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11. November 2016

Herzlichen Glückwunsch zum runden Geburtstag, Martin Brugger!

Tierisch, Trachtig, Übernachtig – Das heutige Geburtstagskind liebt Hunde über alles

 

Sie lieben die Musik, sie lieben die Natur, sie lieben die Menschen und sie lieben die Tiere. Kurz – sie lieben das Leben. Volksmusikfreunden sind die Ursprung Buam schon lange ein Begriff. Die Vollblutmusiker haben sich längst eine internationale Fangemeinde erobert und touren durch gut gefüllte Säle weit über Österreichs Grenzen hinaus.. Das Gesicht des Sängers Martin Brugger ist von einem Hundebiss gezeichnet. Er wurde als Kind von einem Schäferhund gebissen.

Seit über 20 Jahren sind die Tiroler „Ursprung Buam“ Garant für gute Laune und handgemachte Volksmusik. So war es bei ihren letzten Alben und so ist es auch wieder bei ihrem neuesten Werk „Trachtig Übernachtig“ – ein etwas erklärungsbedürftiger Titel?

 

Albumcover Ursprung Buam

 

„Hm“, sagt Bandleader Martin Brugger lächelnd, „manchmal werden unsere Veranstaltungen schon ganz schön lang. Wir verbringen nämlich oft auch noch nach den Auftritten eine tolle Zeit mit unseren Fans. Tja, und dann wacht man eben am nächsten Vormittag mit schwerem Kopf auf und merkt: Ups, du hast ja noch die Bühnenkleidung vom letzten Abend an. Das ist dann so richtig trachtig übernachtig.“

 

Ursprung Buam

 

Dennoch – besonders unkompliziert verlief die Karriere des Zillertaler Volksmusiktrios nicht: obwohl ihre Alben über eine Million Mal verkauft wurden und sie zu den absoluten Publikumslieblingen zählen, ­würden die Ursprung Buam immer wieder vom Fernsehen gemieden werden, so ­Martin Brugger. Einmal seien sie von einem deutschen Sender sogar zunächst ein- und anschließend unter fadenscheinigen Gründen wieder ausgeladen worden. Martin Brugger äußerte damals den traurigen Verdacht: „Wir haben TV-Verbot, weil wir nicht schön genug sind.“

In Martin Bruggers Gesicht sind tiefe Spuren eines schrecklichen Hundebisses verewigt: „Ich wurde als Kind von einem Schäferhund angefallen. Er biss mir mitten ins Gesicht und ich wurde 22 Mal operiert. Auf dem linken Auge sehe ich seitdem fast nichts. Angeblich hätte unsere Musik aber nicht ins Konzept gepasst. Die bittere Wahrheit war wohl eher, dass wir dem Schönheitsideal mancher deutscher TV-Bosse nicht entsprachen, was für einen Menschen, der mit so einer Behinderung lebt, ein ordentlicher Schlag ins Gesicht ist“, so Brugger, der sich trotz seiner negativen Erfahrung ein Leben ohne Hunde nicht vorstellen kann. „Seit ich denken kann, liebe ich ­Tiere. Und ganz besonders ­Hunde. Im Krabbel­alter mussten mich meine Eltern sogar manchmal unter unseren eigenen Hunden vorziehen. Sie waren einfach richtige Familienmitglieder. Und so habe ich mir als Kind auch ­keine Gedanken gemacht, dass bei uns etwas liebevoller mit Tieren umgegangen wurde als bei manchen anderen Menschen,“ erinnert sich Brugger und schildert, wie es damals zu dem schrecklichen Vorfall kam: „Als Vierjähriger besuchte ich mit meinen Eltern einen nahegelegenen Bauernhof. Ich durfte dort mit Katzen spielen, Kaninchen streicheln und mir die anderen Tiere im Stall anschauen. Plötzlich entdeckte ich hinter einem Scheunentor eine ziemlich große Kiste. Darin schlief friedlich eine Schäferhündin mit Welpen. Ich war total begeistert und stürzte etwas zu stürmisch darauf zu. Ich wollte einfach eines dieser kleinen Wollknäuel herausnehmen und streicheln. Logischerweise ist die Hündin dabei erschrocken und schnappte im selben Moment mehrmals zu. Sie erwischte mich mitten im Gesicht.“

