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Patrick Lindner
© Facebook/Patrick Lindner
30. März 2016

Die Musik hilft Patrick Lindner seine Trauer zu bewältigen

Den plötzlichen und tragischen Tod seiner Mutter Hedwig verarbeitet der Patrick Lindner auch auf seinem neuen Album „Mittenrein ins Glück“ (ab 29. April). Die Musik hilft ihm, mit seiner Trauer umzugehen und neue Lebenskraft zu schöpfen.

 

„Der Song  ‚Wie weit ist es zum Himmel‘ beschreibt meine Trauer und erzählt genau von der Lebensphase, die ich im Moment erlebt habe“, so der Schlagersänger. Vor allem die Musik soll ihm nach dem Tod der 89-Jährigen im Januar Trost gespendet haben, sodass er ihr diesen besonders emotionalen Titel gewidmet hat. „Die Trauer kann ich gut verarbeiten, indem ich auf der Bühne stehe“, so Patrick Lindner weiter und gibt zu, dass er besonders emotional werde, wenn er bei einem seiner Konzerte eines der Lieblingslieder seiner ‚Mami‘ singe: „Ich gebe es offen zu, dass ich mich dann arg zusammenreißen muss.

 

 

 

„Ich konnte ihre Hand halten und sagen: ‚Mama, ich wünsche dir jetzt alles Gute. Pass auf dich auf! Pass auf uns auf! Wir wünschen dir eine gute Reise!'“, beschreibt der Sänger die letzten Minuten mit seiner geliebten Mutter. Der Abschied sei wie im Drehbuch verlaufen, so Lindner weiter: „Dann hätten die Anwesenden das Fenster geöffnet, um die Seele herauszulassen, und mit zwei Flaschen Champagner angestoßen. Wenn mir das vorher einer gesagt hätte, hätte ich den für verrückt erklärt. Trotzdem die Trauer tief war, hatte ich eine innere Ruhe und Zufriedenheit.“

 

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Patrick Lindner mit seiner Mutter Hedwig und seinem Lebenspartner und Manager Peter Schäfer

 

 

Eine wichtige Stütze ist ihm auch sein Lebenspartner Peter Schäfer. Denn nach der Trennung von seinem Langzeitpartner und ehemaligen Manager Michael Link (2005), hat er in seinem neuen Lebensgefährten eine neue Liebe gefunden. Während dieser langen Partnerschaft adoptierte Lindner auch das mit dem er gemeinsam das russische Heimkind Daniel, was damals nicht nur in der Schlagerwelt zu hitzigen Diskussionen führte. Schäfer, selbst leiblicher Vater eines heute 30-jährigen Sohnes, den er mit seiner besten Freundin zeugte, versteht den Wirbel, hat jedoch eine besonders liebevolle Antwort parat: „Das Bild der klassischen Familie – Vater, Mutter, Kind – ist bis heute in vielen Köpfen fest verhaftet. Aber die entscheidende Frage ist doch, wie wir den Begriff definieren. Für mich ist Familie immer da, wo Liebe wohnt. In einem liebevollen Umfeld kann jedes Kind wunderbar aufwachsen. Auch mit zwei Vätern oder zwei Müttern.“ Im Hause Lindner/Schäfer scheint die Liebe zu Hause zu sein, denn der Musiker ist froh, dass ihm sein Partner besonders mitfühlend zur Seite steht: „Es ist nicht einfach, wenn man privat ein Paar ist und auch noch zusammenarbeitet. Denn die Rollenverteilung zwischen dem Manager, der alles organisiert und einem den Rücken freihält, sowie dem Künstler auf der Bühne muss klar geregelt sein. Das war in meiner vorherigen Beziehung nicht der Fall, denn da hatte ich einen extrovertierten Partner.“

 

 

 

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