STADLPOST

26. Juli 2016

Claudia Jung im Exklusivinterview

Mit ihrem neuen Album beweist Claudia Jung eindrucksvoll, in welch grandioser Form sie ist. Von mitreißenden, melodischen Schlagern bis zu gefühlvollen Balladen ist es ihr wieder einmal gelungen, ein Album mit viel Abwechslung auf den Markt zu bringen.

Schon die Single Auskoppelung „Alles was du willst“ verspricht, was sie hält. Eine Claudia Jung, mit einem Hauch der 80iger, bei der wir immer auf die Tanzfläche gestürmt sind um mit ihren Liedern die Welt um uns zu vergessen und bis in die frühen Morgenstunden hinein zu tanzen. Der Mix aus klassischem Schlager gepaart mit zeitgemäßen Sound macht Lust auf mehr. Denn was gibt es auch heute noch schöneres als mit ihren Liedern zu träumen, zu weinen und für einige Zeit dem Alltag zu entfliehen.

 

Claudia Jung sprach mit Stadlpost Redakteurin Lilly Staudigl  über das neue Album, ihren Videodreh auf Mallorca und ihr soziales Engagement.

 

DSC00032

 

Stadlpost: „Frauenherzen“ heißt dein neues Album, sind denn Frauenherzen anders wie Männerherzen.

Claudia Jung: Natürlich, rein biologisch gesehen, schon. Wie es auch im Text heißt, sie ticken anders, sie ticken schneller. Es ist ja nicht nur so, dass wir uns im Normalfall für Handtaschen und Schuhe erwärmen und Männer dafür einen neuen Satz Autoreifen oder ein paar schöne Felgen lieben …nein, unsere Herzen schlagen tatsächlich schneller. Frauenherzen sind in einer höheren Herzfrequenz unterwegs wie Männerherzen.

 

Stadlpost: Dein neues Baby ist ein Jubiläumsalbum…

Claudia Jung: Ja, mein 25. Album.

 

Stadlpost: Hat es lange gedauert bis dieses Baby auf der Welt war.

Claudia Jung: (lacht) Man sagt ja immer bei jedem weiteren Kind, dauert alles etwas kürzer, aber ich hatte das Gefühl, dass es bei jedem musikalischen Baby inzwischen länger dauert. Vor allem sich zu entscheiden, loszulassen und zu sagen, dass ist es jetzt, so bleibt es dann.

DSC00022

Stadlpost: Du hast eine Texterin, warum schreibst du deine Lieder nicht selber.

Claudia Jung: Wenn Edith (Anm. d. Red: Edith Jeske) das macht geht das schneller. Ich verlier meistens die Geduld zu schreiben. Ich gebe ihr aber immer die Themen vor über die ich singen möchte und das kommt dann immer in null Komma nix zurück und ist dann so wie es sein sollte.

 

Stadlpost: Du hast auf deinem neuen Album wieder frische, tanzbare Titel, wie schaut es denn mit deiner tänzerischen Ader aus.

Claudia Jung: Ja, doch ich tanze schon sehr gerne, nicht jetzt so im klassischen Sinne wie Rumba oder Walzer mit einem Partner, sondern lieber frei und da kann es dann schon zum Äußersten kommen. (lacht)

 

Stadlpost: Was hörst du eigentlich privat für eine Musik…auch Claudia Jung, denn wir wissen du bist ein großer Freund der Country Musik.

Claudia Jung: Ich höre in der Tat, mein neues Album, vor allem in den Anfangszeiten im Auto, vor allem um die Texte zu lernen. Früher habe ich die Titel im Studio eingesungen und zack hatte ich dann den Text schon im Kopf, heute geht das nicht mehr so leicht (lacht), da muss ich dann schon auch öfter mal die Texte hören. Vor allem, wenn ich einen Auftritt habe und die Lieder vielleicht schon länger nicht mehr gesungen habe, dann muss ich sie wieder auffrischen. Aber wen ich sehr gerne höre ist Eros Ramazzotti und natürlich Country. Da kann ich mich entspannen und das macht mir gute Laune. Ich lasse mich auch gerne von den Countrysongs inspirieren, denn keine Musikrichtung versteht es die Lieder so gefühlvoll in die Herzen der Menschen zu bringen. Das ist schon großes Kino.

 

Stadlpost: Apropos großes Kino! Du hast auf Mallorca vor kurzem auch ein Video gedreht, wie war das für dich.

Claudia Jung: (überlegt) Ja, schön und stressig zugleich, aber es ist bei weitem nicht so viel Fun wie es am Ende dann aussieht, ich bin aber total froh, wenn am Ende alles so rüberkommt, als hätten wir eine Menge Spaß gehabt. Ich schätze das sehr toll, wenn die Plattenfirmen jetzt auch wieder Geld in die Hand nehmen um ein schönes Video zu drehen.

 

claudiajung_frauenherzen3

 

Stadlpost: Warum Mallorca?

Claudia Jung: Wir haben uns überlegt, da wir wussten, dass das Album im Sommer herauskommen wird, möchten wir auch im Video das Sommerfeeling ein bisschen rüberbringen. Zu diesem Zeitpunkt, war bei uns März und somit war die Entscheidung gefallen. Was aber nicht automatisch heißt Mallorca und feine 20 Grad. Wir hatten gerade mal 13 Grad mit kühler Brise, teilweisen Regenschauern und ich in sommerlicher Kleidung, mehr brauch ich dir nicht zu sagen, oder. (lacht)

 

 

Stadlpost: In der Tat, das sieht man auf dem Video überhaupt nicht, man denkt sich nur, mein Gott hat die Jung es wieder schön, die kann am Strand entlang reiten bei Sonnenschein und pipifeinen Temperaturen.