 

Martin Brugger

 

Trotz dieses tragischen Erlebnisses ist seine Liebe zu Hunden geblieben. „Ja, absolut, denn ich habe schnell verstanden, dass die Hündin damals keine Schuld hatte. Sie wollte ja nur ihre Jungen verteidigen. Außerdem ist mir heute auch klar, dass das arme Tier leider überhaupt keinen Bezug zu Menschen hatte. Die ­Hündin lebte zwar nicht an der Kette, bekam auch regelmäßig ihr Futter und ­wurde sicherlich nie geschlagen, aber ihr fehlte absolut der liebevolle Umgang einer fürsorglichen Bezugsperson. Sie lebte auf dem Hof in ihrer Hütte oder eben in der Scheune und durfte nie zu ihrer Familie ins Haus. Dem Bauern fehlte damals offenbar das Verständnis, den Hund als das zu betrachten, was er ist, nämlich ein gleichberechtigter Partner mit hoch ausgeprägten Sinnen, die er uns ­fraglos und immer zur Verfügung stellt. Ein hochentwickeltes Lebewesen, das genauso Schmerz, Trauer, ­Freude, Angst, ­Kummer und Einsamkeit ­empfindet wie wir selbst! Wir ­Menschen ­sprechen im Bezug auf Hunde oft immer noch von Dominanz und Rudelverhalten und machen uns selten die Mühe zu akzeptieren, was unsere Hunde eigentlich wollen – nämlich einfach nur Zuneigung.“

 

Martin Brugger mit seinen Hunden

 

Über zu wenig Zuneigung können sich Arco und Sissy, die beiden Bayrischen Gebirgsschweißhunde von Martin Brugger, nicht beschweren. Sie sind, wie alle seine früheren vierbeinigen Begleiter auch, liebevolle Familien­mitglieder und werden natürlich auch so behandelt. „Ich mag diese Rasse und ich liebe vor allem ­unseren Arco und unsere Sissy. Sie sind die ­treuesten Begleiter, die man sich ­vorstellen kann. Durch ihre Freundlichkeit, Gutmütigkeit und Kinder­liebe fühlen sie sich auch im Kreis von fremden Menschen richtig wohl. Ob als Familien­hund oder als Jagdhund, Bayrische Gebirgsschweißhunde sind für mich einfach immer treue und lebensfrohe Gefährten.“

Arco ist zwölf Jahre alt und ein auffallend schönes Prachtexemplar und die achtjährige Hundedame Sissy eine besonders treue und dankbare ­Seele – kein Wunder, wurde sie doch von dem vorbildlichen Zillertaler Ursprung Buam vor dem Aufenthalt in einem Tierheim gerettet. „Ich habe damals gehört, dass im Nachbarort eine ­Familie einen Wurf Bayrischer Gebirgsschweißhunde hatte und damit völlig überfordert war. Die Welpen sollten alle im Tierheim landen. Daher bin ich sofort hingefahren, habe mich um den gesamten Wurf gekümmert und für alle wirklich gute Plätze gesucht und schließlich auch gefunden. Nur Sissy haben wir behalten. Sie war die frechste von allen Welpen und ist uns sofort ans Herz gewachsen. Sogar unser Arco, der’s früher mit anderen Hunden nicht so hatte, hat sich vom ersten Tag an mit Sissy angefreundet. Seither sind die beiden unzertrennlich.“

Martin Brugger feiert am Samstag, den 12. November seinen 40. Geburtstag! Das gesamte Team der Stadlpost wünscht von Herzen alles Gute zum Runden! 

 

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