STADLPOST

Francine Jordi und Alexander Mazza
© ORF/Milenko Badzic
29. Dezember 2015

Stadlshow: „Es war ein Fehler, Andy Borg so hinaus zu schmeißen“

Stars, Hits und beste Unterhaltung zum Jahreswechsel: Unter diesem Motto werden Francine Jordi und Alexander Mazza zu Silvester die Stadlshow aus Linz präsentieren und mit bekannten und beliebten Gästen wie Heino, Nockalm Quintett, Die Jungen Zillertaler, Amigos, Marianne Rosenberg, Feuerherz, die Edlseer oder Sigrid & Marina ins neue Jahr rutschen.

Dabei werden die beiden Moderatoren am Silvesterabend ein wahrhaftes Hit-Feuerwerk zünden: Songs wie „New York, New York“, „Fliegerlied“,„Steirer­men“ oder „Marmor, Stein und Eisen bricht“ versprechen beste Unterhaltung! Heino will in Linz sogar den Toten Hosen Klassiker „Tage wie diese“ anstimmen.

 

 

Und obwohl diese Hit- und Gästeliste nahezu an die gute alte Tradition des „Musikantenstadls“ anknüpft, scheint aber mit der Silvester-Ausgabe gleichzeitig auch schon das Ende der modernisierten „Stadlshow“ fixiert zu sein. Denn durch den unfreiwilligen Abgang von Andy Borg, der zwanghaften Verjüngungskur des Sendungsformats und der Umbenennung der von Millionen Menschen so geliebten Eurovisionssendung wurden offensichtlich viele Fans vor dem Kopf gestoßen. Schlechte Quoten, miese Kritiken folgten auf die erste Sendung im September. Viele glauben deshalb, dass längst schon alle Zeichen auf Abschied stehen. Immerhin seien die Verträge mit den beiden Neo-Moderatoren Francine Jordi und Alexander Mazza nicht verlängert worden und es seien auch keine künftigen Termine für die Sendung mehr eingeplant.

 

Keine „Stadlshow“ im neuenJahr?

Obwohl Medien und Branchenkenner der Neuauflage des TV-Klassikers im neuen Jahr keine Zukunft mehr geben, heißt es auf Nachfrage von Seiten der beteiligten Sender ARD, ORF und SRF, dass noch nichts endgültig entschieden sei. Die gemeinsame Sprachregelung lautet offiziell: „Die Partnersender haben beschlossen, nach der Silvesterausgabe zu beraten und über die Zukunft der ‚Stadlshow’ zu entscheiden. Ein genauer Termin dafür wurde nicht festgelegt“.

 

„Es war einfach ein Fehler, Andy Borg so hinaus zu schmeißen“

Ein Sendungsmacher bestätigt dagegen gegenüber Stadlpost die Befürchtungen: „Dass die ARD aussteigt, ist so gut wie fix. Fällt die Einschaltquote zum Jahreswechsel gut aus, dann könnte es im neuen Jahr vielleicht auch ohne die ARD für die Show im kleineren Rahmen weitergehen. Wenn die Quote aber nicht passt, dann wird die Sendung eingestellt.“ Schuld daran sei allerdings nicht das Sendungskonzept aus Volksmusik und Schlager, das auch noch heute aufgrund der vielen Musikfans funktionieren würde. „Es war einfach ein Fehler, Andy Borg so hinaus zu schmeißen und die Sendung krampfhaft zu verjüngen“, bringt es ein Insider, der namentlich nicht genannt werden möchte, auf den Punkt.

Und es war schließlich auch Andy Borg, der die Messlatte dafür aufgehängt hat, die nun am Silvesterabend über „Alles oder Nichts“ der Stadlshow entscheidet: Immerhin schalteten bei seinem letzten Silvesterstadl zum Jahreswechsel 2014/15 noch 3,93 Millionen Zuschauer ein.

 

Andy Borg Silvesterstadl

 

Andy Borg gewann an diesem Abend selbst das Quotenrennen gegen die ZDF-Party zum Jahreswechsel vom Brandenburger Tor. Die Konkurrenz für die Stadlshow wird an Silvester allerdings besonders hart: Zeitgleich laufen im ZDF die Shows „Guten Rutsch“ und „Willkommen 2016“. RTL schickt „Die ultimative Chart Show – Die beliebtesten Après-Ski-Party-Hits“ ins Quotenrennen.

 

„Wir werden niemanden im Stich lassen“

Egal wie die Sendungsmacher letztlich im neuen Jahr entscheiden werden. Die Stadlpost wird sowohl den Fans als auch den Musikanten weiterhin als verlässlicher Partner und Plattform für alle Freunde der Volksmusik und des Schlagers zur Seite stehen. „Wir werden niemanden im Stich lassen – ob es nun die Fernsehshow weiter gibt oder nicht. Das ist für das Erscheinen unseres Magazins zweitrangig“, verspricht Herausgeberin Astrid Schwenner. Die Stadlpost wurde zur 100. Sendung des Musikantenstadls gegründet und wird diese Tradition auch nach einem Aus der Stadlshow – unabhängig des Quotendiktats, dem leider nun auch die Gebührensender unterworfen sind – fortführen.

 

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