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© Ruth Rauscher
5. August 2016

Bernhard Brink erfindet sich immer wieder neu

Auch ohne einen Superhit ist er einer der ganz Großen

 

Seit Jahrzehnten ist Brinki nicht aus der Schlager-Szene wegzudenken, er steht für Kontinuität. Einen Superhit konnte der Sänger, Moderator, Buchautor und Entertainer zwar nie landen, doch bei über 10 Millionen verkauften Platten und 26 produzierten Alben, kann der er selbst darüber lächeln, einst einen Welthit abgelehnt zu haben: Dieter Bohlen, damals noch ein unbekannter Komponist, kutschierte ihn zu seinen Auftritten, holte ihn vom Flughafen ab, sie spielten Tennis zusammen, um den Sänger zu überreden, für ihn ein Lied schreiben zu dürfen.  Als Bohlen ihm „You’re my heart, your’re my soul“ vorlegte, winkte Brinki ab. „Ist ja nicht so dolle, dachte ich mir“. Eine grobe Fehleinschätzung, denn das Lied eroberte Europa und Dieter Bohlen ist heute bekannt als der Pop-Titan.

„Die 70er waren eine tolle Zeit, eine einzige Party. Ich trauere den guten alten Zeiten nicht nach. Aber es ist nicht alles besser geworden. Die Kommunikation findet heute anders statt. In der Kneipe haben von fünf Leuten am Tisch drei ihr Smartphone in der Hand. Ob das gut ist, wage ich zu bezweifeln“, so Brinki, der heute über vieles aus der Vergangenheit lachen kann und stets nach vorne schaut.

 

 

Sein Erfolgsrezept? Der Hertha-Fan habe immer jede Menge für seinen Erfolg getan! Habe gekämpft und geackert. Versuchte stets ein wenig moderner zu klingen als die Anderen. Und er ist sich selbst immer treu geblieben.

Bei seinem großen Konzert in der Burgarena in Finkenstein in Kärnten am Donnerstag (4. August) zeigte Brinki einen Querschnitt aus über 40 Jahren Brink in neuem musikalischen Outfit sowie das Ergebnis der Zusammenarbeit mit „dem Grafen“ (Unheilig). Denn „Unendlich“ ist auch das Motto der Tour mit Live-Band.

 

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