STADLPOST

Erwin Aschenwald und die Mayerhofner
© Facebook/Die Mayerhofner
25. August 2016

Herzlichen Glückwunsch, Erwin Aschenwald!

Ein Zillertaler Original feiert Geburtstag!

 

Im idyllischen Stillupptal, einem Seitental des hinteren Zillertales bei Mayrhofen, ist Erwin Aschenwald aufgewachsen. „Mein Vater war hier Jäger und die Mutter hat das Jagdhaus betreut“, erzählt Erwin, Gründer der Mayrhofner, einer der erfolgreichsten Bands aus dem Zillertal. Zur Schule musst er damals den Weg bis nach Mayrhofen zu Fuß gehen – mehrere Stunden täglich. „Das kann man heute den Jungen gar nicht plausibel machen, wie das damals so war. Aber es hat mich geprägt und hat mir auch die Kraft für mein ganzes späteres Leben gegeben“.

 

Stolzer Opa
Stundenlang zu Fuß zur Schule ob Regen oder Schnee: Für seine geliebten Enkerl unvorstellbar!

 

Sein Name und seine Musik sind heute weit über die Tiroler Landesgrenzen hinaus bekannt und doch nennen ihn seine Enkelkinder zu Hause nur „Schnurri“. Seine Liebe zur Musik hat Erwin Aschenwald damals als Kind im Stillupertal entdeckt. „Im Sommer mussten wir alle auf der Alm mithelfen. Als Hirten-Buben konnten wir uns ein bisschen ein Taschengeld verdienen“. Möglichkeiten der Freizeitgestaltung hat es wenige gegeben, da war Kreativität gefragt: „In den kleinen Pausen, die man so gehabt hat, etwa nach dem Mittagessen, hat man sich selber unterhalten müssen. Ich hatte eine Mundharmonika im Sack und hab dann halt einfach so frei darauf los geblasen – wie ich das eben so empfunden habe“, erinnert sich das Zillertaler Original an die Anfänge seiner Karriere.

 

IWS Juni 2016
Heute stehen sie auf den großen Bühnen: Hier bei IWS im Juni 2016.

 

 

„Es hat in mir immer schon gebrannt und ich muss einfach immer auf die Bühne. Vielleicht ist es so etwas wie ein Komplex, ich weiß es nicht“, meint er mit einem Lächeln auf den Lippen. 1978 nahm er sein erstes Album auf, gemeinsam mit seinem Kumpel, dem Schragl Franz. Zwischendurch besuchte der gelernte Tischler das Bruckner-Konservatorium und wurde Staatsmeister auf dem Akkordeon. „Getrieben hat mich eigentlich immer der Wille zur Perfektion“. Als Akkordeonist im klassischen Fach lieferte er zwei respektable Solo-Alben ab. Später wurde die Geige nach einem spontanen Kauf im Musikgeschäft zur Passion und zu einem weiteren Markenzeichen, als hätte der querdenkende Schnurrbart-Träger noch ein weiteres gebraucht.

 

 

Mit seinen Mayrhofnern ist er seit Jahrzehnten sehr erfolgreich. Gemeinsam laden sie im Herbst wieder in die Erlebnissennerei Mayrhofen zu seinem großen Hoo-Ruck-Fest (von Donnerstag, 29. September, bis Sonntag, 2. Oktober 2016) ein. In der Band spielen auch schon seine Söhne mit. „Der Michael spielt Schlagzeug und der Erwin junior Keyboard, die steirische Harmonika und Geige. Weitere Mitglieder der Band sind der Ulli, er spielt Gitarre und hat die hohe Stimme. Und Thomas, er ist unser Bassist – er ist ein sehr besonnener Mensch. Er hat die Ruhe, die ich leider nicht immer habe. Denn ich bin immer etwas verrückt, spontan und auch ein wenig jähzornig. Aber: So gleicht sich das bei uns innerhalb der Band immer aus. Der eine hat die Ecken, der andere die Kanten und einer immer die Rundungen“, lacht Erwin.

 

 

Wenn auch Sie sich auf die Spuren von Erwin Aschenwald begehen wollen, hier ein Tipp: Vor ein paar Jahren wurde dem Zillertaler Original in seiner Heimat ein Denkmal gesetzt: Ein eigenes, kleines Platzl neben dem Stilluperhaus. Dort laden inmitten der herrlichen Tiroler Bergwelt eine gemütliche Bank und ein Findling mit Gedenk­tafel zum Verweilen ein. Erwin hat hier im Sillupertal nicht nur einen Teil seiner Kindheit verbracht und seine Liebe zur Musik entdeckt. Auch der bekannte Sonntagsjodler ist hier entstanden. So erinnert das Erwin Aschenwald Platzl an den großen Sohn aus dem kleinen Tal.

Die STADLPOST wünscht dem heutigen Geburtstagskind alles Gute, Gesundheit und viele weitere Jahre auf der Bühne! 

 

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