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© Pedro Becerra
17. November 2016

Roland Kaiser: „Früher hatte ich vor Auftritten viel mehr Nervenflattern“

In seiner Alterskarriere ist er populärer als je zuvor

 

Seit 43 Jahren begeistert Roland Kaiser unzählige Fans. In den 80er Jahren schien das Berliner „Findelkind“ am Zenit seiner Karriere zu sein. Doch von 2000 bis 2010 zog ein großer Schatten über seine Karriere, sein ganzes Leben: Jahrelang litt er unter der Lungenkrankheit COPD – bis ihm eine Lunge transplantiert wurde.

 

Auch Roland Kaiser ist ein gern gesehener Gast auf jeder Bühne.

 

Und dieser Eingriff hat ihm nicht nur eine zweite Chance ermöglicht, sondern auch seine Sichtweise auf das Leben komplett verändert, wie er kürzlich in einem Interview sagte: „Man nimmt sich selbst nicht mehr so wichtig, das ist eine sehr vernünftige Einstellung. Man hat auch weniger Sorge vor Dingen, die man früher als besonders bedrohlich empfand. Ich hatte früher vor Auftritten viel mehr Nervenflattern, weil ich alles perfekt hinkriegen wollte. Das macht einen ungesunden Druck auf einen selbst. Heute sage ich mir, dass es nicht so tragisch ist, wenn ich einen Text vergesse oder einer meiner Kollegen eine falsche Note spielt. Deswegen komme ich ja nicht ins Gefängnis. Diese entspannte Einstellung lässt einen deutlich besser sein.“ 

 

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So kennen ihn seine Fans: Gestriegelt im Anzug bei seiner Kaisermania in Dresden.

 

Eine Einstellung, die sich auch bemerkbar macht: heute scheint er populärer als je zuvor zu sein, doch wie der Sänger sich das erkläre, wisse er nicht: „Es ist eine Mischung aus allem. Dass man manchmal den Mund aufmacht, dass man als Mensch auch Ecken und Kanten hat. Viele denken wohl „da stört und nervt er mich jetzt zwar, aber immerhin hat er was gesagt“. Ich habe eine Meinung, das ist wohl mitentscheidend.“

 

 

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