STADLPOST

© Kerstin Joensson
27. Dezember 2016

Trauriger Jahresrückblick: Berührender Abschied von Andreas Fulterer

Bewegende Erinnerungen von Petra Frey

 

Der frühe Tod von Andreas Fulterer (55) Ende Oktober hat uns alle sehr geschockt. Mit bewegenden Worten hatte er sich zuvor auf Facebook von Freunden, Fans und Familie verabschiedet. Das war aber nicht die einzige Vorbereitung, die Andreas noch vor seinem Tod getroffen hat: für seine Beerdigung hatte er zu Lebzeiten noch zwei Lieder komponiert und eingesungen – der Abschied war sein letzter großer Auftritt.

Sichtlich bewegt trugen die Kastelruther Spatzen, denen Andreas Fulterer selbst fünf Jahre als Gitarrist und Sänger angehörte, den hölzernen Sarg in die Kirche und nach der Messe zu Grabe, wie es dem Wunsch von Andreas entsprach.

 

Andreas FultererAbschied

 

Die Spatzen waren jedoch nicht die einzigen Wegbegleiter, die sich von ihm nun verabschieden mussten. Unter ihnen auch Petra Frey, die mit Andreas 1998 das Duett „Inno d‘ amore“ aufgenommen hat. Sie erinnert sich exklusiv für die Stadlpost …

„Wir waren damals drei Monate zusammen auf Tour und haben
gemeinsam viele Kilometer auf der Autobahn verbracht. Dadurch haben wir viel Zeit zum Reden gehabt. Ich war ja noch so jung und hab all seine Erfahrungen vom Leben, die er mir erzählt hat, aufgesaugt. Er strahlte immer eine totale Ruhe und Gelassenheit aus, was für mich als junges Mädchen in diesem harten Business sehr wichtig war. Es war eine so tolle und lustige Zeit, die ich nie vergessen werde.

 

petra-und-andreas
Petra Frey blickte als junge Künstlerin besonders zu Andreas Fulterer auf.

 

STADLPOST: Ihr beide habt ja dann sogar auch den ersten Platz in der ZDF-Hitparade gewonnen. Wie würdest Du den Andreas als Menschen beschreiben? Was war seine größte Stärke?

PETRA FREY: Unser Sieg und unglaublicher Erfolg mit diesem Titel bleibt unvergessen. Es war eines meiner schönsten Momente im Leben. Andreas war sehr entspannt, aber er wusste auch immer was er will und setzte das auch um. Vor allem war er immer sehr ehrlich und das habe ich sehr an ihm geschätzt. Auch sein herzliches Lachen wird mir immer in Erinnerung bleiben.

 

 

STADLPOST: Kannst Du Dich vielleicht an eine lustige Anekdote
mit ihm erinnern?

PETRA FREY: Es ist vielmehr eine sehr persönliche Erinnerung: als wir damals den Live-Auftritt bei der ZDF-Hitparade hatten, war ich mega nervös. Andreas sagte kurz vor der Sendung zu mir: „Komm Petra, wir machen das schon, gib mir Dein Batschihandi, das hab ich zu meiner Tochter immer gesagt und irgendwann wirst Du das auch zu Deinem Kind sagen.“ Jetzt habe ich auch eine Tochter und als ich von seinem Tod erfuhr, hielt ich gerade ihre Hand und konnte meine Tränen nicht unterdrücken, weil mir dieser Satz wieder einfiel.

STADLPOST: Wann habt Ihr Euch das letzte Mal gesehen? Und was hättest Du ihm damals noch gerne gesagt?

PETRA FREY: Wir haben uns noch vor ein paar Monaten bei einer Benefizveranstaltung gesehen. Und wie so oft im Leben hab ich all das nicht gesagt, was ich immer sagen wollte, weil ich dachte wir sehen uns wieder. Das tut mir am Meisten leid. Ich fand Andreas immer sehr talentiert, ehrlich und herzlich und ich habe unsere gemeinsame Duettzeit so unglaublich genossen. Es macht mich sehr traurig, dass ich es ihm nicht mehr sagen konnte. Ich wünsche seiner Familie alle Kraft der Welt in dieser schweren Zeit!!!

 

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