STADLPOST

Andy Borg als DonauschifffahrtskapitŠn.
© ORF/Milenko Badzic
19. April 2015

Musikantenstadel: Zurück in die Zukunft

Der Rauswurf von Andy Borg als Moderator und die Reformpläne haben eine hitzige Debatte unter den Musikantenstadel-Fans ausgelöst. Die Sender planen einen „Stadl 2.0“ – konkrete Pläne liegen allerdings noch nicht vor.

„Ja, ich brauche seit einigen Monaten eine Lesebrille – was soll ich machen?“

Mit diesem Galgenhumor kommentierte der 54-jährige Showmaster Andy Borg beim Tournee-Stopp in München sein Aus beim Musikantenstadl. Seine Fans äußerten sich deutlich kritischer: „Schrecklich! Gelten wir mit unseren 55+ als Zuschauer denn gar nichts mehr? Die mit ihrem Jugendwahn….“, so kommentiert etwa Hildegard auf Facebook den Rauswurf des beliebten österreichischen Moderators. Stunden zuvor haben die Senderverantwortlichen des ORF und der Partnersender ARD und SRF beschlossen, dass Borg zu alt für den „Stadl“ sei. Das Format soll ab Herbst 2015 reformiert werden.

Was da ab Herbst auf die Zuschauer zukommen soll, darüber gibt man sich bei den Sendern vorerst wortkarg. Der Musikantenstadl soll mittels „zahlreicher inhaltlicher Weiterentwicklungen“ einerseits als Marke fortgeführt werden, andererseits ein neues Zuschauerspektrum über das Stammpublikum hinaus erreichen, so die spärlichen Informationen. Die anvisierte jüngere Zielgruppe soll über eine „neue Art der Präsentation – inhaltlich wie personell“ angesprochen werden – zumindest darüber ist man sich schon jetzt sicher. Die TV-Show soll neue Sendungselemente und eine etwas veränderte musikalische Bandbreite erhalten. Wie genau diese Pläne allerdings umgesetzt werden und wie viele Live-Shows es künftig geben wird, diese Fragen sollen erst in den kommenden Wochen und Monaten in einer Arbeitsgruppe ausgearbeitet werden.

 

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