STADLPOST

Machen nun als Trio weiter: Edmund Wallensteiner, Marco Diana und Arnd Herröder
© Michael Meyer
24. November 2016

KnickerNocker: „Unser Zwicki ist für uns unersetzbar“

Die KnickerNocker machen als Trio weiter

 

Nach dem tragischen Tod von Dietmar Zwischenberger, Ende September, sitzt der Schock bei seinen ehemaligen Bandkollegen Edmund Wallensteiner, Marco Diana und Arnd Herröder immer noch tief. Doch nicht zuletzt aufgrund vieler Ermutigungen von Dietmars Familie, vieler Fans und Wegbegleiter, haben sie beschlossen zu Dritt weiter zu machen und sind sich einig, „den ‚KnickerNocker Traum‘ zu leben und Musik zu machen – im Sinne von Dietmar und für Dietmar“.

 

 

„KnickerNocker ist auch Lebensstil, dazu einige Schlagworte: Zufriedenheit, Besinnen auf das Wesentliche, Erinnern an die gute, alte Zeit, Nostalgie, moderner Schlager mit Retroelementen, Dolce Vita verbunden mit konsequenter Arbeit. Das kann man nicht einfach aufgeben, das hätte auch Zwicki nicht so gewollt. Und in diesem, auch seinem Sinne, führen wir das mit ihm begonnene Projekt weiter, spielen jedes Mal, wenn wir auf der Bühne stehen für ihn und fühlen, dass er irgendwie mitwirkt“, so der Bassist Edmund Wallensteiner exklusiv gegenüber der Stadlpost.

Wenn Menschen von uns gehen, bleiben die Bilder, die sie bei uns hinterlassen haben. Edmund Wallensteiner wird seinen Freund und Kollegen in vielerlei Hinsicht vermissen. Unzählbar sind die Erinnerungen: „Dietmar Schlagzeug spielend auf der Bühne, Dietmar als Beifahrer, Dietmar als lächelnder, niemals schlecht gelaunter Kollege, Dietmar, mit dem ich gerne mal ein Steak essen gegangen bin (immer ‚Argentinisches Angusrind‘)“, sind nur einige, die dem Vollblutmusiker einfallen.

Der Hocker am Schlagzeug ist nun unbesetzt – doch eine andere Person an „Zwickis“ Platz zu setzen, kam nie in Frage: „Das haben wir nicht in Betracht gezogen. Für uns ist er unersetzbar, nicht austauschbar“, sind sich die KnickerNocker einig.

 

 

Nach so einem schrecklichen Verlust einfach zur Tagesordnung überzugehen, ist unmöglich. Doch die Arbeit am Video zu „Frag dein Herz“, einer wunderschönen Ballade aus der Feder von Sänger Marco Diana und gleichzeitig das Lieblingslied ihres verstorbenen Freundes, scheint den KnickerNockern Mut gemacht haben, ihren Weg weiter zu gehen. Sie haben das Video ihrem „Zwicki“ gewidmet.  „Es sind einfach die vielen Erinnerungen an Auftritte – wo man sozusagen gemeinsam den Applaus des Publikums „inhaliert“ und genossen hat, lange Autofahrten – wo man stundenlang über Gott und die Welt quatscht hat, die vielen Hotels, wo man oft Tür an Tür gewohnt hat usw.“, verrät uns Bandsprecher Edmund Wallensteiner.

 

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Das aktuelle Cover zur Single „Frag dein Herz“

 

So unerwartet Abschied nehmen zu müssen, zerreißt einem das Herz, macht traurig, wütend und verzweifelt zugleich. Doch lässt es uns Menschen auch lernen: „Wir KnickerNocker – zumindest meine ich das – haben ohnehin ein ausgeprägtes Verständnis von Zusammenhalt, von Bandgefühl und wissen, wie wichtig und wertvoll es ist, wahre Freunde zu haben. Was wir lernen können ist, den Glauben an Gott und an ein Leben in einer anderen Welt zu intensivieren“, so Wallensteiner.

 

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