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2. Juli 2016

Rex Gildo: Frauenschwarm und Schlagerikone

Er war der leibhaftige Schwiegermutter-Traum, ein Schlagerstar wie aus dem Bilderbuch, mit sanftem Blick, vollem Haar und strahlendem Lächeln.

 

Rex Gildo wurde als Ludwig Franz Hirtreiter 1936 in Bayern geboren. Seine Karriere begann Ende der 50er-Jahre beim Film. An der Seite des damaligen Teenie-Stars Cornelia Froboess bekam er 1958 seine erste Hauptrolle in „Hula-Hopp, Conny“. Ein Jahr später erhielt er bei Electrola seinen ersten Plattenvertrag und nahm den Künstlernamen Rex Gildo an.

 

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Rex Gildo mit Gitte Haenning.

 

Im Duett mit Angèle Durand versuchte der Sänger 1960 erstmals, sich für den Eurovision Song Contest zu qualifizieren. Das Duo scheiterte jedoch mit seinem Schlager „Abitur der Liebe“ an Wyn Hoop („Bonne nuit, ma chérie“). Rex Gildos Karriere tat das keinen Abbruch. Ihm gelangen in den 60er-Jahren zahlreiche Hits, darunter der Evergreen „Speedy Gonzalez“. Besonders gefragt war Rex Gildo im Duett mit der Dänin Gitte Haenning. Die beiden avancierten zum Traumpaar des deutschen Schlagers. Auch als Filmschauspieler war Rex Gildo erfolgreich. Allein zwischen 1960 und 1970 wirkte er in 16 Filmen mit.

 

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Uschi Glas stand mit Rex Gildo viele Male gemeinsam vor der Kamera.

Rex Gildos musikalische Karriere setzte sich in den 70er-Jahren fort, wenn auch leicht gebremst. 1972 landete er seinen wohl größten Hit: Mit „Fiesta Mexicana“ und den „Hossa, Hossa“-Rufen stieg Rex Gildo endgültig in den Schlagerolymp auf.

 

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War seine Ehe nur Tarnung?

 

Aufkeimende Gerüchte über den Menschen hinter der Kunstfigur Rex Gildo versuchte der Sänger stäts zu enkräften. 1974 heiratete er seine  Cousine Marion.

 

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30 Millionen Platten verkauft Rex Gildo insgesamt.

 

In den 80er-Jahren begann Rex Gildos Stern zu sinken. Der Mensch hinter der Kunstfigur des „Sexy Rexy“ leidete sehr darunter. Filmrollen gab es da schon lange nicht mehr für den in die Jahre gekommenen Star, der unbeirrt sein Image des ewig jugendlichen Frauenschwarms pflegte. Statt der ganz großen Bühne waren es immer häufiger Auftritte in Bierzelten, auf Betriebsfeiern oder bei Autohaus-Eröffnungen, mit denen der stets tief gebräunte Schlagerstar sein Geld verdiente. 1988 folgte mit dem Tod seines langjähriger Managers und mutmaßlichen Lebensgefährten Fred Miekley ein schwerer Schlag in seinem Privatleben.

Sein bitteres Ende am 26. Oktober 1999 war der letzte große Paukenschlag im Leben einer der großen tragischen Figuren des deutschen Schlagergeschäfts. Denn hinter der glanzvollen Karriere der Kunstfigur Rex Gildo war der Mensch Ludwig Franz Hirtreiter fast vollständig zurückgetreten. Seine jahrelangen großen Erfolge hatte der Sänger und Schauspieler mit einer fast grenzenlosen Selbstverleugnung bezahlt. Er starb an den Folgen eines Sturz aus dem Badezimmerfenster im zweiten Stock seiner Münchner Wohnung. Bis heute ist unklar, ob der damals 63-Jährige Selbstmord begehen wollte oder versehentlich im Tabletten- und Alkoholrausch stürzte.