STADLPOST

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21. Juli 2016

Eine Ikone der Musik wird 70

Von der Hilfsarbeiterin zur 190-fachen Plattenmillionärin – dazwischen liegen gut funf Jahrzehnte französische Musikgeschichte und eine Frau – Mireille Mathieu.

 

 

 

In Avignon ist sie geboren, als erstes von 14 Geschwistern. Sie wächst in bescheidenen Verhältnissen auf. Ihr Vater, ein Steinmetz, habe ihr die Liebe zur Musik vermacht. Ihre ersten Auftritte hatte sie schon als Kind in der Kirche und auf Festen. Weil sie unter Legasthenie litt, verliess sie die Schule und begann in einer Papierfabrik zu arbeiten, wo sie Briefumschläge faltete. 1964 gewann sie einen Talentwettbewerb in Avignon. Über Nacht wurde aus der Hilfsarbeiterin ein Star.

 

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Mireille Mathieu feiert am 22. Juli ihren 70. Geburtstag.

 

Im Showgeschäft ist die 153 Zentimeter kleine Powerlady eine „Grande Dame“. Nicht nur ihr schwarzer Pagenkopf, ihr porzellanweisser Teint und ihre rot geschminkte Lippen stehen für Beständigkeit. Auch ihre kraftvolle und glockenhelle Stimme hat sich nach über 1000 Liedern nicht verändert. Mireille Mathieu ist beliebt und zeitlos wie eh und je. Noch heute füllen ihre Fans die Musikhallen weltweit.

 

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Der direkte Kontakt mit ihren Fans ist ihr wichtig.

 

Trotzdem kennt Mireille Mathieu keine Alluren, ist sich und auch ihrem Aussehen in all den Jahren treu geblieben. Ihr Erfolgsgeheimnis? Der Kontakt zum Publikum. „Ich glaube, die Menschen spüren, dass ich es liebe, auf der Bühne zu stehen“, lautet seit Jahren ihre Antwort.

 

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Mit Florian Silbereisen verbindet sie eine echte und tiefe Freundschaft.

 

Disziplin ist das oberste Gebot von Mireille Mathieu. Wenn sie auf Tour ist, gibt es keinen Alkohol, viel Fisch und Gemuse und neun bis zehn Stunden Schlaf. Mit Freunden darf es ab und zu schon mal ein guter Bordeaux sein. Nur wenig ist über ihr Privatleben publik geworden. Skandale sind keine bekannt und die Klatschpresse findet keine anrüchigen Geschichten. Sie singt zwar viel über die Libe, redet aber kaum darüber. Es habe durchaus Männer in ihrem Leben gegeben. Aber eine grosse Liebe habe sie nicht erlebt, gestand sie in einem Interview. Verheiratet war sie nie.

 

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Ihre geliebte Mutter stand ihr bis zu ihrem Tod sehr nahe.

 

Wie Stadlpost berichtete ist erst im März diesen Jahres ihre geliebte Mutter im Alter von 94 Jahren gestorben. „Meine Mama fehlt mir sehr, und meine Trauer ist unermesslich“, sagte sie in einem Interview. Groß feiern will sie ihren Geburtstag deshalb nicht.

 

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