: Können Sie sich noch daran erinnern, wann Sie zum erstem Mal den Musikantenstadl mit Karl Moik oder Andy Borg gesehen haben?

JÖRG PILAWA: Klar, das Fernsehen hat den beiden Kollegen viel zu verdanken. Für mich unvergessen der Auftritt von Harald Schmidt bei Karl Moik als Pavarotti von Stuttgart mit der Hymne „Auf der Schwäbsche Eisenbahn“.

Stadlshow 2015 in Linz

 

 

STADLPOST: Haben Sie eine persönliche Vorliebe für Schlager und volkstümliche Musik?

JÖRG PILAWA: Wenn man sich die Entwicklung des Schlagers
und der volkstümlichen Musik ansieht, gibt es längst nicht mehr
das Schubladendenken wie zu Zeiten meiner Kindheit, als es im Auto nicht möglich war, mit meinen Eltern zusammen Musik zu hören. Die Schnittmenge zwischen AC/DC und den Kastelruther Spatzen war zu gering. Heute können alle bei Andreas Gabalier, Helene Fischer oder Santiano mitsingen.

STADLPOST: Spielen Sie selber ein Musikinstrument oder haben Sie als Kind eines erlernt?

JÖRG PILAWA: Ich komme aus einem sehr musikalischen Haus. Mein Vater spielte zahlreiche Instrumente und hatte als junger Mann eine eigene Band, mit der er sein Studium finanziert hat. Meine Mutter war die Klassik-Beauftragte im Hause Pilawa und schleppte uns in die Oper. Ich selbst hatte Gitarrenunterricht. Leider hat es bei mir nur für vier saubere Akkorde am Lagerfeuer gereicht.

STADLPOST: Nachdem die Verjüngung in Form der Stadlshow vom Publikum nicht angenommen wurde, soll der Silvesterstadl wieder an die erfolgreiche Tradition des Musikantenstadls mit seiner bewährten Musikfarbe anknüpfen. Haben Sie die Stadlshow gesehen? Was, meinen Sie, war der Grund, warum die Stadlshow eben nicht den Erfolg brachte, den sich die Sendungsmacher erhofft haben?

JÖRG PILAWA: Das ist Schnee von gestern. Ich gucke in die Zukunft und die ist der Silvesterstadl 2016. Die Sendung zum Jahreswechsel ist doch eh eine ganz eigene Show. Es geht um die größte Live-Party im Fernsehen. Wir wollen gemeinsam Spaß haben und 2017 begrüßen.

STADLPOST: Ihnen zur Seite steht Francine Jordi – haben Sie die Moderatorin und Sängerin schon persönlich kennenlernen können?

JÖRG PILAWA: Kennen und schätzen gelernt. Sie war nicht nur Gast im Quizduell, wir haben uns auch schon getroffen und ich freue mich, mit dieser Powerfrau und ihrem Hammerlachen ins neue Jahr zu feiern.

 

 

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Francine Jordi wird auch 2016 die Stadlshow in Graz moderieren.

 

STADLPOST: Vielen Dank für Ihre offenen Antworten. Wir dürfen gespannt sein und hoffen, dass Sie auch die Herzen der Stadl-Fans im Sturm erobern.

 

 

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