Claudia Jung: Ja, da siehst du wieder einmal, welche Strapazen ich auf mich nehme…(alle lachen), und dass wir mit dem Video das erreicht haben, was wir wollten…Urlaubsfeeling.

 

claudiajung_frauenherzen2

 

 

Stadlpost: Ja, und du mit dem Pferd am Strand, einfach romantisch. Wie war es mit dem Pferd zu arbeiten?

Claudia Jung: Jaaaa, ich würde sagen abenteuerlich denn das eigentliche unberechenbare an der ganzen Videogeschichte war das Pferd. Kurz vor dem Dreh haben sie mir gesagt, ja der ist das gewohnt und da kann jeder drauf reiten. Ich sag dann, ja ja, aber ein Pferd ist ja ein Fluchttier und hat dieses Pferd schon einmal mit einer Kameradrohne gearbeitet, weiß dieses Pferd, was eine Drohne ist. Das Pferd wusste es nicht und immer wenn die Drohne kam, die ja klingt als käme ein Schwarm Hornissen, dann war der ganz schön nervös. Uh, hab ich mir gedacht, der hat ja ganz schön Pfeffer unterm Arsch, ich konnte ihn aber trotzdem sehr gut unter Kontrolle halten, solang ich drauf saß. Wir wollten dann noch ein paar schöne Schnittbilder am Strand machen und ich sollte dann ganz romantisch mit dem Pferd am Strand spazieren. Gesagt getan. Ich ging also ein paar Meter und dann näherte sich die Drohne wieder. Ja, und dann war Schluss mit Romantik. Das Pferd machte einen riesigen Satz ich flog nach vorne in den Sand, denn ich hatte den ja noch an den Zügel, ich hab dann schnell die Zügel losgelassen und so schnell kannst du gar nit schauen war der Gaul über alle sieben Berge. Klingt jetzt a bissl dramatischer als es war, wir haben dann das Pferd an seinem Heimatstall wiedergefunden. (lacht)

 

Stadlpost: Gott sei Dank, kennst du dich mit Pferden so gut aus, denn du lebst mit deiner Familie auf einem Bauernhof und hast selbst Pferde und noch viele weitere Tiere. Wie viele sind es denn?

Claudia Jung: Ich hab das jetzt mal die letzten Tage so überschlagen, es sind 28.

 

Stadlpost: Eine stolze Zahl und welche Tiere hast du.

Claudia Jung: 3 Hunde, 5 Katzen, 8 Minischweine, 4 Pferde, 4 Ziegen, Hasen und neuerdings habe ich wieder 3 Hühner.

 

Stadlpost: Wolltest du schon immer einen Bauernhof?

Claudia Jung: Ja, das wollte ich immer schon, ein Hof mit vielen Tieren haben und vor allem mit Pferden, denn was gibt es schöneres als an einem sonnigen Morgen auf der Terrasse das Frühstück zu genießen und den Pferden auf der Weide zuzuschauen. Das ist Entspannung pur für mich. Da brauch ich auch keinen Urlaub.

 

Stadlpost: Kann man sich das auch so vorstellen Claudia Jung in Gummistiefel, Mistgabel und Schubkarre.

Claudia Jung: Ja natürlich, das gehört für mich dazu, andere machen Sport, ich mach Sport mit meiner Schubkarre, du, das geht ganz schön in die Arme und die Kondition wird auch aufgebaut, wenn man die schwere karre schiebt. Vor allem, wenn das Wetter nicht so schön ist und es matschig wird, da braucht man hier schon einiges an Schmalz. (lacht)

 

Stadlpost: Wenn du unterwegs bist, wer macht denn dann die Stallarbeit?

Claudia Jung: Die macht dann meine Tochter Anna.

 

Stadlpost: Was wir sehr bewundern ist dein soziales Engagement für Kinder. Du setzt dich sehr für den sogenannten „Paulihof“ ein. Was kann man sich darunter vorstellen?

Claudia Jung: Das ist wie ein Bauernhof mit ganz vielen Tieren und einer Wohngruppe mit max. 10 schwersttraumatisierten Kindern und Jugendlichen. Diese sind meist aus Familien, in denen Gewalt, Alkohol und Drogenmissbrauch vorgekommen sind. Die dadurch, oft kein Vertrauen zu anderen, geschweige denn zu sich selbst haben. Die Kinder werden auch meist von keinen anderen Einrichtungen mehr genommen. Und da kommt jetzt der „Paulihof“ ins Spiel. Hier wird mit den Kindern gearbeitet und man hat schon sehr beachtliche Erfolge erzielen können. Also mit ganz normalen Tieren wie Hund, Katzen, Ziegen und noch vielen anderen. Hier lernen die Kinder wieder Verantwortung, erst für das Tier und dann in weiterer Folge für sich selbst zu übernehmen.

 

Stadlpost: Wie kann man dich unterstützen?

Claudia Jung: Mit Tierpatenschaften zum Beispiel. Denn so kann man den Tieren und auch den Kindern helfen.

 

Stadlpost: Liebe Claudia, vielen lieben Dank für deinen Besuch bei uns in der Redaktion und wir wünschen dir mit deinem neuen Album „Frauenherzen“ viel Erfolg und freuen uns auf unsere nächsten gemeinsamen Geschichten.

Claudia Jung: Ich sag danke und i gfrei mi a.

 

TAGS: Claudia Jung