STADLPOST

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© Gmedia/Berger
20. Juli 2016

Zillertaler Mander: Erdig & Stark

Seit 15 Jahren sind der „Rauthäusla“ und der „Saustuaner“, wie Albin und Christian Fankhauser daheim im Zillertal heißen, nun schon als Zillertaler Mander gemeinsam unterwegs. Dabei sind die zwei sich selbst und ihren Wurzeln stets treu geblieben und stehen auch heute – zig Auftritte später – noch mit der selben Begeisterung und Liebe wie am Anfang auf der Bühne. An diesem Wochenende findet das traditionelle Zillertaler Mander-Fest statt.

 

Wir haben uns mit Albin Fankhauser zu einem exklusiven Interview getroffen und mit ihm über das große Jubiläum gesprochen.

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Gestandene Mander, richtige Zillertaler – das sind Albin und Christian Fankhauser.

 

Stadlpost: Wie seid ihr zwei eigentlich zum Musizieren gekommen?

Albin: Das hat schon früh begonnen. Mit sechs hat Christian bereits angefangen, Trompete zu spielen und mit acht war er schon in der Dorfkapelle voll dabei. Bei mir war das erste Instrument die „Ziacha“, die Steirische Harmonika. Mein Vater hat jahrzehntelang eine Brachtums- und Schuhplattlergruppe begleitet und mir viel beigebracht. Von ihm habe ich auch viele alte Lieder und Melodien gelernt. Zusammen gespielt haben Christian und ich aber erst 1997, als wir beide in der Gruppe CRYSTAL spielten.

 

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Bei ihrem großen Festwochenende geben Albin und Christian Vollgas.

 

Stadlpost: Ihr singt ja hauptsächlich im Dialekt. Wie kam das?

Albin: Die Frage, wie weit man sich damit in puncto Verständlichkeit aus dem Fenster lehnt, steht bei uns natürlich immer ein wenig im Raum. Bei den Einheimischen punktet man zwar voll damit, aber wer nicht aus dem Zillertal ist, tut sich meist schwerer, unseren Dialekt zu verstehen. Für uns macht es aber so einfach mehr Sinn, weil wir die Dinge so viel besser benennen können, viel besser auf die Themen eingehen können. Damit wir aber niemanden in die Verzweiflung treiben, haben wir damit angefangen, ein kleines Zillertalerisch-Wörterbuch zusammenzustellen, in dem manche Begriffe erklärt werden.

 

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Als echter Zillertaler weiß Albin natürlich, wie man ein original Melchermuas zubereitet.

 

 

Stadlpost: 15 Jahre sind ja eine lange Zeit – was sind da für dich die schönsten Erinnerungen?

Albin: Es war eigentlich immer schön. Natürlich gab es auch harte Zeiten, zum Beispiel beim als wir beide noch nebenbei gearbeitet und zeitgleich gebaut haben. Da ist es dann schon ganz schön stressig. Aber wir pushen uns dann beim Spielen gegenseitig so, da brennt einfach eine Leidenschaft, ein Feuer. Höhepunkte sind aber mit Sicherheit Veranstaltungen wie unser jährliches Zillertaler Mander-Fest. Einfach unglaublich, wenn man da vor drei bis vier Tausend Leuten spielen darf, die vorwiegend wegen uns gekommen sind.

Das gesamte Interview mit den Zilletaler Mander lesen sie in der aktuellen Ausgabe der Stadlpost.

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Programm: 15 Jahre Zillertaler Mander

Donnerstag 21. 07. 2016

Begrüssungsabend und CD Präsentation der Live CD/DVD
im Brückenstadl in Mayrhofen, Beginn 18.30 Uhr, Eintritt frei
Mit dabei: Pseirer Spatzen aus Südtirol

Freitag 22. 07. 2016

Fanwanderung
zur Kreithütte – Kleinen Rosenalm mit Heimatradio U1 Tirol
Mit dabei: Volx Tirol
Abendprogramm
19:00 Uhr Platzkonzert der BMK Zell am Ziller
21:00 Uhr Soundcheck mit den Zillertaler Mandern,
anschließend Warm-up Party mit DJ im Discozelt

Samstag 23. 07. 2016

Jubiläumsabend
Einlass ab 16 Uhr, Beginn 17 Uhr
Mit dabei: Die jungen Thierseer, Geschwister Niederbacher,
Sigrid und Marina, Die Trenkwalder, Moderation Alex Weber (ORF Tirol)

Sonntag 24. 07. 2016
Radio U1 Tirol Jubiläumsfrühschoppen
Beginn 10:30 Uhr
Mit dabei: Die Hafendorfer, Zillertaler Haderlumpen, Sigrid und Marina, Vincent und Fernando, Moderation Ingo Rotter (Radio U1 Tirol)

 

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