STADLPOST

Claudia Jung
© Sigl/Universal Music
4. September 2015

Courage: Claudia Jung spricht sich klar gegen Fremdenhass aus

Claudia Jung ist bekannt für klare Worte auf ihrer Facebook-Seite. Auch in der aktuellen Flüchtlingsdebatte macht die ehemalige Politikerin aus ihrem Herzen keine Mördergrube und bezieht seit Tagen ganz klar Stellung gegen Fremdenhass, Empathielosigkeit und dummes Geschwätz. Als die Ankunft hunderterer Flüchtlinge am Bahnhof München bekannt wurde, kommentierte Claudia diese mit: „Herzlich Willkommen!“

Bei einigen ihrer Fans eckte die beliebte Schlagersängerin mit dieser klaren Meinung aber auch an. Jung richtet daraufhin an ihre Anhänger: „Herkunft, Hautfarbe, Religion und sexuelle Orientierung kann man sich leider nicht aussuchen… ob man ein Arschloch sein will oder nicht dagegen schon!“ Ein Poster hat den Schlagerstar sogar damit gedroht, dass er bei mehreren Radiosendern anrufen und sich dafür einsetzen wird, dass keine Lieder von Claudia Jung mehr gespielt werden. Intolerante Ansichten will Claudia aber bei ihren Facebook-Fans absolut nicht dulden:

 

„So liebe Freunde,
für alle, die sich einbilden, mich mit solchen und ähnlichen Drohungen mundtot machen zu können, oder die Art meiner Meldungen auf dieser Seite in ihrem Sinne beeinflussen zu können. Vergesst es! Chef dieser Seite bin immer noch ich! Wenn’s Euch nicht passt, schleicht Euch!“

 

Das ist nicht das Erste Mal, dass sich Claudia Jung entschieden gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus stellt. Schon als 1993 Wolfgang Petry nach den tragischen Mordanschlag von Mölln zusammen mit weiteren Künstlern (u. a. Wencke Myhre, Karel Gott, Bernhard Brink, Jürgen Drews, Kristina Bach)  den Titel „Wer die Augen schließt“ (wird nie die Wahrheit seh’n) aufgenommen hat, war Claudia Jung mit dabei. Der Erlös aus dem Verkauf der Tonträger unter dem Namen „Mut zur Menschlichkeit“ ging damals vollständig an Opfer rechtsextremer Gewalt.

 

 

 

TAGS: Claudia Jung